Kirmes in Kobern „off da Maad“
Drei vergnügliche Tage auf dem Marktplatz zu Ehren des Heiligen Lubentius
Kobern-Gondorf. Am „Klitschhäuschen“ wartete der geschmückte Kirmesbaum, gebettet auf dem Wagen der „Kowarer Jungs“, auf seine Abholung. Auch die Kinder mit ihren geschmückten Rädern warteten ungeduldig, dass es endlich losgeht.
Dann machte sich der Festzug, bestehend aus dem Musikverein Kobern, Mitgliedern der Kirmes- und Karnevalsgesellschaft Kobern-Gondorf 1909 e.V. und Schaulustigen, auf und zog durch die Gassen zum historischen Marktplatz. Gesichert von der Feuerwehr wurde dort der Baum nach traditioneller Art mit Seilen und Holzpflöcken und viel Manneskraft aufgestellt. Unter dem Anfeuern und Beifall der zahlreichen Zuschauer ragte er bald über den Dächern in den Himmel, als weithin sichtbares Zeichen: hier wird Kirmes gefeiert.
Kirmes zu Ehren des Heiligen Lubentius
Das Wort „Kirmes“ (anderswo „Kirchweih“) ist abgeleitet von „Kirchweih-Messen“, verkürzt „Kir-Messen“. Die Kirmes wird immer zu Ehren eines Heiligen gefeiert. In Kobern-Gondorf ist der Pfarrpatron der Heilige Lubentius.
Dieser wirkte im vierten Jahrhundert als Seelsorger in Kobern an der Mosel, wo er um 370 auch verstarb. Die Pfarrgemeinde Sankt Lubentius bewahrt in ihrer Pfarrkirche eine Reliquie des Heiligen auf. In jedem Jahr am zweiten Oktoberwochenende lädt die Kirmes- und Karnevalsgesellschaft Kobern-Gondorf 1909 e.V. zur St. Lubentius-Kirmes ein. Auch in diesem Jahr stellten Organisatoren und Helfer für dieses Fest ein buntes Programm zusammen, das die Dorfgemeinschaft und ihre Gäste an drei Tagen genießen konnten. Der Auftakt war die Aufstellung des Kirmesbaumes. Anschließend ging es mit dem Musikverein Kobern im geheizten Zelt weiter. Am Abend hieß es „It’s Party Time“ mit der Coverband „Frontline“. Der Sonntag begann mit einem Festhochamt. „Genießen mit der Ki und Ka“ war das Motto des späten Frühstücks „Brunch“ im Festzelt.
Überraschungen für Jung und Alt, Gutes für Leib und Seele, im Zelt und auf der Schaubühne, versprach der Familiennachmittag. Am Abend sorgte „Basti“ für musikalische Unterhaltung. „Es geht rund im Festzelt“ hieß es am Montagmorgen. Dem traditionellen Frühschoppen folgte Show und Tanz pur. Aber nicht nur im Festzelt war Stimmung, auch auf dem Marktplatz wurde Einiges für Groß und Klein geboten. Es waren fröhliche Kirmestage, mit einem bunten Programmangebot, dass die Menschen in geselliger Runde zusammenführte.
„Allen wohl – niemand wehe“ hat sich die Kirmes- und Karnevalsgesellschaft Kobern-Gondorf 1909 e.V. im wahrsten Sinne des Wortes auf die Fahne geschrieben und mit ihrem Einsatz bei der Sankt Lubentius Kirmes hundertprozentig umgesetzt. EP
Traditionell mit Seilen und Pflöcken wurde der Kirmesbaum aufgestellt und ragte bald über die Dächer von Kobern-Gondorf. Fotos: -EP-
Auch die Kleinsten hatten ihren Spaß an der Kirmes, bei der ein Karussell immer für Freude bei den Kindern sorgt.
