Mosel SG Löf/Lehmen/Oberfell/Hatzenport
Entscheidung in der Nachspielzeit
Mosel SG Löf/Lehmen/Oberfell/Hatzenport - TSV Emmelshausen 0:1 (0:0)
Mosel. Das spielentscheidende Gegentor zum undenkbar schlechtesten Zeitpunkt, aber nach dem Spiel trotzdem ein zufriedener Trainer Udo Seifert. Wie passt das zusammen? Ganz einfach: Die Mosel SG hatte einem bärenstarken Gegner, der sich weit über Bezirksliganiveau präsentierte, über die gesamte Spielzeit hinweg sehr gut Paroli geboten und sich nach besten Kräften gewehrt. Da fiel es nach dem Spiel nicht schwer, die Klasse des Gegners und den verdienten Sieg anzuerkennen, auch wenn der Zeitpunkt des entscheidenden Treffers doch sehr unglücklich war und die Partie kurz vor der Verlängerung stand.
Zum Spielgeschehen: Von Beginn an machten die Gäste gehörig Dampf und die Defensiv-abteilung der Mosel SG bekam alle Hände voll zu tun. Bereits in der 4. Spielminute tauchte ein sehr schön freigespielter Akteur der Gäste mutterseelenallein vor Torhüter Marcel Ackermann auf, der seine Elf mit einer Glanzparade vor einem frühen Rückstand bewahrte. Zwei Minuten später kamen die Gäste gefährlich über die linke Angriffsseite, zielten diesmal jedoch über das Tor. In der 9. Spielminute Glück für die Mosel SG, als ein Freistoß die Torlatte touchierte.
Die Mosel-SG bewährte sich gut
Nach und nach stand die Mosel-SG immer besser in der Defensive, konnte aber selbst zunächst nur wenige Nadelstiche in Richtung Tor des TSV Emmelshausen setzen. Die Gäste agierten zu kompakt und waren im Endeffekt fast immer einen Schritt schneller.
Es entwickelte sich nun eine intensive Partie mit Feldvorteilen für die Gäste, aber nur vereinzelten Torraumszenen. Ab der 30. Spielminute kam auch die Mosel SG das ein ums andere Mal vor das Tor der Gäste, zunächst aber ohne diese ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Eine sehr gute Chance dann in der 37. Spielminute, als Felix Horn sehr schön auf der rechten Seite freigespielt wurde. Aber anstatt selbst aus aussichtsreicher Position den Abschluss zu suchen, passte er uneigennützig auf Moritz Pies. Dieser wurde jedoch in letzter Sekunde von einem Emmelshausener Gegenspieler abgeblockt. Fünf Minuten später war Moritz Pies nochmals im Mittelpunkt des Spielgeschehens, als er nach einem Missverständnis in der Gästeabwehr am gegnerischen Strafraum an den Ball kam, aber wieder war in letzter Sekunde ein Abwehrbein dazwischen.
Auch die Gäste hatten noch zwei sehr gute Chancen, die durch die sehr aufmerksam agierende Abwehrreihe der Mosel SG aber in höchster Not geklärt wurden.
In der zweiten Hälte blieben die Gäste überlegen
Auch nach der Pause ein ähnlicher Spielverlauf wie über weite Strecken der ersten Halbzeit; Überlegen Gäste, aber die Mosel-SG hielt gut dagegen und konnte die Angriffsbemühungen des TSV Emmelshausen immer wieder unterbinden. Wenn die Gäste einmal aussichtsreich in Schussposition kamen, war immer wieder ein Abwehrbein dazwischen, die Schüsse gingen am Tor vorbei oder Torhüter Marcel Ackermann konnte klären. In den letzten zehn Minuten wurde der Druck der Gäste dann noch einmal größer, sodass die Mosel SG oft nur auf Kosten eines Einwurfs oder Eckballs klären konnte. Durch die eminent kopfballstarken Angreifer des TSV bedeutete dies immer wieder höchste Alarmstunde.
Siegeschancen für die Mosel-SG
Die große Chance zum Siegtreffer für die Mosel-SG dann urplötzlich in der 90. Spiel-Minute: Nach einer schönen Flanke von Mannschaftskapitän Fabian Kneip kam Tobias Wilkening am Fünfmeterraum frei zum Schuss, verfehlte das Gästetor jedoch um Haaresbreite, stand zudem hauchdünn im Abseits.
Siegestreffer in der 91. Minute
So kam es, wie es wohl kommen musste: Als alle schon mit einer Verlängerung rechneten, schlugen die Gäste in der 91. Spielmute doch noch zu. Und wie konnte es anders sein natürlich nach einer der gefährlichen Standardsituationen. Nach einer Ecke kam Nils Bast am Fünfer zum Kopfball und erzielte den Treffer des Tages.
Insgesamt gesehen gibt an dem verdienten Sieg der Gäste nicht zu deuteln. An diesem Abend präsentierte sich mit dem TSV Emmelshausen ein Elf in Löf, die in der gezeigten Form einer der heißesten Favoriten für den Meistertitel in der Bezirksliga Mitte ist. Ein dickes Kompliment aber auch an die Elf von der Mosel für eine weitere engagierte und couragierte Leistung. Die Mannschaft hat vor den fast 400 Zuschauern wieder einmal beste Eigenwerbung betrieben.
Es spielten: Marcel Ackermann, Markus Meurer, Jan Ackermann, Stefan Frießem, Fabian Kneip, Tim Ackermann (62. Tobias Wilkening), Julius Kaufmann, Philipp Reffgen, Simon Seifert, Felix Horn (79. Gabriel Poersch), Moritz Pies
