FSV Dieblich, Walking-Treff
Frauen wechselten die Sportart
Boppard. Von der Untermosel auf die luftigen Höhen oberhalb des Rheins bei Spay verschlug ein Walker-Starterlos den Walking-Treff aus Dieblich, und das ein Jahr nach dem Gewinn eines Schnupperkurses für 15 Personen beim Laacher-See-Volkslauf. Zu früher Vormittagsstunde machten sich zehn „blutige Golf-Anfänger“ auf den Weg, ohne Berührungspunkte zu dieser Art von Sport und ohne jegliche Berührungsängste, obwohl das 84 Hektar große „Golf-Resort“ schon eine unendliche Weite darstellt.
Auch wenn der von den acht Walking-Damen ersehnte (durchtrainierte) Golflehrer nicht zum Einsatz kam, überzeugte doch die nette und kompetente Auszubildende im zweiten Lehrjahr nicht nur die beiden männlichen Walker mit einem gut zweistündigen interessanten Programm, kurzweilig in Theorie und Praxis.
War es den Walkern doch immerhin bekannt, dass Golf eine traditionelle Ballsportart ist, bei der es gilt, einen Ball mit möglichst wenigen Schlägen in ein Loch zu spielen. Dass es jedoch unglaublich viele verschiedene Golfschlägerarten, Rasenkanten, Mährichtungen und Grasnarbenhöhen gibt, das war an Information gleich zu Beginn schon überwältigend.
Nach einer Stunde Theorie waren „Score, Handicap, Putt, Par, Bunker, Ace, Double Albatross und Triple Eagle oder Double Bogey“ keine Fremdwörter mehr. Somit waren die Walker reif für die Praxis, wenn auch die Platzreife noch in weiter Ferne lag - wie auch das beim anschließenden Abschlagen anvisierte Loch mit Fahne. Die gut 200 Meter waren unerreichbar und unfassbar weit weg. Nach viel Belustigung für die übrigen Anwesenden in der Driving Range ging es beim Putten eher um sanfte Geschicklichkeit. Ein anschließender Wettbewerb rundete mit einer „Fruchtgummi-Trophäe“ als Siegerpreis das Golferglück der Walker ab.
Durch den Genuss des traumhaften Spätsommerwetters, ein anschließendes Picknick mit allem, was dazugehört, und die Wanderung zum Vier-Seen-Blick überkam alle Teilnehmer nach der Rückkehr in heimatliche Gefilde eine wohlige Samstagsmüdigkeit, nichts ahnend des Muskelkaters in Armen und Schultern, der alle am nächsten Tag an dieses sportliche Event erinnern würde.
