Lehmer Razejunge
„Früh übt sich, was ein Meister werden will“
Begeisterte Grundschülerinnen und Grundschüler sind aktiv in angewandter Heimatkunde beim „Schneiden und Gürten“ in der Lehmener Würzlay gewesen
Lehmen. Im Rahmen der Kooperation Lehmer Razejungen - Grundschule Lehmen fand das „Schneiden und Gürten“ in der Lehmener Würzlay statt.
Das fachgerechte Schneiden der Triebe erfordert Erfahrung und einiges Geschick.
Da die Erfahrung des Schneidens bei den Grundschülern naturgemäß noch nicht so ausgeprägt sein konnte, standen die Senioren der Lehmer Razejungen den 18 Mädchen und Jungen des dritten und vierten Schuljahrs der Sankt Georg Grundschule mit ihrer Lehrerin Frau Renate Alefsen zur Seite.
Bei dieser Wingertsaktion waren die Razejungen vertreten durch Gerd Ackermann, Willi Unschuld, Dieter Möhring, Hans-Georg Schmidt, Manfred Becker und unserem ältesten aktiven Razejungen , Hermann Müller, der mit seinen 85 Jahren es sich nicht nehmen ließ, der jungen Generation mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Die Grundschüler zeigten, dass sie eine schnelle Auffassungsgabe haben. Die Anweisungen von Gerd würden geschickt umgesetzt, Kniffs und Tipps von Willi wurden rasch aufgenommen. Nach einer kleinen Frühstückspause wurde dann das Gürten in Angriff genommen. Gerd Ackermann übernahm die Demonstration dieses kniffligen Arbeitsganges, er sagt natürlich lieber „hierten“. Das Gürten zur „Herzform“ der Triebe ist seine Spezialität. Seine langjährige Erfahrung kam den gelehrigen Schülern im Weinberg zugute. Geschickt wurde der Ausgewählte, beim Schneiden stehen gelassenen Rebentrieb gebogen und mit Gürtdraht angebunden.
Alle Schülerinnen und Schüler durften sich natürlich selbst an den Rebstöcken erproben. Sie waren emsig bei der Sache und sparten nicht mit Fragen. Sie wollten schon genau wissen, wie das „Handwerk“ richtig geht. Praktischer Unterricht im Weinberg, ein Stück angewandte Heimatkunde an der Untermosel: „Früh übt sich, was ein Meister werden will.“ Nach getaner Arbeit hatten alle Akteure dann auch einen Blick für die vollblühenden Weinbergpfirsichbäume auf den höher gelegenen Kuhren des Razejungenwingerts.
