Vorsorgeangebote der gesetzlichen Krankenkassen nutzen
Gesundheits-Check und Impfen bei Jugendlichen
Kreis MYK. Das Gesundheitsamt im Landratsamt Mayen-Koblenz weist Jugendliche im Alter zwischen 12 und 14 Jahren auf die sogenannte Jugendgesundheitsuntersuchung, auch kurz J1 genannt hin. Bei diesem kostenfreien Vorsorgeangebot der gesetzlichen Krankenkassen werden nicht nur die körperliche Entwicklung und der aktuelle Gesundheitsstatus untersucht, sondern es steht dabei auch das persönliche Gespräch zwischen dem Jugendlichen und dem Arzt im Mittelpunkt.
Die Jugendlichen haben bei der Untersuchung Gelegenheit, frei und offen über ihre Probleme zu Themen wie Rauchen und Drogen oder Sexualität und Verhütung zu reden und Fragen zu stellen. Sie erhalten dabei wichtige Hinweise und Tipps für einen verantwortungsbewussten Umgang mit gesundheitlichen Risiken. Auf Wunsch kann laut Auskunft des Gesundheitsamtes die J1 auch ohne die Anwesenheit der Eltern stattfinden.
Die Jugendgesundheitsuntersuchung bietet sich auch für einen Impfpass-Check an: eine günstige Gelegenheit, den Impfschutz wieder auf Vordermann zu bringen. Besonders Jugendliche sollten über einen sicheren Impfschutz gegen das gefährliche Hepatitis-B Virus verfügen, das schon durch einen Kuss übertragen werden kann.
Kinderkrankheiten nicht unterschätzen
Das Gesundheitsamt rät, spätestens beim Eintritt in das Jugendalter auch eine zweite Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln durchzuführen. Diese immer noch als harmlose Kinderkrankheiten verkannten Erkrankungen führten relativ häufig zu Komplikationen, die zu bleibender Behinderung oder gar zum Tod führen können. Beispielsweise könne eine Erstinfektion mit Röteln während der Schwangerschaft schwerste Missbildungen beim ungeborenen Kind hervorrufen. Die Ausrottung des Masernvirus in Europa sei bis zum Jahr 2007 das erklärte Ziel der Weltgesundheitsorganisation. Hierfür müssten allerdings über 90 Prozent der Bevölkerung über einen sicheren Impfschutz gegen Masern verfügen. „Die positive Resonanz in der Bevölkerung auf unsere Impfkampagnen in den zurückliegenden Schuljahren bestärkt unsere Zuversicht, diese Durchimpfungsrate bei den Jugendlichen zu erreichen und damit nicht nur den einzelnen Bürger zu schützen, sondern einen wichtigen Beitrag für ein masernfreies Europa zu leisten“, erklärt Dr. Jürgen Otten, Leiter des Gesundheitsamtes Mayen-Koblenz. Aber auch gegen Tetanus, Diphtherie und Kinderlähmung sollte nach Empfehlung des zuständigen Arztes der Impfschutz vervollständigt und aufgefrischt werden. Dies gelte nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene.
Wie das Gesundheitsamt mitteilt, informiert der Kinder- und Hausarzt über das Thema Schutzimpfungen und führt diese bei Bedarf auch durch. Das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz steht darüber hinaus für weitere Fragen zur Jugendgesundheitsuntersuchung oder zu Schutzimpfungen gerne zur Verfügung.
Informationen gibt es beim Gesundheitsamt in Koblenz unter Tel. (02 61) 91 48 07 - 0, im Gesundheitsamt Mayenunter Tel. (0 26 51) 96 43 - 0 oder im Gesundheitsamt Andernachunter Tel. (0 26 32) 25 16 - 00.
Pressemitteilung der
Kreisverwaltung Mayen-Koblenz
