Wasser, Steine und Geröll stürzten durch Kattenes
Heftiges Gewitter löste Schlammlawine aus
Kattenes. Sintflutartige Niederschläge führten am Samstag in Kattenes zu einer Schlammlawine, die sich vom Mühlental durch Kattenes bis in die Mosel ergoss. Eine Bewohnerin des Mühlentales hatte das Unglück kommen gesehen und die Feuerwehr alarmiert. Sie wurde von den Wassermassen eingeschlossen, blieb aber zum Glück unversehrt. Zahlreiche Gebäude wurden beschädigt, Keller und Garagen liefen voll, Autos steckten im Schlamm. Im ganzen Ort roch es nach Öl. Auch die Bahnstrecke war betroffen, Geröll auf den Gleisen führte zu stundenlanger Sperrung. Zahlreiche Wehren aus den Nachbargemeinden und das THW waren im Einsatz. Die Polizei sperrte die Moseluferstraße B 416 ab. Im Ort versuchten die Bewohner, den Schlammmassen Herr zu werden und das Wasser ab zu pumpen. Bestürzt, betroffen und sprachlos über das Ausmaß war Ortsbürgermeister Rudi Zenz, als er sich einen Überblick verschaffte: „Wir haben schon manche Flut überstanden, aber so was habe ich noch nicht gesehen!“ Es wird noch einige Zeit vergehen bis wieder Normalität in Kattenes einkehrt und die Aufräumarbeiten abgeschlossen sind. Dann muss Ursachenforschung betrieben werden und Vorsichtsmaßnahmen zu erwägen sein.
Die Wassermassen machten auch vor Hindernissen nicht halt und bahnten sich ihren unheilvollen Weg. Fotos: EP
Schon kurz nach dem Unglück begannen die Anwohner mit dem Saubermachen.
Zwar wurde die Gerölllawine am Garagentor gestoppt, hinterließ aber ein totales Chaos.
Auch an Fahrzeugen entstanden Schäden, teilweise blieben sie im Schlamm stecken.
