Kulturinitiative Lehmensart
„Ich möchte, dass so etwas nie wieder kommt“
Im Anschluss an eine heilige Messe wird im Lehmener Pfarrheim den Opfern des Nationalsozialismus am Samstag, 15. März gedacht - Zeitzeugin Edith Erbrich berichtet
Lehmen. Zu besinnlichen Tönen zur Fastenzeit lädt die Kulturinitiative Lehmensart am Samstag, 15. März um 20 Uhr (im Anschluss an die heilige Messe) ins Lehmener Pfarrheim ein. Gedacht werden soll der Opfer des Nationalsozialismus mit einem abwechslungsreichen Programm.
Der Schauspieler Jona Mues, bekannt aus vielen Film- und Fernsehrollen sowie seinen Auftritten im Koblenzer Stadttheater bringt Texte aus Auschwitz zu Gehör. Mues, der einer Schauspielerfamilie entstammt, hat sich auch als Hörbuchsprecher einen Namen gemacht und Rezitationen, wie sie an diesem Abend zu hören sein werden, gehören zu seiner Profession.
Edith Erbrich, Tochter einer katholischen Mutter und eines jüdischen Vaters, wurde als Siebenjährige von den Nazis in das Konzentrationslager Theresienstadt verschleppt. Sie musste den gelben Stern tragen und litt, von den Eltern getrennt, unter den Entbehrungen und Schrecken in der zum Judenghetto umfunktionierten Festungsstadt. Edith Erbrich überlebte den Holocaust.
„Ich möchte, dass so etwas nie wieder kommt“, bekennt sie. Deshalb ist die Frankfurterin heute in Schulen und auf Veranstaltungen unterwegs und berichtet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen von ihrer Deportation.
Die Moderation der Veranstaltung übernimmt Ernst Heimes, Schriftsteller und Buchhändler aus Löf und Koblenz. Er wird außerdem eine Szene seines Schauspiels „Mirjam Ghettokind“ sowie einen Beitrag in jiddischer Sprache vortragen.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenlos. Die Kulturinitiative Lehmensart lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein. Pressemitteilung
Kulturinitiative Lehmensart
Ernst Heimes.
Edith Erbrich.Fotos: Privat
Jona Mues.
