Volkstrauertag in Hatzenport
Kriegsgräber geben den Toten eine Stimme
Hatzenport. Am Volkstrauertag fanden sich neben der Chorgemeinschaft doch noch einige Zuhörer ein, um am Ehrenmal am Friedhof bei der kurzen Gedenkfeier für die Toten und Vermissten der beiden Weltkriege teilzunehmen.
Der Ortsbürgermeister hatte für das Ehrenmal eine Herbstschale mitgebracht, die in der dunklen Jahreszeit die Erinnerung wach halten soll.
In seiner Ansprache zitierte er Bundespräsident Gauck, der anlässlich des 70. Jahrestags des Kriegsendes auf die millionenfache Vertreibung in und nach dem 2. Weltkrieg hingewiesen hat. Gerade deshalb sei es für die Deutschen heute eine besondere Verpflichtung Flüchtlinge auf zu nehmen.
Der Ortsbürgermeister betonte, dass es besonders wichtig sei, die Erinnerung wach zu halten und zitierte Richard von Weizsäcker, der einmal sagte, dass „die junge Generation nicht verantwortlich für das ist, was damals geschah, aber das sie verantwortlich für das sind, was in der Geschichte daraus wird“.
Kriegsgräber geben den Toten eine Stimme, sie mahnen den Frieden. Ziel müsse es sein, dass der Volkstrauertag ein Volksfriedenstag wird.
Nach dem Verlesen des Totengedenkens, einem gemeinsamen Vater unser und einem abschliessenden Chorbeitrag lobte der Ortsbürgermeister die Chorgemeinschaft für den musikalischen Rahmen und die Familie Ibald für die Säuberung und Aufpolierung des Ehrenmals.
