Allgemeine Berichte | 27.08.2015

Erste Lavendelöldestillation an der Untermosel in Lehmen

Lavendelöl aus dem Razejungewingert

Razejunge Willi Unschuld und Dieter Möhring freuen sich über die Qualität des ersten Lavendelöldestillats.privat

Lehmen. Es war schon eine besondere Premiere. Von der ersten Lavendelernte aus dem Razejungewingert in der Lehmener Würzlay wurde in der Brennerei Björn Gabelmann das erste Lavendelöl an der Untermosel destilliert. Die Lehmer Razejunge ernteten in diesem Sommer zum ersten Mal Lavendel in den Steillagen der Lehmener Würzlay im Rahmen ihres Projektes Lavendel- und Naturkräuterfelsterrassen. Ein Anteil der Lavendelernte wurde sorgfältig vorbereitet und von der mit den Razejungen befreundeten Brennerei Björn Gabelmann in Lehmen-Moselsürsch zur Lavendelölgewinnung destilliert. „Das war ein besonderes Ereignis, dass wir bereits von der ersten kleinen Lavendelernte Lavendelöl aus der Lehmener Würzlay gewinnen konnten, eine spannende Premiere,“ so der Projektleiter der Razejunge, Dieter Möhring. Die Razejunge wählten bewusst die ortsansässige Brennerei Björn Gabelmann für die erste Lavendelölgewinnung aus, nach dem Motto „Produkte aus der Region - verarbeitet in der Region - für die Region“. Björn Gabelmann war von der Idee, den Lavendel in seiner Brennerei zu verarbeiten, sofort angetan. Wo sonst exzellente Edelbrände aus heimischem Obst hergestellt werden, wurde mit Spannung das erste Lavendelöl aus dem Razejungewingert destilliert.

Bei der Wasserdampfdestillation werden die Lavendelblüten und -blütenstengel in einen Kessel gefüllt. Anschließend wird der Füllung Wasserdampf mit hohem Druck zugeführt. Hierdurch löst sich das Öl aus Blüten und Stengeln. In einem Kühlsystem kondensiert das Wasser-Ölgemisch. Durch anschließende Abkühlung trennt sich das Lavendelöl vom Wasser in einem Edelstahlgefäß. Da das Öl an der Oberfläche schwimmt, kann es später abgeschöpft werden. Das gewonnene Öl ist von der Farbe gelblich/grüngelblich. Mit viel Akribie hatte Björn Gabelmann alles für den nicht alltäglichen Produktionsvorgang vorbereitet und am letzten Samstag duftete die Brennerei angenehm nach Mosellavendel. Oberrazejung Ralf Menden, Willi Unschuld und Dieter Möhring legten bei der Vorbereitung, Beschickung der Anlage und natürlich beim späteren Säubern mit Hand an. Mit Spannung wurde das erste aus der Anlage austretende Destillat im Edelstahlbehälter betrachtet. Alle Beteiligten waren überrascht, wie viel konzentriertes Lavendelöl von dem bisher überschaubaren Erntemengenanteil gewonnen werden konnte. „Es war auch für mich etwas Besonderes. Ich freue mich schon auf das zweite Erntejahr, wenn der Pflanzenertrag naturgemäß höher ausfällt und wir mehr destillieren können und das nicht nur wegen des tollen Lavendeldufts in meinem Hof“, führte Björn Gabelmann schmunzelnd aus. „Die gemachten Erfahrungen bei Ernte, Auf- und Vorbereitung zur Destillation und bei der eigentlichen Destillation werden natürlich aufgegriffen und verwertet und es wird ein stetiger Verbesserungsprozess“, so Razejung Willi Unschuld. Der Vorstand der Razejunge und Björn Gabelmann haben sich bereits eine besondere Überraschung ausgedacht, was sie zusammen aus dem ersten Lavendelöl des Razejungewingerts machen wollen. Kurz vor Weihnachten soll es soweit sein - es wird bestimmt eine interessante Delikatesse, so viel sei schon mal verraten.

Razejunge Willi Unschuld und Dieter Möhring freuen sich über die Qualität des ersten Lavendelöldestillats.Foto: privat

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