Allgemeine Berichte | 16.02.2015

Realschule plus und Fachoberschule Untermosel

Legal Highs sind hochgefährlich

York Schmede referierte vor Eltern über Gefahren des Drogenkonsums

Legal Highs sind hochgefährlich

Kobern-Gondorf. „Welche Drogen kursieren zur Zeit, wie sehen sie aus und wie wirken sie?“ Zu diesen Themen referierte York Schmede vom Polizeipräsidium Koblenz, SB 15 (Zentrale Prävention) vor Eltern der Realschule plus und Fachoberschule in Kobern-Gondorf. Der Referent stellte zu Beginn seiner Ausführungen verschiedene Drogenarten vor, erläuterte unterschiedliche Möglichkeiten ihres Konsums und beschrieb ihre Wirkung. Aus aktuellem Anlass ging York Schmede bei seinem Vortrag schwerpunktmäßig auf den Konsum sogenannter „Legal Highs“ ein. Diese werden in bunten, flippigen Verpackungen mit teils exotischen oder harmlosen Namen als vermeintlich legale Alternative zu illegalen Drogen verkauft. Vorwiegend erfolgt der Vertrieb über das Internet. Dem User vermitteln sie den Eindruck der Legalität, dabei handelt es sich jedoch lediglich um chemische Abänderungen bereits bekannter Drogen. Sie bestehen aus tabak- oder teeähnlichen Gemischen, enthalten oft aber Betäubungsmittel oder ähnlich wirkende Substanzen, die jedoch auf der Verpackung nicht ausgewiesen sind. Der Konsum dieser „Kräutermischungen“ kann schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen, da ihre Wirkung um ein Vielfaches höher ist als beispielsweise die Wirkung von Cannabis. Nicht selten kommt es nach dem Konsum dieser Substanzen bei den Konsumenten zu hohem Fieber, Apathie oder Kreislaufbeschwerden bis hin zum Kreislaufkollaps. York Schmede berichtete, dass im Großraum Koblenz in den letzten Wochen zahlreiche Jugendliche, nach dem Konsum dieser Substanzen, auf die Intensivstationen verschiedener Krankenhäuser eingeliefert werden mussten.

Drogen-Präventions- maßnahmen der Schule

Im Anschluss an den Vortrag des Polizeibeamten stellte die kommissarische Schulleiterin Helga Weichelhöfer den Eltern die schulinternen Drogen-Präventionsmaßnahmen vor. So werden bereits ab Klassenstufe acht Präventionstage zum Thema Drogen unter der Leitung der Suchtbeauftragten aus dem Kollegium der Schule Sylvia Manner und Stephanie Klaar-Kremtz durchgeführt. Der Sozialarbeiter der Schule Daniel Kendel unterstützt diese Maßnahmen durch individuelle Beratungen von Schülern und Eltern. Darüber hinaus lesen die Schüler der 8. Klasse im Fach Deutsch ein Jugendbuch als verbindliche Schullektüre, in dem die Auseinandersetzung mit der Drogenproblematik im Vordergrund steht.

Nach diesen Informationen stellten die anwesenden Eltern noch viele Fragen, die von den Drogenexperten kompetent beantwortet wurden. Dennoch traten die Erziehungsberechtigten mit gemischten Gefühlen den Heimweg an. Einerseits hatten sie viel über verschiedene Drogenarten und deren Wirkung erfahren, andererseits wurde ihnen aber auch deutlich, wie schnell Jugendliche mit diesen gefährlichen Substanzen in Kontakt kommen können - auch das eigene Kind.

York Schmede demonstrierte unterschiedliche Arten des Konsums von Drogen.Foto: privat

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