kfd „St. Luzia“ Löf
Lesen, entdecken, genießen
Petra Reategui las aus ihrem historischen Kriminalroman „Moselhochzeit“
Löf. Lesen, entdecken, genießen hieß es beim vierten literarischen Abend der kfd Löf. Lesen lässt einen in andere Welten eintauchen. Durch die sehr guten Recherchen durch Petra Reategui fühlten die Zuhörer sich beim Vortrag des Buches ins bäuerliche Leben im 19. Jahrhundert zurückversetzt.
Es wurde bewusst gemacht, welche Strecken die Menschen damals zu Fuß zurückgelegt oder wie sie Nachrichten überbracht haben und wie die Verbindung von katholischen und evangelischen Christen damals empfunden wurde.
Die anschließende Diskussion zum Thema „Die christlichen Kirchen im Wandel der Zeit“ wurde von Gemeindereferentin Luise Müller-Isselstein geleitet und interessiert von den Gästen aufgegriffen. Da gab es in der Schule zwei verschiedene Eingänge für katholische und evangelische Kinder, ein Bräutigam wurde „katholisch gemacht“, um von der Familie akzeptiert zu werden. Wie viel mehr noch wurde eine Verbindung in der Zeit des Romans als eine fast unüberwindliche Hürde angesehen.
Die Evangelischen, die im Bereich der Untermosel überwiegend in Winningen lebten, wurden von den Katholiken gemieden, wie der Teufel das Weihwasser meidet. Gelebte Ökumene, heißt es heute, eine größere Toleranz der beiden christlichen Kirchen ist vorhanden, jedoch bis zum gemeinsamen Mahl ist es noch ein langer Weg, war die Meinung der Gäste an diesem Abend.
Anders war es beim Leseabend der kfd Löf, es wurde zum gemeinsamen Mahl im Eingangsbereich der Sonnenringhalle eingeladen. Hier hieß es anlässlich einer kfd-Aktion des Bundesverbandes „Mahl. Zeit für Gespräche“.
Es wurde angezeigt, dass beides gleich wichtig ist. Zeit zum Mahlhalten und Zeit für Gespräche, denn das Wort „Mahl“ hat wie das Wort „Zeit“ vier Buchstaben. Im Hintergrund wurde bemerkt, dass auch Wein vier Buchstaben enthält.
Die Lesung der verschiedenen Ausschnitte aus dem Buch von Petra Reategui ließ die Spannung auf das Buch steigen. Vor allem, da das Geschehen in unmittelbarer Ortsnähe spielte.
Ein Wegekreuz weist auf einen Mord hin, geschehen im Jahr 1814, und war Anlass für das Entstehen dieses Kriminalromans. Nach vielen Recherchen der Autorin, vor allem auf dem Kergeshof, bei den Nachfahren des Ermordeten, wurde die Zeit angehalten.
Durch den jungen Chronisten Lukas Brachtendorf konnte die Verbindung von der kfd zur Autorin, sowie auch zur Jungen Union geschaffen werden. Mitglieder der Jungen Union waren an diesem Abend als Heinzelmännchen im Einsatz und haben beim Herrichten des Raumes und auch beim Aufräumen geholfen. „Junge Union und kfd-Frauen, eigentlich eine gute Verbindung, die auch in Zukunft weiter Bestand haben könnte, eine Vernetzung der Verbände ist heute mehr denn je wichtig“, so Franziska Brachtendorf in ihrer Ansprache.
Die zum Thema passenden Gemälde der Malerin Diethilde Bender aus Kattenes gaben der Veranstaltung den ganz besonderen Rahmen. Rundum war es für die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein schöner Abend, und schon jetzt eine Einladung an alle, wenn es wieder heißt: Lesen, entdecken und genießen.
