Ostermontag - Konzert in der Matthiaskapelle Kobern-Gondorf
Mozart und Rossini
Kobern-Gondorf. Einen schöneren Ausklang zum Osterfest könnte es kaum geben: Fünf junge Bläser spielen Musik von Wolfgang Amadeus Mozart und Gioachino Rossini, am Ostermontag, 6. April um 11 Uhr in der Matthiaskapelle Kobern-Gondorf. Das „Canorus Quintett“ wurde bei Wettbewerben vielfach ausgezeichnet und gehört zu den Stipendiaten der Landesstiftung Villa Musica. Jeder der Fünf ist ein gestandener Solist und Orchestermusiker: Maximilian Randlinger an der Flöte, Leonie Dessauer an der Oboe, der Klarinettist Christoph Schneider, der Hornist Friedrich Müller und der Fagottist Hakan Isiklilar. Sie eröffnen ihr Osterprogramm in der Matthiaskapelle beschwingt mit der Ouvertüre zu Rossinis „Barbier von Sevilla“ in einer Bearbeitung für fünf Bläser. Darauf folgt Mozarts große f-Moll-Fantasie, KV 608, ursprünglich komponiert für eine „Flötenuhr“, eine Standuhr mit eingebauter kleiner Orgel. Ein Bläserquintett kommt dem Klang einer solchen Flötenuhr sehr nahe. Aus dem Prag der Goldenen Zwanziger Jahre stammt das Quintett von Pavel Haas, einem tschechisch-jüdischen Komponisten, den die Nazis in Auschwitz ermordeten. Sein Bläserquintett entstand lange vor dem Zweiten Weltkrieg und erinnert an die Musik von Gustav Mahler. Auch das c-Moll-Quintett von Dmitri Schostakowitsch (nach seinem Achten Streichquartett) schlägt tragische Töne an. Der große russische Komponist hat es dem Andenken an die Opfer des Zweiten Weltkriegs und des Faschismus gewidmet. So verbinden sich am Ostermontag in der Matthiaskapelle helle Frühlingsklänge mit Erinnerungen an den 70. Jahrestag des Kriegsendes 1945.
Die Eintrittskarten kosten 15 Euro für Erwachsene, 7,50 Euro für Studenten und Schwerbehinderte, 6 Euro für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Vorverkauf bei der Gemeinde Kobern-Gondorf (02607 / 1057), bei Villa Musica in Mainz (06131 / 9251800) und im Internet unter www.villamusica.de.
