Ergebnisse des SG Dieblich/Niederfell
SG I nur Remis, SG II enttäuscht
Dieblich. Nur eine Woche nach dem packenden 2:1-Heimerfolg im Pokalderby gegen den VfL Kesselheim trat die SG Dieblich/Niederfell im Spitzenspiel der Kreisliga B gegen die gleiche Mannschaft auf deren Gelände an. Es hatte gut für die Gäste angefangen, die mit dem festen Vorsatz angereist waren, die Punktedistanz zum Tabellenzweiten zu verkürzen. Es waren noch keine zehn Minuten vergangen, als Niklas Pistono, seit Wochen in blendender Verfassung, mit einem weiten Pass Pierre Luthin auf die Reise schickte. Der, wie Pistono ein Garant für konstruktives Spiel, setzte sich auf der rechten Seite entschlossen durch, bediente den mitgelaufenen Michael Perscheid und der ließ sich die Chance nicht entgehen und schob überlegt zur Führung ein. Aber die Platzherren steckten nicht zurück. Vor allem Robin Reichert brachte die Dieblich/Niederfeller Abwehrreihen immer wieder in Verlegenheit und so war es nicht verwunderlich, dass genau er in der 29. Minute mit dem Ausgleich zur Stelle war. Anschließend gelang es keine der Mannschaften, weiter für Furore zu sorgen. Beide versuchten permanent mit langen Bällen ihr Glück, spielerische Feinheiten gab es dagegen nur selten zu bewundern und so mussten Standardsituation herhalten, um Torgefahr zu erzeugen. Eine davon brachte aber auch ein echtes Resultat, wobei die Freude darüber allein bei den Gästen lag. In der 40. Minute tropfte ein von Marvin Etzkorn geschlagener Freistoß derart unglücklich ans Schienbein eines bedauernswerten Abwehrspielers, dass sein Keeper mit dem Abpraller keine Chance hatte und die Kugel zum 1:2-Pausenstand aus seinem Netz nehmen musste. Zweite Halbzeit, zweiter Standard mit Folgen, aber dieses Mal auf der anderen Seite. Ein Eckball, in der 68. Minute hoch über Freund und Feind geflankt, fand am langen Pfosten mit dem Oberschenkel eines VfL-Spielers einen dankbaren Abnehmer zum 2:2. Danach legte die Intensität des Spiels noch ein Quäntchen zu, zwar nicht von der kunstvollen, aber sehr wohl von der kämpferischen Sorte. Schiedsrichter Engels war entsprechend gefordert und kam nicht umhin, Reichert mit gelb-rot vom Platz zu schicken. Die SG hätte, da Kesselheim nun seiner gefährlichsten Angriffswaffe beraubt war, entsprechend Kapital daraus schlagen können, aber das genaue Gegenteil war der Fall. Anstatt Vorteile aus der Überzahl zu nutzen, verbreiteten hingegen die Gastgeber mit nur noch zehn Akteuren mehr Gefahr, als dies ihnen in voller Stärke gelungen war. In dieser Phase dominierten die Kesselheimer eindeutig, aber Zählbares brachten sie dann doch nicht mehr zustande. In der 88. Minute schoss Steffen Pistono in aussichtsreicher Position das Leder über den Kasten und unmittelbar vor dem Abpfiff rettete SG-Keeper Stephan Häs mit einer spektakulären Reaktion das Remis und einen Punkt. Während die Männer vom Rhein damit gut leben können, war die Enttäuschung aufseiten der Moselaner nicht zu verleugnen. „Unterm Strich ist Kesselheim mit dem Remis besser bedient als wir“, meinte SG-Abteilungsleiter Frank Dirschus, „Nicht vom Spielverlauf her gesehen, sondern in der Gesamtkonstellation. Aufgrund der Punkteteilung hat der VfL mit sieben Zählern seinen komfortablen Vorsprung auf Platz zwei gehalten, der zum Aufstieg in die A-Liga berechtigt.“ Aber es ist noch längst nicht aller Tage Abend, im Gegenteil, denn die Saison tritt erst im nächsten Jahr in ihre zweite Phase. Am Sonntag, 14. Dezember, ist dann der letzte Spieltag vor der Winterpause. Dann trifft die SG um 14:30 Uhr auf heimischem Platz in Dieblich auf den Nachbarn aus Waldesch, ein echtes Lokalderby zum Jahresausklang. Der Drittletzte hat eine mehr als durchwachsene Zeit hinter sich, und auch der jüngste Erfolg gegen das abgeschlagene Schlusslicht vom Koblenzer Asterstein ändert daran nur wenig.
SG Dieblich/Niederfell: Stephan Häs, Jannik Schmieg, Tobias Jung, Luca Dahlem, Niklas Pistono, Torben Roos, Pierre Luthin (Martin Christ), Michael Perscheid, Steffen Pistono, Philipp Volk, Marvin Etzkorn.
SG II
Dass die Trauben in Moselland für die 2. Mannschaft der SG hochhängen, dies wusste man vorher. Dass sie aber praktisch unerreichbar waren, dies überraschte doch etwas oder doch nicht. Denn kürzlich ging bei der SG II so ziemlich alles schief, was schief gehen kann. Die erste Halbzeit war so weit noch in Ordnung. Zwar lag man zur Pause mit 0:3 zurück, doch hätte man einen Elfmeter verwandelt und die eine oder andere Chance genutzt, hätte es durchaus anders aussehen können. Die 2. Spielhälfte begann schon sehr schlecht, musste man doch seinen Torhüter aufgrund einer Handverletzung auswechseln. Und da kein adäquater Ersatz zur Verfügung stand, musste zwangsläufig ein Feldspieler ins Tor. Dieser gab sein bestes, konnte aber die weiteren 7 Tore nicht verhindern. Vielleicht hätte ein erfahrener Torwart die eine oder andere Situation bereinigen können, Vorwürfe gab es aber keine und die hätte der Stellvertreter allein schon für seinen Mut, sich in Moselland ins Tor zu stellen, nicht verdient. Und mehr ist über diese Partie auch nicht zu schreiben außer der Tatsache, dass Christoph Berens beim Stande von 0:8 der Ehrentreffer gelang, wenn man es denn so nennen will. Es spielten: Guido Kirsch (46. Martin Schwank), Andreas Basche, Daniel Fislage (66. Chris Dippmar), Matthias Päselt, Philipp Dickhardt, Christian Hain (58. Andreas Krause), Tobias Weber, Stephan Smers, Christoph Berens, Manuel Dickhardt, Joachim Meidt.
