Allgemeine Berichte | 11.09.2013

Spendenübergabe am „Tag der offenen Burg“

Sanierung der Burg Bischofstein fast abgeschlossen

Burg Bischofstein von der Moseluferstraße aus gesehen. Die Wärmebehandlung der befallenen Balken steht kurz vor dem Abschluss.

Münstermaifeld. Die Sanierung und Instandsetzung der vom Hausbock befallenen Burg Bischofstein befindet sich auf einem guten Weg (BLICK aktuell berichtete). Hiervon konnten sich interessierte Besucher am vergangenen Samstag persönlich vor Ort überzeugen. Der Förderverein des Fichte-Gymnasiums Krefeld und des Schullandheims Burg Bischofstein hatte mit Kaffee und Kuchen zu einem Tag der offenen Burg eingeladen. Diese Gelegenheit nutzten Robert Müller (stellv. Vorsitzender) und Dieter Müller (Beisitzer) vom Förderverein zur Erhaltung der Burg Bischofstein e.V., um den „Burgherren“ einen Spendenscheck in Höhe von 45.000,- Euro zu überreichen. Die Bürgermeister der Ortsgemeinden Burgen, Richard Uhrmacher (1. Vorsitzender) und Hatzenport Albrecht Gietzen (Schriftführer) die ebenfalls dem Vorstand des Fördervereins angehören, konnten leider wegen anderweitiger Termine nicht teilnehmen. Die übergebene Spendensumme konnte im Rahmen einer Benefizveranstaltung (inkl. Spenden von Privatpersonen, Firmen und der Lotto-Stiftung), die im März diesen Jahres in der Stadthalle Münstermaifeld stattfand, erzielt werden. Martin Ritters (stellv. Vorsitzender) und Caroline Erben (Burgvögtin und Vorstandsmitglied) vom Förderverein des Fichte-Gymnasiums Krefeld bedankten sich für die überwältigende finanzielle Unterstützung.

Spezielle Wärmebehandlung ist nötig geworden

Im Jahre 2010 wurde im alten Gebälk der Burg ein Schädling (Hausbock) gefunden, der bereits weite Teile des Gebäudes befallen hatte und seitdem die Existenz des historischen Gemäuers bedroht. Die einzige Möglichkeit zur Bekämpfung der Hausbocklarven, die sich im Holz über mehrere Jahre bis zur Käferentwicklung satt fressen, ist eine spezielle Wärmebehandlung. Durch die hohen Temperaturen sterben die Käferlarven ab.

Die zur Bekämpfung notwendigen Maßnahmen haben Ende Juli unter Leitung des Krefelder Architekten Andreas Schlösser begonnen.

In fünf Abschnitten wurde nach und nach die gesamte Burg eingerüstet, mit einer speziellen Folie versehen und durch Wärmezufuhr schrittweise auf ca. 55° C im Kern erhitzt. Diese Wärmemaßnahmen werden von der Fachfirma IRT aus Lippstadt durchgeführt. Die Behandlung der ersten beiden Trakte um die burgeigene Kapelle ist bereits abgeschlossen, die Sanierung des dritten und größten Teils der Burg dauert voraussichtlich noch bis Mitte September an.

Mit dem Abschluss dieser Maßnahme ist jedoch die Renovierung von Burg Bischofstein noch lange nicht abgeschlossen. Um eine vollständige Erhitzung der Burg zu gewährleisten, war es notwendig, in einigen Zimmern die Bodenbeläge, die Deckenverkleidung sowie die Dämmung zu entfernen. Auch die Schieferverkleidung an den Außenmauern der Burg muss an einigen Stellen erneuert werden. Der Abschluss des Innenausbaus und die Wiederherstellung eines belegungsfähigen Zustands sind für Anfang Oktober geplant. Insgesamt werden sich die Kosten für die Sanierung und Instandsetzung der Burg auf ca. 430.000 Euro belaufen.

Zur Beschaffung dieser notwendigen Gelder haben der Förderverein sowie der Ehemaligenverein des Fichte-Gymnasiums Krefeld gemeinsam mit dem Förderverein zur Erhaltung der Burg Bischofstein e.V. Spenden gesammelt sowie Fördergelder bei Denkmalpflege und Land beantragt. Robert Müller rühmte die große Hilfsbereitschaft aller Beteiligten: „Hier berühren sich Maifeld und Mosel. Die gute Zusammenarbeit zwischen dem Fichte-Gymnasium und den angrenzenden Gemeinden bedeutet viel für den Tourismus und für die Lebensqualität unserer Mitbürger“.

Wer noch spenden möchte kann dies tun unter: Sparkasse Krefeld, Konto 262626.

Burg Bischofstein von der Moseluferstraße aus gesehen. Die Wärmebehandlung der befallenen Balken steht kurz vor dem Abschluss.
Sanierung der Burg Bischofstein fast abgeschlossen

Martin Ritters (rechts) und Robert Müller begutachten ein vom Holzbock zerfressenes Holzstück.

Burg Bischofstein von der Moseluferstraße aus gesehen. Die Wärmebehandlung der befallenen Balken steht kurz vor dem Abschluss.

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