Allgemeine Berichte | 08.10.2014

Weinfreunde „Königinnenwingert“ Oberfell e.V.

Schönes Leseergebnis durch Blitzaktion

Nach getaner Arbeit fand sich ein Großteil der Lesehelfer zu einem Gruppenbild zusammen.privat

Oberfell. Eigentlich wollten die Weinfreunde den Termin für die Traubenlese so früh festlegen, dass auch die Mitglieder und Paten rechtzeitig informiert werden können. Doch dann stellte Weinbauberater Klaus Schmitt (DLR Mosel) an ersten Trauben Essigfäule fest. Da schnelles Handeln von Nöten war, entschloss sich der Vorstand zu einer Blitzlese. Noch am gleichen Tag informierte Marion Christ die Mitglieder und Paten per E-Mail. Und so gelang es, dass etwa 25 Weinfreunde bereit standen, um die 2. Große Traubenernte im Oberfeller Königinnenwingert (Rosenberg) einzubringen.

Vorsitzende Gabi Christ und Schirmherrin Sonja Christ-Brendemühl (Deutsche Weinkönigin 2009/2010) begrüßten die Leser - darunter auch eine Delegation der befreundeten Lehmer Razejungen - im noch nebelumwallten Wingert herzlich. Klaus Schmitt erläuterte, wie man mit Essigfäule befallene Trauben sicher erkennt und ordnungsgemäß behandelt. Durch seinen frühen Rat und durch das schnelle Handeln war kaum Schaden entstanden. Ein Zuwarten von nur wenigen Tagen hätte zu einem großen Ernteverlust geführt.

Brachten die 1.100 Piesporter weiße Rieslingreben bei der Jungfernlese im vorletzten Jahr (3. Standjahr) noch weit weniger als 100 Liter Most, so waren es im letzten Jahr schon über 500 Liter. Dies erklärt sich damit, dass Reben im 3. Standjahr noch kaum Ertrag bringen und 2012 zudem eine große Einbuße durch Vogelfraß zu verkraften war. Dem Vogelfraß konnten die Weinfreunde nach 2013 auch in diesem Jahr mit dem Aushängen von Schutznetzen entgegenwirken. Zudem wacht der Hl. Urban seit April 2013 im selbst gemauerten Bildstock über den Königinnenwingert.

War das Moseltal zu Lesebeginn noch in eine Nebeldecke gehüllt, so ließ die Sonne den Wingert gegen Mittag in schönem Herbstlicht erstrahlen. Unter diesen Bedingungen ging die Arbeit schnell von der Hand. In weniger als drei Stunden waren alle Trauben gelesen. Nach der „Lese“ verbrachten die Weinfreunde noch eine gemütliche Zeit am Fuße des Wingerts bei einem guten Glas Wein und ließen sich die von Maron Christ und Ulrike Ackermann lecker zubereiteten Bratwürste schmecken. Gabi Christ bedankte sich bei den Lesehelfern für die Arbeit im Wingert und für die Unterstützung des Vereins. Die mehr als 390 Paten können sich über ein Fuder besten Mostes mit knapp 80 Grad Oechsle freuen und über einen Wein, der ein gutes Hochgewächs zu werden verspricht. Und der wird wieder fachlich, ordnungsgemäß und liebevoll vom Weingut Gabriele und Alfred Christ, Oberfell, hergestellt. Jetzt ist der Kellermeister am Zug und jetzt können sich alle Mitglieder und Paten auf Wein aus dem Königinnenwingert freuen.

Die Spitzenqualität des Königinnenweins 2013 und die gute Arbeit des Kellermeisters wurden vor wenigen Tagen im Rahmen der Landesprämierung mit der Silbernen Kammerpreismünze ausgezeichnet. Damit ist bestätigt, dass es sich um einen herausragenden Qualitätswein (Grand Cru-Lage) handelt, auf den die Weinfreunde und der Kellermeister auch ein wenig stolz sein können.

Das Procedere hinsichtlich der Ausgabe des Weins wird noch festgelegt und rechtzeitig bekannt gegeben. Die Weinflaschen werden geziert sein mit einem neuen Königinnenwein-Etikett, welches in Kürze vorgestellt werden kann.

Mehr Infos bei Gabi Christ (Vorsitzende, Tel.: 02605-84503) oder auch direkt bei Marion Christ, 02605-8192.

Nach getaner Arbeit fand sich ein Großteil der Lesehelfer zu einem Gruppenbild zusammen.Foto: privat

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