Bischof Ackermann spendet Jugendlichen im Dekanat Maifeld-Untermosel die Firmung
„Seien wir selbstbewusst in unserem Glauben“
Kattenes. Das Sakrament der Firmung hat Bischof Dr. Stephan Ackermann 27 Jugendlichen in der Kirche St. Anna in Kattenes gespendet. Derzeit ist der Trierer Bischof unterwegs auf Firmreise durch das Dekanat Maifeld-Untermosel und firmt in fünf Gottesdiensten über 200 Jugendliche. Die Firmbewerberinnen Christina Schrader und Lara Unschuld begrüßten Bischof Ackermann zu Beginn des festlichen Gottesdienstes in Kattenes, den auch Pfarrer Joachim Wagner mitfeierte. Musikalisch wurde der Gottesdienst durch eine Projektband mitgestaltet. Ackermann dankte den jungen Christen für ihre Bereitschaft, das Sakrament der Firmung zu empfangen. Es sei eine bewusste Entscheidung und ein Zeichen für den Glauben. Er appellierte an die Jugendlichen, ihre Herzen für Gott zu öffnen. Jetzt zu Beginn der Adventszeit heiße es „Macht hoch die Tür, die Tor‘ macht weit“ - damit sei jeder einzelne gemeint. Die jungen Leute hätten sich intensiv mit ihrem Glauben beschäftigt, vielleicht Dinge wiedergefunden, die sie vergessen hätten oder neue Aspekte kennengelernt. „Der Glaube macht das Leben nicht eng und miefig, er soll nicht einschränken und uns klein machen vor Gott. Im Gegenteil, die Begegnung mit Gott soll weit sein, unsere Perspektive auch für unsere Mitmenschen und die Welt um uns herum öffnen“, so Ackermann. Die Menschlichkeit sei dort in Gefahr, wo sich Einzelne aufspielten, sich vor andere setzten und sogar Gott spielten. „Der Name Gottes wird gerade derzeit allzu oft missbraucht. Bekennen wir deutlich und klar, zu welchem Gott wir stehen und seien wir selbstbewusst in unserem Glauben.“ Deshalb sei der Advent auch eine gute Zeit, um Gott einen Raum in eigenen Leben zu geben. „Gott sollte nicht nur in einem Kirchenraum Platz haben, sozusagen weit weg von dem eigenen Leben. Er sollte in unserer Welt ankommen.“ Die Zeiten seien angesichts der schlimmen Terroranschläge, Kriege und des Leids von Millionen von Flüchtlingen nicht einfach. Auch der Klimawandel stelle die Menschen vor große Herausforderungen. „Wir haben eine Verantwortung zu übernehmen, in unseren kleinen Taten in Familie, Freundeskreis oder Gemeinde, aber auch im größeren Umfeld. Auch daran sollten wir denken, wenn wir im Advent die Ankunft des Erlösers feiern.“
„Wir haben viel für unsere Gemeinschaft gelernt“
Ackermann hatte sich bereits vor dem Gottesdienst mit den 27 Firmlingen im Pfarrsaal unter der Kirche St. Anna getroffen. Im Gespräch berichteten die Jugendlichen von der Firmvorbereitung mit 14 Katechetinnen und Katecheten unter der Leitung von Gemeindereferent Rudolf Demerath. Die insgesamt 57 Jugendlichen aus der Pfarreiengemeinschaft Untermosel-Hunsrück hatten sich bei verschiedenen Treffen mit ihrem Glauben auseinandergesetzt und auch soziale Themen in den Blick genommen. „Zivilcourage“ hieß etwa das Projekt zweier Firmgruppen, die sich dazu unter anderem bei der Kriminalpolizei informierten. Ackermann fragte, ob sich durch die Firmung etwas für die jungen Leute verändere. „Wir haben viel für unsere Gemeinschaft gelernt, und auch neue Dinge über unseren Glauben erfahren. Und wir denken, dass so unsere Verbindung zu Jesus gestärkt wird“, erklärten die Jugendlichen.
Bischöfliche Pressestelle Koblenz
