Heimatverein Lehmen e. V.
Sonnenschein und lachende Gesichter
Das traditionelle Kapppellenfest fand im Zeichen des gemeinsamen Beisammenseins in Lehmen statt
Lehmen. In diesem Jahr war es wieder so weit: Der Heimatverein Lehmen e. V. lud zum Kapellchenfest ein. Bereits am Vortag wurde organisiert, aufgebaut und vor allem hoch zum Himmel gebetet: „Lieber Petrus, lass das Wetter besser werden?“. Als hätte dieser es gehört, brach am darauf folgenden Morgen die Wolkendecke auf und die Sonne begann für den restlichen Tag, zu scheinen. Traditionell startete das Fest mit einem gemeinsamen Gottesdienst, gestaltet von Toni Heidger, der als Urlehmerhöfer viele Erinnerungen mit dem Kapellchen verbindet. Daher ist es für ihn mehr als Ehrensache, an einem solchen Tag den Gottesdienst zu leiten. Der Kinder- sowie der Kirchenchor, geleitet von Nicole und Michael Fuxius, sorgten für den musikalischen Beitrag während der Messe. Anschließend standen für die Besucher leckere Speisen und gekühlte Getränke bereit. Ein Highlight zog die Besucher während des Tages an: „Mannis Backes“. Auf der Hofstelle von Lehmerhöfer Manfred Becker befindet sich ein alter noch backfähiger Backofen, der früher als Hauptbackstelle des landwirtschaftlichen Betriebes diente. Das Kapellchenfest wurde daher zum Anlass genommen, den Ofen wieder zu befeuern und wie zu Omas Zeiten Brot zu backen. Als Bäcker stand Gerhard Krechel aus Rüber in der Backstube. Dieser erklärte den interessierten Besuchern den Backvorgang im Backes. Mancher hatte Glück und konnte auch direkt beim Öffnen des Ofens den Bäckern über die Schulter schauen. Gerne verriet Herr Krechel den ein oder anderen Tipp über das Brotbacken. Bei so viel Begeisterung über das Backhaus war es daher auch nicht verwunderlich, dass die Brote nach dem Herausnehmen aus dem Ofen direkt verkauft wurden.
Doch dies sollte für den Tag nicht das einzige Highlight bleiben: Am Nachmittag sorgte Stefan Ostrominski für magisch komische Momente. Der Zauberer, der mit Tricks mutige Assistenten aus dem Publikum zu sich lockte, verstand es Klein und Groß zum Lachen und Staunen zu bringen. So steckte zum Beispiel auf magische Weise eine Fahrkarte auf einmal in einer Zitrone, wobei die
Karte eigentlich an anderer Stelle im Publikum verwahrt wurde: Einfach magisch.
Rundum war der gesamte Tag ein Erfolg, denn neben dem zu erzielenden Erlös zur Erhaltung der Kapelle, ging es an diesem Tag besonders um eines, das gemeinsame Beisammensein.
Von dem erzielten Erlös sollen zwei der Kapellenfenster restauriert werden.
