„Blick aktuell“ im Interview mit Udo Seifert, Trainer der SG Löf/Lehmen
Staffelsieger, Kreispokalsieger und Kreismeister - eine Erfolgsgeschichte
BLICK aktuell: Lieber Herr Seifert, herzlichen Glückwunsch zum Triple: Staffelsieger, Kreispokalsieger und Kreismeister. Mehr gab es in der vergangenen Saison nicht zu gewinnen. Wie ist Ihr persönliches Fazit zu der vergangenen Spielzeit?
Udo Seifert: Vielen Dank für die Glückwünsche! Ja, wir haben alle Ziele erreicht, die wir uns gesetzt haben. Neben dem Triple haben wir auch in der Fairness Tabelle mit 13 gelben Karten in 22 Pflichtspielen im Fußballverband Rheinland den ersten Platz belegt, das ist mir besonders wichtig. Der große Umbruch nach dem letztjährigen Abstieg war für Verein, Mannschaft und Fans ein gewagter Schritt. Im Rückblick kann man aber mit Fug und Recht behaupten, dass wir in der Gesamtsituation genau den richtigen Weg eingeschlagen haben. Mein besonderer Dank geht natürlich an die Mannschaft, die leidenschaftlichen und begeisternden Fußball gezeigt hat. Dabei war der Start mit der Integration der gestandenen Seniorenfußballer und den unerfahrenen Jugendfußballern eine besondere Herausforderung für mich als Trainer.
BLICK aktuell: An den Spieltagen konnte man aber auch rege Wanderbewegungen zum Alzbachstadion wahrnehmen. Ist das Interesse der Fans ebenfalls gestiegen?
Seifert: Ganz sicher sogar. Beim letzten Spiel um die Kreismeisterschaft waren 150 Menschen im Stadion. Die Atmosphäre bei den Spielen pusht die Jungs unheimlich. Durch die Heimstärke haben wir in unserer Arena 77 der 119 Tore erzielt. Bei den Spielen entwickelt sich eine positive Energie zwischen den Fans und der Mannschaft, die den Zuschauern regelmäßig besondere Spektakel mit tollen Kombinationen und vielen Toren bot. Aber auch bei den Auswärtsspielen im Winter in der hohen Eifel war ein harter Kern immer dabei. Das war schon toll, daher auch noch einmal ein besonderer Dank an die Fans. Im nächsten Jahr werden wir sie aber noch mehr brauchen.
BLICK aktuell: Zum Saisonstart gab es ja auch kritische Stimmen bezüglich des Einsatzes der Spieler aus dem A-Jugendbereich. Überforderung der Jugendlichen, Schwächung des Jugendbereichs waren die wesentlichen Argumente. Wie schätzen Sie die Situation heute ein?
Seifert: Schaut man strikt auf die Ergebnisse, gibt es nur eine Schlussfolgerung: Wir haben alles richtig gemacht! Im Seniorenbereich der SG Lehmen/Löf haben wir alles gewonnen, was zu gewinnen war, die Jugendlichen haben im athletischen Bereich enorm dazugelernt und mit den erfahreneren Spielern eine echte Einheit gebildet. Der jüngere A-Jugend Jahrgang konnte sich ebenfalls optimal entwickeln und qualifizierte sich als Zweiter der Bezirksmeisterschaft für die Relegation zur Rheinlandliga. Sie sind erst in der fünften Runde im Rheinlandpokal gegen die TUS Koblenz ausgeschieden.
Die B-Jugend hat sich übrigens ebenfalls für die Relegation qualifiziert. Ein toller Erfolg für die Jugendabteilung. Für mich hat die Jugendarbeit nach wie vor höchste Priorität, deshalb haben immer wieder Spieler aus meiner Mannschaft in der A-Jugend ausgeholfen. Hier werden unsere Talente von morgen ausgebildet. Mich hat ebenfalls gefreut, dass unsere Hunsrücker Partner in der JSG im Seniorenbereich die Relegation zur A-Klasse geschafft haben. Alles in allem konnten wir im Jugend- und Seniorenbereich allen Spielern ein attraktives Angebot machen, sich persönlich optimal weiterzuentwickeln.
BLICK aktuell: Geben Sie uns einen kurzen Ausblick zur neuen Saison. Dürfen wir auf weitere Erfolge und attraktive Spiele hoffen? Was wird sich ändern?
Seifert: Nun, wie sicher bekannt wird sich einiges ändern. Für die kommende Spielzeit haben wir eine neue SG gebildet. Zu den bisherigen Vereinen Löf/Hatzenport und Lehmen kommt Oberfell dazu. Es spielen drei Seniorenmannschaften in B,C und D-Klasse. Ich freue mich auf die neue Herausforderung und die Zusammenarbeit mit den Spielern. Wir hoffen natürlich an die Erfolge dieser Saison anknüpfen zu können, bis dahin ist aber noch einiges an Arbeit zu leisten. Für eines stehe ich aber mit meinem Namen, an der Art Fußball zu spielen werden wir nichts ändern. Es wird bei dem schnellen, passorientierten und offensiven Fußball bleiben. Ob wir in der B-Klasse ebenfalls so erfolgreich starten können, werden wir sehen. Das Team glaubt aber fest daran. Wir haben für uns einen Fünfjahresplan entwickelt, mit dem Ziel am Ende die Bezirksligareife der Mannschaft erreicht zu haben. Diesen Weg werden wir unbeirrt weitergehen. Die Leistungen in dieser Saison haben gezeigt, dass genügend Potenzial als Basis vorhanden ist. Jetzt braucht es Zeit die Dinge weiterzuentwickeln und mit dem nötigen Feinschliff zu versehen.
Wir hoffen, dass uns die Fans auf dem langen Weg treu begleiten werden.
BLICK aktuell: Vielen Dank für das Gespräch, wir drücken die Daumen für die kommende Saison.uwe
