Lokalsport | 14.04.2015

SG Dieblich/Niederfell

Steffen Pistono trifft und trifft

Ungefährdeter 4:0-Sieg gegen Türkgücü Bendorf

Nicht zu bremsen! Steffen Pistono erhöhte sein Trefferkonto auf 34 Saisontore.Michael Wald

Dieblich. Keine allzu hohe Hürde hatte die SG Dieblich/Niederfell am 21. Spieltag gegen den Tabellen-elften Türkgücü Bendorf zu überspringen. Bereits in der Anfangsphase machte sich eine deutliche Überlegenheit bemerkbar, die schnell zu gefährlichen Angriffen und vielversprechenden Torchancen führte. Die Gäste hingegen konnten sich kaum einmal freispielen, das gesamte Geschehen fand in ihrer eigenen Hälfte statt. Das erste zählbare Erfolgserlebnis der Dieblich/Niederfeller Bemühungen ließ folglich nicht allzu lange auf sich warten. In der 8. Minute wurde Philipp Volk auf die Reise geschickt, Volk ließ seinen Gegenspieler stehen, passte scharf und platziert nach innen und für Steffen Pistono blieb nur noch die dankbare Aufgabe, das Leder ins leere Tor zu schieben. Auch in den kommenden Minuten schnürten die Platzherren den Gast regelrecht ein, ließen den Ball schnell und kontrolliert durch die Reihen laufen und kamen im Minutentakt zu weiteren klaren Torgelegenheiten. Nachdem zuerst die ein oder andere vergeben wurde, rappelt es schon bald zum zweiten Mal im Bendorfer Kasten. Dieses Mal waren die Gäste aktiv daran beteiligt, denn eine scharfe Hereingabe von Martin Christ wurde von einem Abwehrspieler unglücklich ins eigene Netz abgefälscht. Und da sich die SG nun quasi freigeschossen hatte, ließ ihr Hauptkanonier zwei weitere Treffer folgen. Mit seinen Saisontoren 33 und 34 schraubte Steffen das Ergebnis weiter in die Höhe und mit diesem Stand ging es kurz darauf in die Kabinen.

Auch in der zweiten Halbzeit dominierte die SG das Geschehen

Eine einzige glasklare Einschussmöglichkeit fiel den Gästen auf den Fuß, aber mehr war für sie nicht drin. Auf der anderen Seite wurden beste Chancen überhastet vergeben oder von einem Klassekeeper ein ums andere Mal mit tollen Reaktionen zunichte gemacht. Deshalb gab es weder für die Mannschaft noch für ihre 70 Fans am Spielfeldrand ein zusätzliches Tor zu bejubeln. Mit einem hochverdienten 4:0-Sieg, der ohne weiteres auch 9:1 hätte lauten können, wurde die Partie vom souverän leitenden Schiedsrichter Henning Reif nach 90 Minuten abgepfiffen. „Das war eine klare Angelegenheit“, so SG-Trainer Jürgen Ebers, „vor allem in der ersten Halbzeit haben wir sehr guten Fußball geboten. Nicht zu vergessen, dass wir personell am unteren Limit sind, unter diesen Umständen gibt es nicht viel zu kritisieren.“

Ausblick

Das nächste Spiel findet am kommenden Sonntag, 19. April, um 14.30 Uhr bei der TuS Kettig statt. Kettig liegt auf Platz fünf und ist somit der unmittelbare Verfolger der SG Dieblich/Niederfell. Dort wird die SG eine härtere Nuss zu knacken haben, als gegen die harmlosen Gäste aus Bendorf. Kettig spielt übrigens auf dem Hartplatz in Urmitz Bhf., unter der Bahn.

Zwei Spiele binnen vier Tagen - zwei Niederlagen!

SV Untermosel II - SG II 4:0 (1:0).

Nicht ganz so gut lief es bei der SG II, musste sie doch binnen vier Tagen zwei Niederlagen hinnehmen. Beim Lokalderby in Kobern bot man an und für sich eine zufriedenstellende Leistung. Gegen eine sehr stark besetzte Gastgeberelf ließ man in der ersten Halbzeit nach dem frühen 0:1 in der 9. Minute nicht viel anbrennen. Zwar ging nach vorne nicht allzu viel, doch die Abwehr stand sicher, so dass sich Kobern sehr schwer tat. Die knappe Pausenführung war aber in Ordnung. Ähnlich wie die erste Halbzeit verlief weitestgehend auch die Zweite. Dem SV gelang nach 59 Spielminuten das 2:0. Danach kämpfte die SG vorbildlich, bis schließlich in der Schlussviertelstunde dem einen oder anderen die Luft etwas ausging. So konnten die Gastgeber in der 74. und in der 84. Spielminute noch zwei weitere Tore zum letztlich verdienten 4:0-Erfolg erzielen.

Für die SG II spielten: Etienne Hildner, Andreas Basche, Tobias Weber, Christoph Berens, Jan Bellinghausen, Philipp Dickhardt, Jens Weber, Christian Hain (75. Benedikt Koch), Lukas Hain (46. Manuel Dickhardt), Frank Kastor, Stephan Smers.

Gegen den FC Metternich hatte die SG II sich etwas mehr erhofft

SG II - FC Metternich III 0:5 (0:3).

Gegen den FC Metternich hatte sich die SG bei etwas Glück etwas mehr erhofft als eine weitere klare Niederlage. Doch als es nach zwölf Minuten durch zwei dumme Tore schon 0:2 stand, war die Partie fast schon gelaufen. Danach sahen die Zuschauer ein, diplomatisch ausgedrückt, dem Tabellenstand adäquates Spiel. Dabei waren die Gäste läuferisch und stellenweise auch spielerisch der SG überlegen. Dazu kam, dass man schon nach 22 Minuten mit Timo Gaumert den bis dahin stärksten SG-Akteur durch Verletzung verlor. Das Spiel plätscherte nun so dahin, ehe drei Minuten vor dem Halbzeitpfiff den Gästen das 3:0 gelang. Die zweite Halbzeit ist schnell erzählt. Metternich erhöhte nach 52 Minuten auf 4:0, obwohl es optisch nun etwas besser lief, bei der SG. Bezeichnend für diese Partie war allerdings, dass man erst nach 54. Spielminuten den ersten Torschuss für die SG verzeichnen konnte. Metternich spielte die Partie nun locker runter, unterbrochen nur durch das 0:5 eine Viertelstunde vor Schluss.

Vorschau

Am kommenden Sonntag, 19. April, spielt die zweite Mannschaft der SG beim Tabellensiebten SV Niederwerth II., Spielbeginn ist um 11 Uhr.

Der Hammer -

die SG steht im Pokalendspiel!

SG I - SV Anadolu Spor Koblenz 3:1 (1:1).

Zwar nicht nach Berlin, wie die Mannschaft nach ihrem tollen Erfolg gegen den A-Ligisten Anadolu Spor Koblenz skandierte (Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin), sondern „nur“ nach Höhr darf die erste Mannschaft der SG am Mittwoch, 20. Mai fahren. Dort trifft sie dann im Endspiel um den Kreispokal auf den gegenwärtigen Tabellenführer der Kreisliga A, den TuS Immendorf. Im Spiel gegen Anadolu zeigte die SG von Beginn an eine voll konzentrierte Leistung. Und wahrlich nicht nachteilig war die frühe 1:0-Führung für die SG, als Philipp Volk einen Klassepass von Steffen Pistono nach sieben Minuten perfekt verwerten konnte. Nun lief das Spiel der SG auf Hochtouren. Anadolu bekam keinen Zugriff auf diese Partie und konnte sich sogar bei seinem Torhüter bedanken, dass es auch nach 30 Minuten nur 1:0 stand. Die Abwehr der SG stand sicher, das Mittelfeld hatte eindeutig die Spielkontrolle und der Angriff stürzte die Gästeabwehr von einer Verlegenheit in die andere. Dass es dann nach dem ersten gelungenen Angriff der Gäste durch einen überlegten Heber nach 39 Spielminuten plötzlich 1:1 stand, das überraschte Anadolu genauso wie die gut 150 Zuschauer, eine Wahnsinnszahl, für die man sich nur bedanken kann. Doch die SG war keine Sekunde geschockt, spielte weiter nach vorne, musste sich aber zur Pause mit dem Remis zufrieden geben. Unmittelbar nach dem Beginn der 2. Halbzeit sorgte Steffen Pistono mit einem herrlichen Fernschuss, den der Gästekeeper aber ebenso gekonnt parierte, für den Startschuss in weitere tolle 45 Minuten. Der Höhepunkt folgte dann in der 59. Spielminute, als Philipp Volk mit einem phantastischen Fallrückzieher die SG erneut in Führung brachte. Vier Minuten später fiel dann die Vorentscheidung. Pierre Luthin wurde im Strafraum gefoult und Tobias Jung verwandelte den folgenden Strafstoß sicher zum 3:1. Danach kontrollierte man die Partie und lies nichts mehr anbrennen. Auffallend, dass man nicht nur spielerisch, sondern auch konditionell den Gästen eindeutig überlegen war. So war nach dem Schlusspfiff der Jubel natürlich riesengroß, und das Fußballspiel ging dann nahtlos in eine Partie mit Spielern, Betreuern und Fans über.

Fazit: Überzeugender kann man wahrlich nicht in ein Pokalendspiel einziehen. Wie man den eine Klasse höher angesiedelten Gegner beherrschte, das war schon beeindruckend. So ist selbst noch das i-Tüpfelchen, sprich der Pokalsieg möglich. Und eines sollte bei diesem Pokalspiel nicht unerwähnt bleiben, nämlich die fehlerlose und Klasseleistung des Schiedsrichtergespanns. Die Dame und die beiden Herren waren ein Musterbeispiel dafür, wie unaufgeregt und trotzdem konsequent man ein Spiel leiten kann. Einfach nur stark.

Die Aufstellung: Stephan Häs, Tobias Jung, Jannik Schmieg, Luca Dahlem, Niklas Pistono, Mar-tin Christ, Michael Perscheid (14. Marco Nisius), Pierre Luthin, Steffen Pistono, Philipp Volk (79. Philipp Schuster), Marvin Etzkorn.

Nicht zu bremsen! Steffen Pistono erhöhte sein Trefferkonto auf 34 Saisontore.Foto: Michael Wald

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