SG Dieblich/Niederfell - 1. Fußballmannschaft – Kreisliga B Koblenz
„Wir sind auf einem guten Weg!“
Jürgen Ebert, Trainer der SG Dieblich/Niederfell, mit einem Blick auf die laufende Saison
Dieblich/Niederfell. Die neue SG Dieblich/Niederfell hat ihren ersten Teilabschnitt der Saison bis hin zur Winterpause absolviert. Trainer Jürgen Ebert äußert sich über Erwartungen und Hoffnungen für die restliche Spielzeit.
Jürgen Ebert, wie fällt Ihr Résumé über den bisherigen Saisonverlauf aus?
Ebert: „Ich denke, man kann ihn als gelungen bezeichnen, er hätte aber durchaus noch besser sein können. So waren zum Beispiel die Schwierigkeiten im Auftaktspiel mit dem großen Erwartungsdruck seitens des Umfelds verbunden. Wenn rund 200 Zuschauer an der Seite stehen wie bei der Niederlage gegen Kesselheim, ist das für etliche Spieler doch ein ganz neues Gefühl. Aber wir haben uns recht schnell eingewöhnt und unseren Stil gefunden, was der momentane dritte Tabellenplatz ja auch beweist. Mit den Auftritten im Kreispokal können wir sogar mehr als zufrieden sein. Ich glaube, Dieblich oder Niederfell haben schon lange nicht mehr in diesem Wettbewerb überwintert. Bei einem weiteren Sieg steht die SG dann sogar in der nächsten Saison im Rheinlandpokal.“
Was war bisher gut, was muss noch verbessert werden?
Ebert: „Gut ist natürlich unsere aktuelle Serie und der Einzug in das Viertelfinale im Pokal. Auch, dass wir mit 68 Toren die treffsicherste Mannschaft der Liga sind, ist erwähnens- und lobenswert. Ein 17:0 und ein 12:0 werden nicht nur einfach mal im Vorbeigehen erzielt. Dafür muss man selbst gegen die Reinhardts Elf 100 Prozent geben, und das hat die Mannschaft vorbildlich getan. Den Zuschauern haben wir so oft auch ein Spektakel geboten. Aber auch die Zuschauer haben der Mannschaft Vieles zurück gegeben. Sowohl in den Heim- als auch in den Auswärtsspielen gab es immer eine ordentliche Kulisse.
Verbessern müssen wir die Anzahl der Gegentore, obwohl man sagen muss, dass wir gar nicht so viele Chancen zulassen. Aber trotzdem muss hier jeder, angefangen vom Stürmer bis zum Verteidiger, an der Verhinderung von Gegentoren einen noch größeren Aufwand und Einsatz betreiben.“
Gibt es Spieler, deren Leistung besonders hervorzuheben ist?
Ebert: „Hervorheben möchte ich eigentlich keinen Spieler. Alle haben ihren Beitrag zum jetzigen Tabellenplatz geleistet. Meiner Meinung nach sind wir auch nicht so abhängig von einem einzigen Akteur, wie es vergleichsweise unser Konkurrent VfL Kesselheim von Robin Reichert ist.“
Welche Ziele und Erwartungen sind an die Rückserie nach der Winterpause geknüpft?
Ebert: „Man sollte ja im Leben bzw. im Sport immer Ziele haben. Die haben wir auch für 2015. Nachdem es für die erste Halbserie galt, zusammen zu finden, steht für die Rückrunde im Vordergrund, unsere Serie von neun Spielen ohne Niederlage fortzusetzen. Getreu dem Motto von Sepp Herberger, „Das nächste Spiel ist immer das schwerste“, werden wir jeweils nur auf den aktuellen Gegner schauen und mit dem Ziel in das Spiel gehen, es zu gewinnen. Platz zwei und damit den Aufstieg haben wir zwar nicht mehr in der eigenen Hand, aber „schaun mer mal“, was am Ende dabei raus kommt.“
Was müssen Trainer und Mannschaft dafür tun?
Ebert: „Um die Ziele in Meisterschaft und Pokal zu erreichen, muss die Mannschaft weiter hart an sich arbeiten. Als ich im Sommer als neuer Trainer kam, hat sich jeder Spieler von seiner besten Seite zeigen wollen. Jetzt muss ich dafür sorgen, dass sich die Spieler nicht wieder zurücknehmen, wie etwa: ’Der Trainer weiß ja, dass ich es kann!‘ Sie müssen es auch zeigen und dies möglichst in jedem Training. Um den Konkurrenzkampf etwas zu verschärfen, habe ich jetzt Philipp Schuster aus der 2. in die 1. Mannschaft geholt. Philipp hat sich mit sehr guten Leistungen aufgedrängt und ich bin mir sicher, dass er diese Leistung auch in der Ersten bestätigen wird. Des Weiteren muss an der Integration aller, der sportlich-administrativen Leitung, des Trainers und der Spieler zu einer Einheit gearbeitet werden. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen.“
Zum Schluss, wie beurteilen Sie Ihre persönliche Situation als SG-Trainer?
Ebert: „Im Großen und Ganzen fühle ich mich wohl. Dass eine Findungsphase immer auch etwas Reibung mit sich bringt, ist normal. Ich denke, die Mannschaft respektiert und akzeptiert mich und arbeitet auch gerne mit mir zusammen. Jetzt gilt es, weiter an einem Strang zu ziehen, und ich versuche natürlich, in die Richtung zu lenken, die ich für die Beste halte. Das Arbeiten macht am meisten Spaß, wenn alle Spieler zum Erfolg beitragen wollen.“
