Klassik am Sommerabend
Wunderbare Melodien mit dem Vokalquartett „Amabile“
Kobern-Gondorf. Das Vokalquartett „Amabile“ hatte im Rahmen der Reihe „Klassik am Sommerabend“ zu dem Thema „Liebesbande“ in die Matthiaskapelle in Kobern-Gondorf eingeladen.
In seiner Begrüßung stellte Heiko van de Sand den sehr zahlreich erschienen Zuhörern die Frage: Was kann es Schöneres geben als über die Liebe zu singen? Mag vielleicht bei dem einen oder anderen Besucher da noch ein kleiner Zweifel gekommen sein, so räumten die vier Sänger diesen schnellstens aus. Mit großer Begeisterung trugen sie Liebeslieder von verschiedenen Komponisten vor. Egal ob das von Joanna Weissner in tiefer Inbrunst ausgeführte Stück „Von ewiger Liebe“ von Johannes Brahms oder „Der Kuss“ von Ludwig van Beethoven mit Leidenschaft von Heiko van de Sand interpretiert, alle Stücke erbrachten eindeutig den Beweis, dass es wunderbar ist, von der Liebe zu singen.Feurig auch dargeboten wurde „Seguidilla“ aus Carmen von Marion van de Sand. Mit wem die Liebe am schönsten ist besang der Tenor Wolfgang Kröber mit sichtlicher Freude in dem Stück „Ich knüpfte manche zarte Bande“ aus dem Bettelstudent. Auch Ohrwürmer wie „Dunkelrote Rosen“ oder „Meine Lippen, sie küssen so heiß“ fehlten nicht. Sehr einfühlsam und berührend erklang vor der Pause „Ich bin geliebt“ von Robert Schumann gesungen von allen vier Solisten, die an diesem Nachmittag sich in Bestform präsentierten. Dabei wurden sie perfekt von dem Pianisten Eberhard Nöst begleitet, der wie im Vorjahr auch mit solistischen Beiträgen erfreute. Mit von der Partie war auch die junge Geigerin Sophie Vallendar, die nach dem Stück „Czardas“ lang anhaltenden Applaus bekam. Zum Schluss gab es noch „Wiener Walzerklänge“ aus Wiener Blut, bei denen der mittlerweile von den wunderbaren Melodien schon sehr beschwingte Zuhörer am liebsten getanzt hätte. Nach so einem gelungenen Liederabend gab es natürlich noch eine Zugabe. Mit dem lustigen Stück „Ja, die Liebe“ aus der Czardasfürstin verabschiedete das Vokalensemble „Amabile“ die Zuhörer, die kaum glauben konnten, dass schon zwei Stunden vorbei waren. Alle waren sich einig, das ist ein Termin, den man sich für nächstes Jahr merken sollte.
