Fünfter Enduro-Marathon des MSC Dreckenach
Zwei heiße, staubige Tage in der Kaul
Dreckenach. Hitze, Staub, Schweiß und der Lärm der Enduros prägten den fünften Enduro- Marathon, den der MSC Dreckenach am vergangenen Wochenende ausrichtete. Zu bewältigen war eine Strecke von sechs Kilometern, die durch anspruchsvolles Gelände führte, wobei auch mehrere Waldstücke durchquert werden mussten. Es ist die Trainingsstrecke des Clubs - die Kaul - zwischen den Feldern hoch über der Mosel.
Beim Rennen wird auf Zeit gefahren, außerdem gibt es Punkte für Sonderprüfungen bei der Bewältigung in unterschiedlichem Gelände wie Sandboden, Wald, Steilauffahrten, Steinfelder und Trialeinlagen. Es waren zwei Tage mit sieben Stunden Fahrtzeit, wobei in drei Rennen von jeweils zwei Stunden Punkte gesammelt werden mussten, um ins Finale zu gelangen. Die Besten aus den drei Läufen qualifizierten sich für das einstündige Finalrennen, dem „Never come back“-Lauf, der extrem hart war.
Da war Kondition gefragt, denn die hochsommerlichen Temperaturen und das Gewicht der Enduros verlangten ein enormes Durchhaltevermögen, oft mobilisierten die Fahrer ihre letzten Kräfte. Dabei war nicht unbedingt die Schnelligkeit von Vorteil, sondern Taktik, Kondition und Fahrerkönnen führten zum Sieg.
Von insgesamt 27 Teilnehmern kam der Fahrer mit der Startnummer 27 als Erster ins Ziel: Manuel Günster schaffte fünf Runden und war um 15.00.42 Uhr am Ziel. Ihm folgte die Startnummer elf, Thomas Klein vom MSC, er beendete seine Fahrt um 15.02.24 Uhr. Knappe zwei Minuten später fuhr Thomas Jahnen, Startnummer 34, ins Ziel. Vom MSC nahmen außerdem noch teil: Matthias Richter (Platz zehn), Peter Anger (Platz 13), Stefan Reinert (Platz 19), Maik Jakob (Platz 23) und Mike Wienand (Platz 25). Richter war zugleich mit 50 Jahren der älteste Fahrer mit einer respektablen Platzierung.
Einen besonderen Akt der Fairness zeigte Wienand, als bei Anger das Kettenschloss riss. Er wusste zu diesem Zeitpunkt, er würde die vorgeschriebenen Runden nicht schaffen, da die Hitze ihren Tribut forderte. Auf der Strecke baute er sein eigenes Kettenschloss ab und half Anger beim Einbau an dessen Enduro. Anger, der bis dahin auf Platz zwei lag, schaffte es immerhin noch, das komplette Rennen zu absolvieren.
Der MSC Dreckenach gründete sich am 1. November 1967. Es waren drei bis vier Mopedfahrer, die an den Wochenenden gemeinsam Ausflugsfahrten machen wollten. Anfangs trafen sich die Mitglieder freitags in der „Bachschenke“ in Dreckenach, dem späteren Clublokal. Schnell stieg die Zahl der Mitglieder, die ersten Arbeiten in der alten Kiesgrube Dreckenach begannen. Damit war ein Clubgelände gefunden: die Kaul. Jahrelanges hartes Training brachte die motorsportlichen Erfolge.
Der Begriff „Enduro“ spiegelt den Charakter dieser Sportart wieder. Zusammengesetzt ist er aus dem spanischen Wort „duro“ für hart und dem englischen „endurance“ für Ausdauer. Dass sie hart und mit Ausdauer kämpfen können, bewiesen die Teilnehmer des fünften Enduro-Marathons in Dreckenach. Informationen rund um den Endurosport und Ansprechpartner sind zu finden unter www.msc-dreckenach.de.
