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Zuflucht“ e.V. Förderverein für das St. Joseph’s Hospiz in Südindien

-Die Körpertambura - Klangtherapie bei Sterbenden

Dr. Cordula Dietrich berichtet über ihre erste Begegnung

-Die Körpertambura -
Klangtherapie bei Sterbenden

Dr. Cordzula Dietrich bei der Anwendung des Instruments bei einer kranken Inderin. Foto: privat

06.06.2014 - 14:10

Sinzig/Dindigul(Südindien). Im Januar 2010 besuchte ich das St. Joseph´s Hospiz in Dindigul (Südindien) zum ersten Mal.

Ich war von einer befreundeten südindischen Ärztin eingeladen worden, auf einer internationalen Konferenz am Fatima College in Madurai einen Vortrag über Musiktherapie und Entspannungsverfahren mit der Körpertambura zu halten. Das Instrument war 2005 von dem Berliner Instrumentenbauer B. Deutz entwickelt worden. Als psychotherapeutisch tätige Ärztin hatte ich während eines berufsbegleitenden Musiktherapiestudiums die Körpertambura kennengelernt und war von den umfangreichen Einsatzmöglichkeiten des Instrumentes äußerst angetan. Nach und nach fand die Körpertambura einen eigenen Platz in meiner therapeutischen Arbeit (Jahrbuch Musiktherapie, Bd. I, 2005, Deutz/Dietrich).

Dr. S. Kakuko Lopoyetum, der im Auftrag der Gandh-Universität in Dindigul ebenfalls einen Vortrag auf der Konferenz am Fatima College hielt, sprach mich nach Abschluss der Veranstaltung an, er kenne ein Hospiz ganz in der Nähe von Madurai.

Die Kranken und Sterbenden, die dort untergebracht seien, könnten bestimmt auch sehr von der Wirkung dieses heilsamen Klangs profitieren. Seine Schilderungen über das St. Joseph´s Hospiz in Dindigul ließen mich aufhorchen. Es sei ein Ort, wo etwa 320 obdachlose und sterbende Menschen Zuflucht finden könnten. Father Thomas, ein katholischer Priester, habe es 2006 gegründet. Gleich am nächsten Tag fuhr ich dorthin, ungefähr eine Autostunde von Madurai entfernt. Das Hospiz liegt umgeben von Palmwäldern mitten in malerischer Natur. Im Hospizgarten spenden Bananenpflanzen und Palmen angenehmen Schatten. Die erste Begegnung mit den Menschen im St. Joseph´s Hospiz berührte mich tief. Hierher werden obdachlose schwerkranke und sterbende Menschen zu Father Thomas gebracht, nachdem die Polizei, Passanten oder Ärzte aus den Krankenhäusern mit dem Hospiz Kontakt aufgenommen haben. Es sind psychisch kranke und schwer verwundete Menschen verschiedensten Alters, manche kurz vor ihrem Tod. Sie erfahren im Hospiz liebevolle menschliche Zuwendung, werden mit frischen Kleidern, einem sauberen Bett und regelmäßigen Mahlzeiten versorgt. Manche können das Hospiz nach einer Weile wieder verlassen, andere bleiben oft für lange Zeit oder versterben.

Father Thomas führte mich nach unserer Begrüßung zu einer im Sterben liegenden Frau mittleren Alters, die unter schweren Bauchschmerzen litt. Ich legte die Körpertambura neben sie und spielte leise die 28 Seiten des Instrumentes an, sodass sich ein sanfter Klangteppich über sie ausbreitete. Wir konnten gemeinsam beobachten, wie sich die Atmung der Patientin allmählich beruhigte und sich ihr Körper entkrampfte. Sie verstarb am folgenden Tag friedlich. Die positive Erfahrung, mit dem Klang der Körpertambura die Beschwerden dieser Sterbenden lindern zu können, gab den Anstoß zu einer Studie am St. Joseph´s Hospiz, die zeigen sollte, ob der Klang der Körpertambura auch anderen Patienten im Sterbeprozess hilfreich sein könnte. Sie wurde von mir in Kooperation mit der Gandhi-Universität im Januar 2011 und Januar 2013 durchgeführt.

Die Ergebnisse sollen Ende des Jahres im „Indian Journal of palliative Care“ veröffentlicht werden. Im Lazarushospiz in Berlin wurde zum gleichen Thema in den letzten Jahren eine Studie durch die Charité durchgeführt (www.biomedcentral.com/1472-684X/13/18). Beide Studien zeigen eine positive Wirkung des Klangs auf das allgemeine Wohlbefinden sterbender Menschen.

Die Körpertambura soll zukünftig auch im St. Joseph’s Hospiz zur Sterbebegleitung zur Verfügung stehen. Es ist geplant, einige Schwestern des Betreuungsteams zukünftig musiktherapeutisch auszubilden.

Nach meiner Rückkehr nach Deutschland regte ich die Gründung des Fördervereins "Zuflucht e.V." zur wirkungsvollen und nachhaltigen Unterstützung des beeindruckenden menschlichen Engagements von Father Thomas und seinem Team an.

Wenn jemand spenden möchte: „Zuflucht e.V.“ IBAN: DE70 5775 1310 0000 1899 77, Kontakt: Christine Schallenberg, Tel. (0 26 42) 4 34 20.

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Müntefering hat Recht: „Macht die Kommunen stark“ Franz Müntefering hat beim Jahresempfang der SPD in Sinzig etwas Wahres gesagt: „Macht die Kommunen stark!“ und dazu dann die Aufforderung die Angebote zu verbessern, unter anderem auch die Versorgung der älteren Mitbürger. Eine Antwort seitens der Kreis-SPD darauf gibt es nicht. Genauso verhält sie sich im Rahmen der Kreis - Haushaltsberatungen, wenn es darum geht, Landeszuschüsse anzufordern, die das Land den Kommunen nicht weiterleitet bzw. vorenthält. Das „Starkmachen“ der Kommunen wird bei dieser Landesregierung nicht funktionieren. Das hat selbst der Landesrechnungshof unterschwellig eingesehen. Vielleicht prüft er ja zukünftig auch die Haushaltswirtschaft der Landesregierung, so die Deutung einer Aussage in einem Schreiben an die FWG. Auch die Neueinstellung eines Direktors/Direktorin beim Landesrechnungshof, mit der Aufgabe zur Prüfung der Haushalts- und Wirtschaftsführung des Landes, könnte ein Zeichen sein. Noch besser wäre es jedoch, wenn die Kreis-SPD mal eigenständig in Mainz vorspricht und Verbesserungen anmahnt. Sie hat ja jetzt einen Anlass. Jochen Seifert, Fraktionssprecher der FWG im Kreistag Ahrweiler

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Stefan Knoll:
Ganz schlimm, was Demos e.V. auf Facebook über die Machenschaften der AfD im Westerwald aufdeckt. Bei der AfD im Westerwald findet man Rassismus und Antisemitismus. Ganz übel.
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben:
Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant.
Karsten Kocher:
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B. Roß:
Hoffentlich werden dann auch wenigstens die Bäume abrasiert. Die sind sowieso den Radfahrern nur im Weg und wenn man sich die mal genau anschaut, sind die sicher auch krank. Derartige Bäume sind nämlich immer krank - das weiss man.
Marcel Iseke:
Die "jetzigen gefährlichen Einfahrten" sind dann nicht mehr gefährlich? Der Radweg muss einfach komplett freigegeben werden, für die Sicherheit unserer Fahrradfahrer, der Reduzierung des PKW Verkehrs, mehr Bewegung im Alltag, CO2 Reduktion und und und. Keine halben Sachen!!
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