36. Dorffest Bad Bodendorf
36. Auflage des Dorffestes - Erlös geht an die Grundschule
Auf der Fetenmeile wurde der „Badezusatz“ gefeiert - bunte Festchemie stimmte für außergewöhnliche Dorffete
Bad Bodendorf. Auf der Fetenmeile Hauptstraße inmitten der Fachwerkkulisse feierten die Bad Bodendorfer am Samstag die 36. Auflage ihres Dorffestes. Bei allerbester Stimmung, denn seit Freitag steht fest, dass der Ort wohl sein Bad im Namen behalten wird.
Dies hatte Landrat Jürgen Pföhler am Freitag im nostalgischen Thermalbad bekannt gegeben.
„Liebe Bad Bodendorferinnen und Bad Bodendorfer“, der Landrat hatte richtig betont und wurde bereits an dieser Stelle von frenetischem Applaus unterbrochen. „Ich höre sie wissen bescheid“, wünschte der Kreischef beim traditionellen Fassanstich ein Fest bei bester Laune.
Ortsvorsteher Alexander Albrecht, in Personalunion ja auch geborener Chef des Dorffeststauschusses lobte die große und engagierte Helferschar und begrüßte Staatssekretärin Beate Reich, MdL Guido Ernst, Bürgermeister Wolfgang Kroeger, Beigeordnete Charlotte Hager und Pastor Achim Thieser.
Vielseitiges Programm ließ keinen Platz für Langeweile
Das Dorffest glänzte auch in seiner 36. Auflage mit einer ganz bunten Festchemie. Da gab es auf der einen Seite viele Angebote für die kleinen Besucher. Die beteiligten sich eifrig am großen Flohmarkt, der in der Hauptstraße dem Festgeschehen vorgelagert war. Und die Grundschule und die Kita Max&Moritz hatten im Hof der ehemaligen Volksbank die Kinderburg aufgebaut. Vom Dosenwerfen bis Kinderschminken gab es reichlich Angebote und viele Spiele. Mitten auf der Fetenmeile ging es für die kleinen am großen Kletterturm auch ganz hoch hinauf.
Delikatessen zum Essen und Trinken
Kulinarisch ließ das Dorffest keine Wünsche offen. Die Angler servierten frisch geräuchert Forellen aus der Ahr, legendär die kleinen Fleischspießchen mit Knoblauch-Soße, über die Dorfgrenze als „Miese Griller“ bekannt. „Rievkooche“ gab es bei der SPD und ein leckeres Kölsch dann bei der KG Rievkooche. Fast alle Dorfvereine über die Junggesellen und Sänger bis hin zum Heimat- und Bürgerverein waren ins Zapfen Ausschenken und Servieren eingebunden. Dies galt auch für die Möhnen, deren große Kaffeetafel in rasantem Tempo ausverkauft war.
Interessant für Besucher wie Einheimische waren die Einblicke in die Höfe. Ganz malerisch präsentierte sich der Schefferhof und offerierte gleichzeitig französische Spezialitäten. Im Simons Hof sind seit vielen Jahren die Künstler von Bad Bodendorf kreativ mit ihren Werken zu sehen.
Und beim Dorffest wird es mehr und mehr informativ. Die Sinziger Initiative für Fair Trade war ebenso präsent, wie die Bad Bodendorfer Unternehmer, die Freunde des Thermalbades oder der Heimat und Bürgerverein mit Informationen über den Rundweg der Düfte und der Initiative für die Erhaltung der Streuobstwiesen.
Kein Dorffest ohne ganz breites Unterhaltungsangebot. Dafür sorgte ein Nonstop-Programm auf beiden Bühnen, die die Fetenmeile begrenzten.
Zum Fassanstich gehören die Sänger der Eintracht einfach dazu. Dicht umlagert war die Hauptbühne am Nachmittag dann bei den fantasievollen Tanzdarbietungen der Kita und der Grundschule. Aber auch bei den Tanzdarbietungen der Bad Bodendorfer Tanzgruppen „Blue Berrys“, „Blue Stars“ und „Blue Velvet“. Für den richtigen Sound am Abend sorgte DJ Buddy.
Die kleine Bühne am Pfarrheim gehörte am Nachmittag den Sankt Sebastianus Bläsern und dem Spielmannszug Blau-Weiß. Am Abend gab es dann Rockklassiker auf die Ohren. Dafür sorgten „Bad New`n`R“.
Tombola für den guten Zweck
Leben und Schwung ins Dorffestgeschehen brachte die große Tombola der Feuerwehr. Wehrchef René Schmitt entwickelte beim Losverkauf ein sehr humorvolles Direktmarketing. Obwohl sich eigentlich, immer da wo er auftauchte, direkt Schlangen bildeten.
Schön bei der Tombola: Die Beute konnte sofort im Pfarrheim abgeholt werden und die Lose waren immer ausverkauft.
Das Wetter präsentierte sich von bester Altweibersommerqualität mit viel Sonne. Entsprechend groß war der Besucherandrang. Mit Einbruch der Dunkelheit wurde es auf der Fetenmeile richtig gemütlich. Es gab viele Ecken und Plätze, wo sich ein kühles Blondes und ein Roter von der Ahr samt einem umfassenden Plausch genießen ließen.
Das Dorffestprinzip: „Aus dem Dorf für das Dorf“ - von Beginn an sind die Erlöse aus dem Dorffest auch dem Dorf zugute gekommen. Der Brunnen auf dem Dorfplatz (1983) sowie der historische Weinberg am Bahnhof (1994) sind Beispiele für die Verwendung der Festerlöse. „Wir für unsere Kinder“ hieß es in diesem Jahr.
Der Erlös des diesjährigen Dorffestes wird an die Grundschule weitergeben. Im Rahmen der betreuenden Grundschule werden dort eine neue Küche und eine kleine Mensa eingerichtet.
Wie in jedem Jahr so auch diesmal gab es große und kleine Kürbisse.
Auch wieder mit von der Partie - die Oldie Traktoren.
