Politik | 15.06.2015

Leserbrief

Am Sinziger Ahrufer: Grünes Herz oder lauter Kommerz?

Sinzig. Mit dem Freiwerden des ehemaligen Rickgeländes zwischen Ahrufer und Dreifaltigkeitsweg stehen die politisch Verantwortlichen in Sinzig vor wichtigen Entscheidungen, die die zukünftige Entwicklung der Kernstadt auf Jahrzehnte hin ganz entscheidend - zum guten oder schlechten - prägen werden. Wollen wir dort, in unmittelbarer Nähe zum Landschaftsschutzgebiet Ahrufer und mehreren Schulen und Kindergärten, ein groß dimensioniertes Einkaufzentrum mit öden Parkflächen und Hallenfertigbau-Zweckarchitektur? Oder wollen wir dort die Chance nutzen, Sinzigs einziges zentrumnahes Naherholungsgebiet, das Ahrufer, zu einem attraktiven parkähnlichen Gelände weiterzuentwickeln, das sich wie ein grünes Band an der Ahr entlang von Sinzigs östlichen Stadtteilen bis nach Bodendorf erstreckt? Dazu bedarf es nicht viel Aufwand, denn das meiste ist ja glücklicherweise bereits vorhanden: Das Landschaftsschutzgebiet reicht von Osten her bis zur Eisenbahn- und B 9-Brücke über die Ahr und erfährt nach Westen hin bis zum Ahrsteg zwischen Schulgelände und Sportplatz eine passende Ergänzung mit parkähnlichem Baum- und Strauchbestand. Diesen Bereich nun bis zur Ahrbrücke an der Kölner Straße auszuweiten, könnte durch eine Renaturierung jenes Teils des Rickgeländes erreicht werden, der unmittelbar an das Ahrufer grenzt (während zum Beispiel der größere Teil des Geländes für hochwertige Wohnbebauung bereitgestellt werden könnte). Demgegenüber würde der Bau eines Einkaufszentrums an dieser Stelle (für den es im Übrigen gar keinen Bedarf gibt, weil Sinzig in dieser Hinsicht gut versorgt ist) die Chance eines durchgehenden grünen Bandes entlang der Ahr für immer zerstören. Die von der Kölner Straße parallel zur Ahr geplante Zufahrtsstraße wäre ein brutaler Eingriff in die Natur, dem nicht nur alter Baumbestand zum Opfer fiele, sondern der wegen des unvermeidlichen Verkehrslärms und der Autoabgase jegliches Vergnügen eines Spaziergangs an der Ahr vergällen würde, ganz abgesehen von der Verschandelung des jetzt noch vorhandenen schönen Ausblicks von der Uferpromenade auf das Sinziger Schloss und die Koisdorfer Höhe. Dieser besondere Ort an der Ahr ist viel zu kostbar, um ihn kommerziellen Interessen zu opfern. Sinzig braucht an dieser Stelle keinen Kommerz, sondern hier schlägt sein grünes Herz! Stellen wir sicher, dass dies auch in Zukunft so bleibt!

Richard Volk, Sinzig

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