Mundartkreis Sinzig unterwegs in Bacharach
Auf Nostalgiefahrt
Sinzig. Zu einer Schiffstour besonderer Art auf dem Rhein hatte der Sinziger Mundartkreis eingeladen. Zunächst brachte der Bus die Reisegesellschaft nach Koblenz und von hier ging die Fahrt mit dem Raddampfer weiter nach Bacharach. Allein schon das Aussehen des Schiffes mit seinen seitlichen Schaufellrädern, mit denen das Schiff angetrieben wird, weckt Erinnerungen an guten alten Zeiten der Dampfschifffahrt. Allerdings vermittelt das heutige Schiff nicht mehr uneingeschränkt das Fahrgefühl von 1913, als die erste Goethe in Dienst gestellt wurde. Damals war die Goethe ein mit Kohle befeuertes Dampfschiff, das bis zu 1.660 Fahrgäste befördern durfte. Nachdem die Goethe im Oktober 2008 das letzte Mal im Plandienst unter Dampf und dicke Rauchwolken ausstieß, wurde sie umgebaut und der Antrieb auf Dieselmaschinen umgestellt. Auch das Innere des Schiffes erinnert nicht mehr an die Zeit von 1913, da durch Umbau und Modernisierungsmaßnahmen die Ausstattung von der heutigen Zeit geprägt ist. Trotzdem aber vermittelt das Schiff den Reisenden ein besonderes Fahrgefühl, davon konnten sich die Sinziger überzeugen. Da auch das sonnige Wetter ideal für die Schiffstour war, konnte auch das Außendeck genutzt werden und den vorbei fahrenden Schiffen mit Winken die gute Stimmung angezeigt werden. Bacharach war auch der richtige Ort für den Landgang, denn es ist ein Zeugnis der mittelalterlichen Architektur am Mittelrhein. Schon weithin sichtbar sind die Ruinen der gotischen Wernerkapelle, deren Bau 1293 begonnen wurde und die heute ein Wahrzeichen von Bacharach ist. Reste der Stadtmauer und Türme der Stadtmauer geben ein Zeugnis von einer langen und wechselvollen Geschichte. Nicht zu vergessen Burg Stahleck, die heute als Jugendherberge hergerichtet ist. Bei so vielen alten geschichtsträchtigen Gebäuden und gut erhaltenen Fachwerkhäusern, die in der gesamten Stadt zu finden sind, verlief die Zeit viel zu schnell um alles zu sehen, denn auch für die Rückfahrt wurde wieder die Goethe bestiegen, die jetzt die lustige Sinziger Reisegesellschaft schneller als bei der Bergfahrt wieder nach Koblenz brachte, wo der Bus für die Heimfahrt nach Sinzig stand.
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