Reaktionen auf den Streik der Kindertagesstätte Max & Moritz in Bad Bodendorf
„Auf dem Rücken von Kindern und Eltern“
Unbefristete Arbeitsniederlegung seit dem 8. Mai schürt den Ärger und das Unverständnis der Betroffenen
Bad Bodendorf. Ungehalten - dieser Begriff umschreibt ganz vorsichtig die Gemütslage der Eltern, deren Kinder die Kindertagesstätte Max & Moritz in Bad Bodendorf besuchen. Seit dem 8. Mai wird in der Bad Bodendorfer Einrichtung gestreikt. Sie ist im Übrigen die einzige Kindertagesstätte im ganzen Kreisgebiet, die derart heftig von den Auswirkungen des Streiks der Erzieherinnen betroffen ist. Seit drei Wochen müssen Eltern improvisieren und zusehen, wie sie ihre Kinder unterbringen. Und dies erweist sich als nicht immer ganz einfach. So manches Elternteil fehlte an seinem Arbeitsplatz, weil einfach keine Betreuungsmöglichkeit gefunden werden konnte. Vor der jüngsten Stadtratssitzung verschafften sich die verärgerten Eltern nun Gehör.
Zwar gibt es grundsätzlich viel Verständnis für den Streik der Erzieherinnen, doch gerade in Bad Bodendorf eskaliert die Situation mehr und mehr. Bereits am vergangenen Dienstag hatte es an der Tagesstätte eine Informationsveranstaltung der Gewerkschaft verdi gegeben. Seinerzeit hatten die Eltern die immer schwieriger werdende Situation beklagt.
Im Rat war den Eltern auf Antrag der Grünen Rederecht zugestanden worden. „Arbeitgeber sehen es nicht gerne, wenn man nicht am Arbeitsplatz erscheint“, betonte eine Mutter, dass sich existenzgefährdende Situationen ergeben. Ein Vater bezeichnete den Streit als unverhältnismäßig und damit rechtswidrig. Bürgermeister Wolfgang Kroeger verlas vor Eintritt in die Tagesordnung einen offenen Brief, der an die Eltern und alle Beteiligten versendet wurde.
„Wir bedauern die vorherrschende Situation in der Kita Max & Moritz sehr. Dies insbesondere, weil der Streik auf dem Rücken der Kinder und Eltern ausgetragen wird“, betonte Sinzigs Stadtchef. Die Krux für die Stadt: man ist Arbeitgeber der Erzieherinnen, hat aber selbst keinerlei Einfluss auf Forderungen oder Streitabläufe. „Die Stadt bewegt sich auf dünnem Eis und sitzt auch etwas zwischen allen Stühlen“, so die Kernaussage der Stellungnahme des Bürgermeisters.
Stadt hat keinen Einfluss auf Tarifverhandlungen
Hier einige Passagen des Breifs im Wortlaut: „Wie Sie wissen, sind nicht nur Sie als Eltern, sondern auch die Stadt als Arbeitgeber vom Streik der Erzieherinnen betroffen. Auf die Entscheidung hinsichtlich der Forderungen der Erzieherinnen haben die Städte und Kommunen keinen Einfluss - mögen sie auch noch so hart betroffen sein. Die Tarifverhandlungen für Sozial- und Erziehungsdienste werden auf Bundesebene zwischen dem Verband kommunaler Arbeitgeber (VKA) und den Gewerkschaften geführt.“
„Für die erste Streik-Phase ist es uns gelungen, eine Notgruppe einzurichten und so die Betreuung von 30 Kindern zu gewährleisten. Bedingt durch Krankheitsfälle und dienstliche Notwendigkeiten, stößt dieses seit dem 12. Mai bestehende Angebot mittlerweile an seine Grenzen. Zur weiteren Aufrechterhaltung haben wir Kräfte aus den weiteren städtischen Kitas abberufen, was wiederum zur Folge hat, dass die dortigen ohnehin eingeschränkten Betreuungsangebote noch weiter zurückgefahren werden mussten.“
„Die Aufnahme in die Notgruppe obliegt der Kita-Leitung vor Ort, da diese den Bedarf und die Situation der Familien kennt. Eine Zuteilung durch die Verwaltung - wie von Ihnen infrage gestellt - wäre nicht zielführend, weshalb wir um Verständnis für diese Regelung bitten.“
„Wir sind bestrebt, weitere Notgruppen für die Dauer des Streiks einzurichten. Diese können jedoch aus versicherungstechnischen Gründen, die wir nun mal auch in der aktuellen Situation nicht missachten dürfen, nur dann angeboten werden, wenn zumindest eine ausgebildete Erzieherin zur Verfügung steht. Die Stadt ist bereits auf der Suche nach einer solchen Kraft.“
„Wenngleich wir als Stadt nicht als Streikbrecher fungieren dürfen, stehen wir mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Rheinland-Pfalz im Kontakt, um gewillte Erzieherinnen vom Streik zu befreien und in der Kita Max & Moritz, die kreisweit die einzige dauerhaft bestreikte Einrichtung ist, einzusetzen. Im Sinne aller Beteiligten hoffen wir auf eine zeitnahe Einigung hinsichtlich der Tarifverhandlungen.“
Bis auf die Notgruppe werden seit Wochen keine Kinder mehr betreut.
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