Politik | 19.01.2015

Eveline Lemke besucht Flüchtlingsheim in Sinzig

Betreuungsangebote sollen weiter ausgebaut werden

Eveline Lemke zu Besuch bei Flüchtlingen in Sinzig. privat

Sinzig. Die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge, die in Rheinland-Pfalz Zuflucht finden, ist eine Mammutaufgabe. Es braucht die Hilfe und Unterstützung Vieler um sie zu bewältigen. So unterstützt auch die Rheinland-Pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke ihre Amtskollegin Irene Alt nach Kräften. Um sich ein Bild von der Situation der Flüchtlinge in ihrer Heimatstadt zu machen, besuchte die Ministerin kürzlich Flüchtlinge in Sinzig, um mit ihnen über ihre Situation zu sprechen und sich ein Bild zu machen, wie sie Verwaltung und Helfer unterstützen kann. Gemeinsam mit Mathias Heeb, Kreistagsmitglied und Sprecher der Ahrweiler Grünen, Wolfgang Schlagwein, frisch ernanntes Mitglied des Landtages und Fraktionsvorsitzender im Kreistag, Ingo Binnewerg, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtrat und Robert Kolle, Kreisgeschäftsführer der Ahrweiler Grünen, traf sich die Ministerin mit Bürgermeister Wolfgang Kroeger, Klaus Neufang von der Ökumenischen Flüchtlingshilfe und dem Referatsleiter Carsten Lohre, der sich in Sinzig um die Betreuung der Flüchtlinge kümmert.

Flüchtlinge berichten von ihrer Flucht

Die Flüchtlingsfamilien berichteten von ihrer Flucht vor Krieg, Terror und den Schicksalen, die sie zu erdulden hatten. Kinder, Eltern, Geschwister, die während der Flucht ihr Leben ließen. Die Umstände die diese Familien dazu trieben, ihre Heimat zu verlassen, lassen sich kaum begreifen. Umso wichtiger ist es, dass diese Menschen hier Zuflucht finden und versorgt werden. Das Mitgefühl und die Hilfsbereitschaft sind groß. Problematisch ist hingegen die Organisation und Orchestrierung aller Beteiligten. Versprengte Familien oder die Suche nach Angehörigen sind nur zwei Beispiele für eine Vielzahl an Herausforderungen, bei denen die Flüchtlinge auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind.

Sprachunterricht für die Kinder

Vielerorts ist auch die Integration der Flüchtlinge problematisch. Es fehlt an Informationen und Anlaufstellen. Hinzu kommt die Sprachbarriere. Nicht so in Sinzig. Die Kinder der Flüchtlingsfamilien gehen hier schon bald nach ihrer Ankunft in die Schule und erhalten Sprachunterricht. Bereits nach kurzer Zeit könnten sich viele Kinder auf Deutsch verständigen, berichtet Klaus Neufang, der schon seit 1996 als Vorsitzender in der Ökumenischen Flüchtlingshilfe tätig ist. Auch für die Erwachsenen Asylbegehrenden wird für Sprachkurse gesorgt werden, was dank der stadteigenen Volkshochschule einfacher zu realisieren sei, wie Bürgermeister Kroeger erläuterte. Er sicherte zu, dass ein entsprechendes Angebot zeitnah geschaffen würde. Referatsleiter Lohre beschrieb, wie die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge in Sinzig organisiert ist. Dabei wird klar, dass die Stadt sich gut auf die Situation eingestellt hat und versucht, eine möglichst gute Betreuung sicher zu stellen. So stellt die Stadt nach Auskunft von Bürgermeister Kroeger eigens einen Mitarbeiter zur Betreuung der Flüchtlinge ein. Auch die Betreuungsangebote sollen weiter ausgebaut werden. „Es ist erfreulich, wie gut die Versorgung in Sinzig funktioniert“, kommentiert Ministerin Lemke. „Es ist wichtig, dass den Menschen schnell und unbürokratisch geholfen wird. Das klappt in Sinzig offensichtlich“, ergänzt Mathias Heeb.

Viele Herausforderungen

Trotzdem bleiben noch viele Herausforderungen zu bewältigen. „Stichwort Gesundheitskarte: Wir müssen die medizinische Versorgung der Flüchtlinge sicherstellen. Genauso müssen wir auch den Zugang zu Bildung vereinfachen“, meint Wolfgang Schlagwein. Auf Landesebene arbeiten die Grünen unermüdlich um die Kommunen zu entlasten und die Situation der Flüchtlinge zu verbessern. „Doch ist auch der Bund in der Pflicht. Die Finanzierung der Unterbringung der Flüchtlinge darf nicht alleine an den Kommunen hängen bleiben, die häufig mit defizitären Haushalten zu kämpfen haben“, so Lemke zum Abschluss.

Pressemitteilung

Bündnis 90/Die Grünen Ahrweiler

Eveline Lemke zu Besuch bei Flüchtlingen in Sinzig. Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
2+1 Aktion
150 Jahre Zeitungstradition
150 Jahre Zeitungstradition
150-jähriges Jubiläum Krupp Verlag
150 Jahre Zeitungstradition
150 Jahre Zeitungstradition
Empfohlene Artikel
Flaschen, Plastikverpackungen, Einweggeschirr: Am Ufer des Sees türmt sich gerade nach Wochenenden der Müll.  Foto: Gabi Becker
951

Mit großer Besorgnis beobachte ich die zunehmende Verschmutzung am Laacher See. Besonders nach den Wochenenden bleiben nach Partys häufig Flaschen, Plastikverpackungen, Einweggeschirr und anderer Müll am Ufer, entlang der Wege und sogar mitten im Wald zurück. Dieses rücksichtslose und antisoziale Verhalten schadet der Natur und der Tierwelt gleichermaßen und beeinträchtigt die Erholung aller Besucherinnen und Besucher.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Ein weiterer wunderschöner Sommerabend am Vallendarer Rheinufer.
1669

Sundowner am Rheinufer

Volles Rheinufer und beste Stimmung

Vallendar. Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen ließen es viele Gäste etwas entspannter angehen, doch mit den angenehmeren Abendstunden füllte sich das Rheinufer am 9. Juli zusehends, und bald entstand wieder die besondere Atmosphäre, die den Sundowner der Bemoosten ausmacht.

Von Große Karnevalsgesellschaft Die Bemoosten aus Vallendar

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
435

Eine sehr unangenehme und gefährliche Situation für die Beamten

12.07.: Brandstifter mit meldepflichtiger Krankheit spuckt Polizisten an

Troisdorf. In der Nacht zu Sonntag (12. Juli) wurde die Polizei gegen 03.30 Uhr ins Parkhaus an der Poststraße in Troisdorf gerufen, weil eine unbekannte Person ein Fahrrad in Brand gesetzt hatte. Während die Feuerwehr den Brand löschte, um eine Ausweitung des Feuers zu verhindern, ging eine weitere Meldung über ein Feuer ein. Nur wenige Meter entfernt in der Sieglarer Straße brannte ein Müllereimer.

Weiterlesen