Kultband Bläck Fööss gab in Bad Bodendorf ein kleines Konzert - organisiert von der KG Rievkooche Blau-Weiß
Bläck Fööss zu Besuch
Bad Bodendorf. „Manege frei für die Bläck Fööss“ hieß es am Samstagabend in Bad Bodendorf. Die Kölner Kultband, die in diesem Jahr ihr 44-jähriges Bühnenjubiläum feiert, verabschiedete sich mit einem furiosen Konzert im Zirkuszelt in die Sommerpause. Möglich gemacht hatte dies die KG Rievkooche Blau-Weiß Bad Bodendorf, denen es gelungen ist, die „Nackten Füße“ für einen exklusiven Auftritt an die Ahr zu locken.
Nachdem die Karnevalisten im vergangenen Jahr bereits mit ihrer Mondscheinparty im Zirkuszelt für Aufsehen gesorgt hatten, entschieden sich die Verantwortlichen in diesem Jahr noch einen draufzusetzen. In Zusammenarbeit mit dem „Circus Brunselli“ hatte die KG wieder das Zirkuszelt nach Bad Bodendorf geholt. Die Zirkusfamilie war eigens aus Holland angereist, um innerhalb von vier Stunden ihr Zwei-Mast-Zelt auf dem Wohnmobilhafen am Sportplatz aufzubauen.
Dort, wo sonst Clown Beppo seine Späße treibt, Lamas, Zebus und Pferde ihre Runden drehen, brannten diesmal Kafi Biermann, Ralph Gusovius, Bömmel Lückerath, Hartmut Priess, Erry Stoklosa, Peter Schütten und Andreas Wegener ein musikalisches Feuerwerk ab. „Es mussten die Bläck Fööss sein“, betont Carola Bernhardt, Vorstandsmitglied der KG. Denn keine andere Formation verkörpert das kölsche Lebensgefühl so authentisch wie die Vollblutmusiker um „Bömmel“, Peter und Erry, die ihren Fans in den vergangenen Jahrzehnten Hits und Hymnen in Serie geschenkt haben.
Mit 700 Besuchern war das Zirkuszelt knüppelvoll, als die legendäre Band nach der Vorgruppe „Fünf Jestalte“ aus Mayen die Bühne betraten. Natürlich leiteten die Bläck Fööss den Abend mit dem „Rievkooche Walzer“ ein - dem ersten Singlehit der Kölner aus dem Jahr 1970. Mit Klassikern wie „Kaffeebud“, „Schötzefess“ oder „Wenn de Sonn schön schingk“, legendären Balladen wie „Katrin“ und „En unserem Veedel“ oder aktuelleren Songs wie „Alles für die Liebe“ und „Mir han e Hätz für Kölle“ bewies die Band, dass ihr Repertoire an Liedern zum schier unerschöpflich zu sein scheint.
Nahezu jede Silbe wurde aus 700 Kehlen vollmundig mitgesungen. Jubelnd nahmen die Besucher zur Kenntnis, dass Bömmel Lückerath verwandtschaftliche Bande nach Heimersheim pflegt. Gut zwei Stunden begeisterten die Domstädter mit Liedern zum Mitsingen, Schunkeln, Danze, Kriesche un Laache. Gut zwei Stunden bebte das Zelt, wurde geschwitzt und gefeiert. Wer das Konzert der Bläck Fööss erlebt hat, mag kaum glauben, das sich kaum zu glauben, dass sich die Gründungsmitglieder Peter Schütten, Erry Stoklosa und Hartmut Priess nach der kommenden Session aufs „Altenteil“ zurückziehen möchten. Die Band wird aber ebenso weiterleben wie ihre Lieder. In Bad Bodendorf darf man also auf ein weiteres Konzert im Zirkuszelt hoffen.
