Lokalsport | 07.09.2015, 16:19 Uhr

SG Franken/Königsfeld

Das Tor der Gäste schien wie vernagelt

Franken. Wer beim Fußball keine Tore schießt, kann nicht gewinnen: Das mussten die Spieler der SG Franken/Königsfeld im Spiel der Kreisliga B gegen die zweite Mannschaft der Grafschafter SV schmerzlich erfahren. Waren sie in dieser Begegnung über die gesamte Spieldauer doch so deutlich überlegen, dass nichts anderes als ein hoher Sieg bei normalem Verlauf die Folge hätte sein dürfen. Franken beherrschte die Grafschafter nach allen Regeln der Kunst, überraschte den Gegner immer wieder mit gelungenen Kombinationen und ansehnlichem Flügelspiel, gewann die meisten Zweikämpfe und spielte sich eine Quote von 75 Prozent Ballbesitz heraus. Bei all ihrer Dominanz versäumte es die Frankener Mannschaft ein ums andere Mal, sich für die gute Laufarbeit und die immer wieder aufblitzende Spielfreude zu belohnen.

Das Tor der Grafschafter schien wie vernagelt. Dabei traten die nicht etwa übertrieben defensiv auf. Aber weil die Spieler aus Franken und Königsfeld das Spiel von der ersten Minute an sehr konzentriert und kraftvoll nach vorn trieben, kam der Gegner - jedenfalls während der kompletten ersten Halbzeit - überhaupt nicht ins Spiel. Die zweite Spielhälfte schien anfangs etwas ausgeglichener, mit zunehmender Spieldauer aber konnte die Heimmannschaft ihre Überlegenheit wieder deutlich durchsetzen - vielleicht auch dank einer stärkeren konditionellen Verfassung. Das drückend heiße Wetter tat ein Übriges dazu, die Kräfte schwinden zu lassen. Daran konnten auch die beiden vom Schiedsrichter angesetzten Trinkpausen nichts Wesentliches ändern.

Bei einem Torschussverhältnis von 25:1 müssen sich die Beteiligten selbst hinterfragen. Da scheint es an unbedingtem Durchsetzungswillen und an der nötigen Konzentration zu mangeln. Gut nur, dass ein Fehler wie beim Pokalspiel jetzt völlig ausgemerzt war: die unzureichende Absicherung nach hinten bei den vielen Vorstößen. Daran hat der Trainer der Frankener mit seinen Spielern wohl intensiv gearbeitet. Und so geriet Franken nicht in allzu große Gefahr, trotz seiner beeindruckenden Überlegenheit am Ende doch noch auf die Verliererstraße zu gelangen. Insofern ist das also doch ein Erfolg, allerdings auch kein Trost.

SG Franken/Königsfeld: Kevin Wagner, Daniel Kleefuß, Clemens Kelter, Daniel Wulff, Jan Masanneck, Dominic Galle (65. Mehmeti Besart), Bilbil Krasniqi, Alexander Kalyta, Patrick Beutgen (60. Shkelzen Berisha), Niklas Walbröhl, Matthias Gasper, Mario-Eduardo Trelles-Vasques (53. Ardian Dautaj).

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