Allgemeine Berichte | 11.02.2013, 16:43 Uhr

Den Stadtschlüssel mit Schunkeln erobert

Mit Narrenmesse und Schlüsselübergabe starteten die närrischen Buben in einen sonnigen Sonntag

Zu den Klängen des Spielmannszuges „Freiweg“ erschunkelten sich die Narren die Stadtschlüssel aus den Händen der Beigeordneten Charlotte Hager und Gunter Windheuser. Und der Prinz hatte ganz schnell und ohne jede Gegenwehr den Stadtschlüssel in der Hand. Die Beigeordneten wollten schlicht mitfeiern.Stadtsoldaten, Möhne und viele Jecken waren zur Unterstützung herbeigeeilt. Und es wurde feste geböllert. Die Kanoniere aus dem Rosendorf Löhndorf, dem, Heimatort des Prinzen waren zur Verstärkung mitgekommen.
47

Sinzig. Dä Herrjott moss en Senzijer senn - denn er bescherte den Sinzigern und ihrem Prinz einen wunderschönen Vormittag. In einem kleinen Umzug mit Musik vom „Freiweg“ marschierten die Corps zum Kirchplatz und St. Peter.

Narrenmesse

„Karneval und Kirche haben eines gemeinsam“ verkündete Pastor Achim Thieser der zahlreich wie auf einer Karnevalssitzung versammelten und kostümierten Kirchengemeinde sowie den Korporationen der Karnevalsgesellschaft. „Sie bringen Menschen zusammen und bringen Freude“. Die Narrenmesse war danach vom Feinsten: Prinz, Kinderprinzenpaar und Kindergartenprinzenpaar sangen mit der Gemeinde Kirchenlieder op Kölsch, eine Predigt rund um das besinnliche Thema „Minsche wie mir“ hatte Pastor Thieser in Reimform gefasst und Fürbitten ebenfalls in Mundart beeindruckten Karnevalisten und Kirchgänger. „Fünf Stunden Sitzung gegen Eintritt ist das Eine - Eine Stunde Gottesdienst mit Eintritt frei müsste dann auch drin sein“, scherzte der bestens aufgelegte Pastor feinsinnig. Er präsentierte dabei ein neues Messgewand, mit den karnevalistischen Vereinsfarben Gold und Blau - der marianischen Farbe - mit einer Stickerei, gespendet vom Elferrat.

Und die Danksagung zur Melodie „Großer Gott wir loben Dich“ hatte eine neue programmatische zweite Strophe verpasst bekommen: „Leeven Jott, met Dir stohn mir fest. Kleine, Jruße, Ahle on Jonge, feierten met Dir höck de Mess on han dobei och Leeder jesonge. Denn Du bis os Lich un Sonn, maach dat mir dat öfters donn!“

Schlüsselübergabe

Vor falschen Hoffnungen warnte die Erste Beigeordnete der Stadt Sinzig Prinz Michael II. und sein Gefolge. „Da is nix mehr im Stadtsäckel“ verkündete sie vor dem bunt gemischten Publikum auf der Rathausterrasse. Danach gab sie in Vertretung des erkrankten Bürgermeisters Wolfgang Kröger den Stadtschlüssel und damit die städtische Macht für den Rest der karnevalistischen Tage kampflos aus der Hand. Sie ging ebenfalls noch auf die närrischen Paragraphen ein: die Zugteilnahme der Fraktionen auf einem gemeinsamen Wagen klappt leider nicht: „Oder hat schon mal einer gesehen, dass die Fraktionen sich binnen weniger Tage einig werden können?“ Immerhin kommt der Fototermin mit den Stadträten als „Mauredrisser“ am Aschermittwoch wohl zu Stande: „Wir mussten alles ein wenig nach hinten schieben, weil die Presse zunächst neue Weitwinkelobjektive einspannen will, damit die Hintern auch alle aufs Bild kommen“ berichtete sie zur Beschlusslage.

„Dreimol vun Häzze: Senzech Alaaf“ wünschte Prinz Michael, „Mir sehn os am Zoch, wahrscheinlich bei ähnlichem Wetter!“ forderte er das Publikum auf, am Veilchendienstag die Sinziger Straßen zu säumen. BL

Eine grandiose Premiere mit seiner Narrenmesse lieferte Pastor Achim Thieser: Das ganze auf Sinzije Platt und mit einer Predigt in Reimform. Dafür gab es im bestens gefüllten Gotteshaus spontanen Applaus. -RÜ

Eine grandiose Premiere mit seiner Narrenmesse lieferte Pastor Achim Thieser: Das ganze auf Sinzije Platt und mit einer Predigt in Reimform. Dafür gab es im bestens gefüllten Gotteshaus spontanen Applaus. Fotos: -RÜ

Zu den Klängen des Spielmannszuges „Freiweg“ erschunkelten sich die Narren die Stadtschlüssel aus den Händen der Beigeordneten Charlotte Hager und Gunter Windheuser. Und der Prinz hatte ganz schnell und ohne jede Gegenwehr den Stadtschlüssel in der Hand. Die Beigeordneten wollten schlicht mitfeiern. Stadtsoldaten, Möhne und viele Jecken waren zur Unterstützung herbeigeeilt. Und es wurde feste geböllert. Die Kanoniere aus dem Rosendorf Löhndorf, dem, Heimatort des Prinzen waren zur Verstärkung mitgekommen.

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Rund um´s Haus
Daueranzeige
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag Imageanzeige
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Dauerauftrag
Nachbericht Oktoberfest
Empfohlene Artikel
Kleine Mutboschaften für großartige Vorschulkinder
68

Waldorf. Mit Bewegung, Fantasie und viel Freude erlebten gleich zwei Vorschuljahrgänge des Kindergartens in Waldorf ein besonderes Yogaabenteuer. In regelmäßig stattfindenden Yogaeinheiten lernten sie, ihre Gefühle wahrzunehmen, ihren Körper zu entdecken und als Gemeinschaft zusammenzuwachsen. Möglich wurde diese Projektumsetzung aufgrund der finanziellen Förderung durch die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Rhein-Ahr.

Weiterlesen

Ein lebendiges Gemeindeleben zeigte sich auch wieder beim jüngsten Treffen der Helferinnen und Helfer aus Burgbrohl und Weiler.
29

Burgbrohl. Zum jüngsten Helfertreffen im Pfarrhaus Burgbrohl kamen 17 engagierte Gläubige aus Burgbrohl und Weiler, um über das Gemeindeleben im Pfarrbezirk Burgbrohl und Weiler zu sprechen und Informationen vom Pfarrgemeinderat und Verwaltungsrat zu erhalten.

Weiterlesen

Die Rundtour startet in der Ortsmitte von Schuld und führt zunächst hinauf zu den Schulder Türmchen.  Foto:Dominik Ketz
75

Schuld. Weite Blicke über die Eifelhöhen bis hin zum Siebengebirge, aussichtsreiche Wiesen und Wälder sowie spannende Zeugnisse aus Natur und Geschichte: Der örtliche Rundweg Nr. 6 rund um Schuld, Winnerath und Insul bietet eine abwechslungsreiche Panorama-Tour durch das mittlere Ahrtal. Dabei wechseln sich aussichtsreiche Höhenpassagen mit idyllischen Abschnitten entlang der Ahr ab.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Man traf sich vor der Kirche, um „unter Tage“ zu gehen.
507

Es ging ganz tief nach unten...

Kolping-Mitglieder wurden zu „Kellerkindern“

Lahnstein. Es ging dahin, wo die meisten noch nie waren: In die ehemalige kurfürstliche Salkellerei unter der Hochstraße in Oberlahnstein. Die Salkellerei unter der ehemaligen Druckerei Schickel gehört zu den ältesten Gebäuden der Stadt. Die Exkursion war fast geheim, grundsätzlich nur Kolping-Mitgliedern vorbehalten, „denn wir wollten nicht, dass halb Lahnstein im Untergrund verschwindet“, so Benedikt Hanke aus dem Kolping-Sprecherteam mit einem Schmunzeln auf den Lippen.

Von Thomas Schneider aus Lahnstein

Weiterlesen

An der Swisttalhütte Holzweiler
733

Eifelverein Remagen unterwegs

Grafschafter Wald und Dernauer Weinberge

Remagen/Marienthal. Bei herrlichem Wanderwetter startete die Wandergruppe in der Nähe des Marienthaler Klosters die 13 Kilometer Tour. Relikte des ehemaligen Regierungsbunkers und auch die Gedenkstätte Lager Rebstock informierten nachdenklich über Deutschlands jüngste Vergangenheit. Dem Kratzenbach folgend und dem anschließenden Tal erreichte man das sogenannte Holzweiler Kreuz. Nun von Waldwegen...

Von Eifelverein Remagen aus Grafschaft-Ringen

Weiterlesen