Sinziger Schulen
Deutsch als zweite Fremdsprache
22 Mädchen und Jungen werden integriert
Sinzig. Das neue Schuljahr startet in diesem Jahr mit besonderen Herausforderungen für die drei Grundschulen in Sinzig, Westum und Bad Bodendorf sowie für die Barbarossaschule Realschule Plus in Sinzig. Hier gilt es, insgesamt 22 Mädchen und Jungen, die in den vergangenen Wochen aus ihren Heimatländern geflüchtet und nach Deutschland gekommen sind, ins Schulleben zu integrieren. Laut Uta Erlekamp, Konrektorin der Barbarossaschule, wurden spezielle Bücher für Schülerinnen und Schüler ohne Deutschkenntnisse angeschafft. Mit einem gezielten Kursangebot, das den Regelunterricht entlastet und die Kinder gleichzeitig integriert, soll eine besondere Förderung erfolgen. Während Hausaufgaben im Regelunterricht erstellt werden sollen, wird in separaten Kursen Deutsch als zweite Fremdsprache unterrichtet. Die erste Aufgabe insbesondere bei Flüchtlingen aus dem arabischen Raum, die die lateinische Schrift nicht kennen, besteht in der Alphabetisierung. Schulleiter Udo Klingelhöfer informierte zudem, dass seitens der Schulleitung vorgesehen sei, darüber hinaus im neuen Schuljahr weitere Eingliederungskurse für Kinder mit Migrationshintergrund anzubieten. Hierzu ist der Schulleiter derzeit im Gespräch mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD). Bestens vorbereitet ist man auch hinsichtlich der Schulbuchausleihe. Während der Sommerferien wurde im Keller der Barbarossaschule eifrig gepackt, sortiert, kodiert, repariert und inventarisiert. Dank Bettina Kiefernagel und ihren fleißigen Helfern Leonie Schmickler, Julia Nechterschen, Marius Kahl, Lena Schmickler und Marie Gesell erhalten zum Schulbeginn mehr als 600 Schülerinnen und Schüler ihre Schulbücher in bunten, nach Klassen und Schulen farblich sortierten Tragetaschen. Bei seinem Besuch in der letzten Ferienwoche sprach Bürgermeister Wolfgang Kroeger Frau Kiefernagel und ihrem motivierten Team ein großes Lob für eine wochenlange strategische und logistische Meisterleistung aus. Dankbar zeigte sich Bettina Kiefernagel nicht nur für das Lob des Stadtchefs, sondern auch für die gute Zusammenarbeit mit den Eltern und die Wertschätzung, die sie ihr für ihre Arbeit entgegen bringen. Es sei ein Geben und Nehmen. Eltern stellten nicht mehr benötigte gekaufte Bücher zur Verfügung. Auch der Umgang mit den Büchern sei sehr pfleglich. „Wenn die Eltern merken, dass sie durch unsere Servicestelle eine Unterstützung erfahren, geben viele diese Hilfe auch auf irgendeine Weise zurück“, freut sich die „Schulbuch-Mutti“, wie Kiefernagel von den Schülerinnen und Schülern genannt wird.
Pressemitteilung der
Stadt Sinzig
