Politik | 28.03.2013, 14:59 Uhr

Der Solarverein Goldene Meile e.V. informiert:

Drei Viertel der Deutschen fordern Ausbau der Erneuerbaren Energien

Kreis Ahrweiler. 75 Prozent der Deutschen fordern einen ungebremsten Ausbau der Erneuerbaren Energien. Die von der Bundesregierung vorgeschlagene Strompreisbremse lehnen sie ab. Zudem verlangen 87 Prozent der Befragten, dass die Industrie stärker an den Kosten der Energiewende beteiligt wird. Das ergab eine repräsentative Umfrage von TNS Emnid.

„Die Deutschen wollen eine Energiewende ohne Wenn und Aber. Die von der Regierung geplanten Maßnahmen provozieren einen Ausbaustopp der Erneuerbaren Energien, ohne dass der Strompreis nennenswert sinken würde. Damit würde ein Vorzeigeprojekt dieses Landes geopfert. Das Rückgrat der Energiewende ist die breite Beteiligung der Bevölkerung am Ausbau der Erneuerbaren Energien“, sagt Niklas Schinerl, Energie-Experte von Greenpeace, dem Auftraggeber der Studie. Die aktuelle Emnid-Studie zeigt, dass der schnelle Ausbau der gefahrlosen und brennstofffreien Energiewirtschaft von der Bevölkerung gefordert wird.

Man kann gespannt sein, was sich diesbezüglich im Kreis Ahrweiler tun wird. Jedenfalls gründen die erneuerbaren Energien auf dezentralen Lösungen, die vor Ort in kommunikativen Vorgängen gefunden werden müssen. Hierbei muss wohl auch der Regierungsstil verändert werden. Sachverstand, Offenheit, Diskussionsfreude und runde Tische werden an Bedeutung gewinnen, Parteizugehörigkeit und Beschlüsse in Hinterzimmern werden verlieren.

In einem sozialwissenschaftlichen Forschungsprojekt analysierte Thorsten Heimann vom Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) Problemwahrnehmungen und Strategien zum Klimawandel und leitete Handlungsempfehlungen ab.

„Wir müssen davon wegkommen, für alle Probleme dieser Art einen überall gültigen Standard finden zu wollen. Wenn lokale Unterschiede missachtet werden, wird fehlender Konsens zum Scheitern der Bemühungen führen“, so Heimann. Eine weitere Empfehlung des Sozialwissenschaftlers ist, Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung nicht gegeneinander auszuspielen. Seine Studie zeigt, dass die zentrale Rolle daher in deren Kommunikation liegt. Genauso wie Strategien zum Umgang mit dem Klimawandel lokal differenziert sein müssen, sollten auch die Menschen mit dem Bezug zu konkreten lokalen Problemlagen angesprochen werden. „Alltagskontexte spielen für die Akzeptanz von Klimapolitik eine große Rolle.“

Solarverein Goldene Meile e.V.

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