Allgemeine Berichte | 27.04.2015, 14:49 Uhr

Peter Pan feierte bei der kleinen Theater AG des Rhein-Gymnasiums Sinzig Premiere

Ein Füllhorn voller Theaterzauber

In einem Land, in dem es Elfen gibt und Kinder fliegen können, da lebt Peter Pan. RÜ
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Sinzig. Bei der Premiere von Peter Pan lieferte die Kleine Theater AG des Rhein-Gymnasiums ein Füllhorn voller ganz großem Theaterzauber. Es war die 28. Produktion der Theaterleute. Das begeisterte Publikum dankte immer wieder mit frenetischem Szeneapplaus.

Traumlandschaft Nimmerland

Peter Pan, die Geschichte von James M. Barrie, war für die Bühne von Mark Gruppe bearbeitet worden. Steht Peter Pan als Symbol für die ewige Kindheit, so ist die Kleine Theater AG schon recht erwachsen geworden. „Handys ganz aus!“, so lautete deutlich der Hinweis vor Beginn des Theaterzaubers. Und dies aus gutem Grund. Denn mit einem enormen technischen Aufwand und unglaublicher Bühnentechnik begeisterten die jungen Theatermacher ihr Publikum. Im Ganztagsbereich stehen alleine 17 Funkstrecken für die drahtlosen Mikrofone. Und die reagieren nun einmal sozusagen allergisch auf aktivierte Smartphones. Aber nicht nur der technische Aufwand ist enorm. Seit Schuljahresbeginn und vor allen Dingen in den Osterferien waren die Bühnenbauer am Werk. Dabei wurde bei Peter Pan nicht mehr mit der sonst gewohnten Bühnenlandschaft gearbeitet, sondern mit einer einzigen Hauptbühne. Mit der richtigen Beleuchtung, einer Nebelmaschine und geschickt drapiert werden Tarnnetze der Bundeswehr zur Traumlandschaft von Nimmerland.

Piratenkapitän und Krokodil

Und diese Zauberwelt, in der Peter Pan lebt, ist ja nur fliegend zu erreichen. Und fliegen können Peter Pan und dann auch die drei Kinder der Londoner Familie Darling: Wendy, John und Michael. Ein ganz kurzer Vorhang und auf der Bühne steht plötzlich das riesige, massive Piratenschiff von Peter Pans ewigem Rivalen dem Haken tragenden Piratenkapitän Hook. Dieser rasante Bühnenumbau wirkte wie Zaubertrick, wie eine große Illusion. Wer genau hinhörte, konnte hinter der Bühne das Surren von Elektromotoren hören. Mit einer unglaublich aufwendigen Bühnentechnik wurden riesige Bühnenelemente bewegt. Und die Theatermacher am Rhein-Gymnasium legen eine unglaubliche Kreativität an den Tag. Das Kostüm des Krokodils ist simpel, aber ebenso genial umgesetzt. Erneut gab es Szenenapplaus.

Erstaunliches

Für Erstaunen sorgt auch eine kleine Animation. Auf den Bühnenvorhang wird der Flug von Peter Pan und seinen Freunden über die Londoner City projiziert. In der Qualität war diese kleine Einspielung schon ganz großes Kino. Aber bei Peter Pan war auch die schauspielerische Leistung der rund 70 Schülerinnen und Schüler, die an dem Projekt beteiligt, waren gefragt. Denn im zweiten Teil des Stückes wird es sehr emotional. Und wie gewohnt sind alle Rollen doppelt besetzt und die Schauspieler wechseln sich ab.

Erfahrungen weitergeben

Die Kleine Theater AG bot einmal mehr eine faszinierende Theaterwelt. Und dies als Schülertheater mit einem gewissen Anspruch und einer fast schon professionellen Arbeitsweise. Licht, Ton und Funkstrecken werden von einem Kommandostand mit einem halben Dutzend Computerbildschirmen gesteuert.

Die Macher "können" den Stand der Technik des Jahres 2015. Stellt sich die große Frage: Wie machen die Schüler das? Die Antwort ist recht simpel und liegt in der Funktionsweise der Kleinen Theater-AG. Erfahrungen werden von älteren an jüngere Schüler weitergeben. Die Bühnenbauer und Techniker können auf Erfahrungswerte aus eben allen 27 Produktionen zurückgreifen. Die Regisseure, Kostümmacher und Maskenbildner waren alle zunächst selber ganz kleine Schauspieler in der Theater AG. Im Laufe der Jahre durchlaufen sie dann sozusagen eine richtig gute Ausbildung in Sachen Theater.

Eine "lebende Kette"

„Es bleibt zu hoffen, dass diese lebende Kette von Schauspielern Bühnenbildnern und Regisseuren, die über Jahre hinweg an unserer Schule gewachsen ist, nie abreißen wird“, so Produktionsleiter Mark Steuer. Der Mathe- und Physiklehrer ist dabei nicht der große Zampano und Chef, sondern hält das Ganze zusammen.

Die Regiearbeit lag einzig in den Händen von Alice Brockhoff, Maximilian Jentzsch und Sophia die McLean. Weiterer schöner kleiner technischer Trick: Kleine LEDs setzen die ewig schlecht gelaunte, zickige und eifersüchtige Elfe Tinkerbell ins richtige Licht.

Die nächsten Termine

Peter Pan am Rhein-Gymnasium Gymnasium sollte für alle Theaterfreunde übrigens über alle Altersgrenzen hinweg eine Pflicht sein. Die Aufführung verzaubert schlicht.

Und Achtung: Natürlich Handys ganz aus! Weitere Aufführungen gibt es am Freitag, 1. Mai, Sonntag, 3. Mai und Sonntag 10. Mai, jeweils um 16 Uhr und am Freitag, 8. Mai, um 19 Uhr. Karten zum Preis von sechs Euro (Erwachsene) und vier Euro (Kinder) gibt es bei der Buchhandlung Walterscheid und Spielwaren Sauer sowie im Internet unter www.kleine-theater-ag.de

Alle Rollen sind doppelt besetzt - doch jede(r) einzelne spielt ihre/seine Rolle auf eigene Art zauberhaft.

Alle Rollen sind doppelt besetzt - doch jede(r) einzelne spielt ihre/seine Rolle auf eigene Art zauberhaft.

Im Land der Phantasie ist alles möglich.

Im Land der Phantasie ist alles möglich.

In einem Land, in dem es Elfen gibt und Kinder fliegen können, da lebt Peter Pan. Fotos: RÜ

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