Politik | 25.08.2014

Irina Buruiana aus Rumänien arbeitete drei Wochen in Sinzig

Ein internationaler HoT-Summer

Irina Buruiana arbeitete für drei Wochen im HoT. Das Foto entstand vor der von ihr und den HoT-Besuchern während des Sommerferiensprogramms neu und bunt gestalteten Garagenwand. BL

Sinzig. Irina Buruiana, Psychologin aus Rumänien war im Zuge eines „Jobshadowing“ für drei Wochen im Haus der offenen Tür, Sinzig tätig. Dabei war sie in das Sommerferienprogramm des HoT ebenso eingebunden, wie in verschiedene andere Projekte.

„Es waren interessante Erfahrungen und ich habe mich in Sinzig zu Hause gefühlt“ und vor allem die Arbeit mit den Kindern hat Spaß gemacht“, so die Rumänin in einem Gespräch mit Blick aktuell.

Für sie und die Besucher des HoT galt es neue Formen des Lernens einzuüben. Es wurden Hände, Füße und Malstifte gebraucht. Denn für die Mitarbeiter des HoT und Irina verlief die Kommunikation auf Englisch. „Ich glaubte viele der Kinder nehmen den Englisch-Unterricht nun ernster“, meinte Irina lächelnd. Aber es ging auch darum, Horizonte zu erweitern und Vorurteile abzubauen. „Ich hatte die Erwartung, dass es in Deutschland zwischenmenschlich recht kühl zugeht, in Sinzig habe sich das Gegenteil erlebt“, stellte sie fest.

Die junge Rumänin brachte ein Stück internationalen Sommer ins HoT. Denn die letzten Monate stellten für das Haus der offenen Tür, Sinzig eine große Herausforderung dar, da fünf Personalstellen, die sich aus EDF-Mitteln finanzierten Ende Juni wegfielen. Seit dem ersten Juli sind noch drei hauptamtliche Mitarbeiter im Haus tätig. Trotz des Personalwegfalls bemüht sich das Team des HoT anstehende Projekte durchzuführen und den Jugendlichen weiter, im Rahmen des Möglichen, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Eine Neuerung auf internationaler Ebene war das dreiwöchige, sogenannte „Jobshadowing“ von Irina Buruiana, einer rumänischen Psychologin. Ihre Sendeorganisation ist Coach4Eu aus Cluj-Napoca, einer Stadt im Norden Rumäniens. Die Organisation arbeitet mit Jugendlichen im Zuge der Karriereorientierung und an der Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit im Land.

Irina hatte internationale Erfahrung im Bereich der Jugendarbeit, der Arbeit mit benachteiligten Jugendlichen sowie im Bereich Projektmanagement, sodass sie die Wirkungsbereiche des HoT optimal unterstützen und bereichern konnte.

Während ihres Jobshadowing war Irina aktiv im Bereich EFD (Europäischer Freiwilligendienst) tätig. Ziel ihrer Arbeit war es, den Raum und Rahmen für junge Menschen aus Europa zu schaffen, die als Freiwillige nach Sinzig kommen werden, sowie deren Integration und Betreuung zu erleichtern und zu unterstützen. Die jungen Europäischen Freiwilligen werden das Leben im HoT, und damit auch in Sinzig sicherlich bunter machen, neue Blickwinkel und Ansätze mitbringen. Ihnen wird die Möglichkeit geboten, ein eigenes Projekt gemeinsam mit Jugendlichen aus der Region, zu planen und durchzuführen.

Die Integration der europäischen Freiwilligen hier in Deutschland und speziell im Kreis Ahrweiler ist ein weiterer Schritt in die Richtung eines lebendigen, vielfältigen Europas, eines Europas mit verschiedenen Kulturen, die einander bereichern und die kennenzulernen sich lohnt.

Während ihres Aufenthalts in Deutschland war Irina auch innerhalb der regionalen Schullandschaft tätig, lernte das deutsche Schulsystem kennen. „Es gibt viele Unterschiede und auch ganz unterschiedliche Mentalitäten“, zog sie eine Bilanz.

Europa real erleben ist einer der Schwerpunkte innerhalb der internationalen Jugendarbeit, die im HoT stattfindet. BL

Irina Buruiana arbeitete für drei Wochen im HoT. Das Foto entstand vor der von ihr und den HoT-Besuchern während des Sommerferiensprogramms neu und bunt gestalteten Garagenwand. Foto: BL

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