Bildungsfahrt der Barbarossaschüler ging nach Hamburg
Erkundungswanderungen durch eine Weltstadt
Sinzig. Insgesamt circa 45 Kilometer weit folgten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8b, Barbarossaschule Realschule plus Sinzig ihren Lehrern durch Hamburg und Umgebung „per pedes“. Bereits unmittelbar nach der Ankunft unternahm die Reisegruppe die ersten Erkundungsgänge in die Hamburger City. Der nächste Tag begann mit einem Gang durch die neu entstandene Hafencity Hamburgs. Sturmböen und der im Norden so beliebte, waagerecht von vorn kommende Regen waren zwar keine angenehmen, dafür jedoch besonders hartnäckige Begleiter. Nach Erreichen der Landungsbrücken waren alle froh, sich den Hamburger Hafen durch die Fenster der Barkasse windgeschützt betrachten zu können. Über den Hamburger Michel, dem Wahrzeichen Hamburgs, ging es zum Gänsemarkt, der mit zahlreichen kulinarischen Versuchungen zur Mittagspause einlud.
Frisch gestärkt ging es weiter zur Reeperbahn nach St. Pauli. Ziel war das Panoptikum, in dem bedeutende Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft „wachsecht“ zur Schau gestellt werden.
Mit Verwunderung stellten alle fest, dass die Straße Hamburgs mit dem schlechtesten Ruf, die Reeperbahn, zumindest am Tag völlig unauffällig erscheint. Ein völlig anderes Bild ergab sich am späteren Abend, als der Weg der „Lichterfahrt“, diesmal im sicheren Bus, wieder über die Reeperbahn führte.
Nun wurde deutlich, warum die Reeperbahn auch die „Amüsiermeile“ Hamburgs genannt wird. Dennoch bildete die „Lichterfahrt“ einen schönen Abschluss für einen ereignisreichen Abend, der zuvor mit dem Besuch der Wasser-Licht-Orgel in dem berühmten Park „Planten und Bloomen“ begonnen hatte.
Miniaturwelt begeisterte alle
Den nächsten Tag verbrachten alle im Heidepark nahe der Stadt Soltau. Ein Paradies für jeden Liebhaber schneller Achterbahnen, eine Hölle für alle jene, denen bei so etwas schon beim Zuschauen schlecht wird. Teile der Welt gab es dann im Maßstab 1:87 (H0) zu bewundern. Vor allem Modellbahnfreunde kamen beim Besuch der Miniatur Wunderwelt voll auf ihre Kosten. Allen Schülern/innen stand jedoch die Begeisterung ob der vielen technischen Spielereien ins Gesicht geschrieben. In der 2300 Quadratmeter großen Miniaturwelt gab es so viel zu sehen und zu entdecken, dass die Zeit wie im Fluge verging.
Zum Zollmuseum spazierte die Gruppe diesmal bei Sonnenschein durch die wunderschöne Speicherstadt und lernte die verrücktesten und kreativsten Verstecke für Schmuggelware kennen. Nachdem die Schüler und Schülerinnen nach Meinung ihrer bildungsbeflissenen Lehrer genug für die Bildung getan hatten, durften alle diesen Nachmittag frei gestalten und nach einer Shoppingtour alleine zum Quartier „navigieren“. Für manche, ungeübt im Kartenlesen, war dies in einer so großen Stadt eine Herausforderung und eine ganz neue Erfahrung für alle.
Picasso-Ausstellung besucht
Am Abend wurde gemeinsam eine Picasso-Ausstellung in den Deichtor-Hallen besucht. Von Picasso inspirierte Künstler stellten ihre Werke in einem wunderschönen Ambiente aus. Da sich moderne Kunst nicht jedem Menschen unmittelbar erschließt, war das Echo auf diesen Besuch geteilt.
In den anschließenden Diskussionen war die Frage „Was ist Kunst?“ besonders häufig zu hören. Die Schüler und Schülerinnen wünschten sich am letzten gemeinsamen Abend nochmals einen Besuch im Park Planten und Bloomen mit seiner wunderbaren, höchst eindrucksvollen Wasser-Licht-Orgel. Farbig angestrahlte Wasserfontänen, unterlegt mit Filmmusik, boten einen wunderbaren Ausklang der hochinteressanten, vielfältigen und abwechslungsreichen Bildungsfahrt. Unvergesslich und um sehr viele neue Eindrücke bereichert, wird der eine oder andere vielleicht doch noch einmal „Moin, Moin“ sagen!
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