Allgemeine Berichte | 17.11.2014

KG Rot-Weiß Westum feierte 80-jähriges Bestehen

Erstmals ein Dreigestirn für die Jecken im Murreland

Prinz Michael, Jungfrau Marcella und Bauer Jörg regieren

Die Kleinsten zeigten ihr tänzerisches Können.

Westum. Die KG Rot-Weiß Westum feierte ihr 80-jähriges Bestehen. Kein bisschen leise rockte die Jubilarin den Saal Herges und präsentierte der Narrenschar im Murreland auch erstmals in ihrer Geschichte ein Dreigestirn. Prinz Michael (Giehl), Jungfrau Marcella (Marcel Seul) und Bauer Jörg (Schneider) werden die Westumer Jecken in der nächsten Session und die darauf folgenden Jahre regieren. Denn so jeck sich das Murreland gibt: Prinz und Zoch gibt es nur alle fünf Jahre.

Gelungene Geheimhaltung

Die neuen Tollitäten wurden im stimmungsmäßig und auch temperaturtechnisch gut aufgeheizten Saal Herges übrigens offen getarnt proklamiert. Da wurden vier staatse, mögliche „Prinzenpaare“ auf die Bühne geholt und nach einigem Verwirrspiel kam „logischerweise“ ein Dreigestirn heraus. Hübsche Dramatik und eine Symbolik für die gelungene Geheimhaltung, denn auch die gut informierten Westumer Kreise hatten ein Dreigestirn nicht auf der Rechnung. Verstärkung bekommen die großen Tollitäten übrigens vom neuen Kinderprinzenpaar. Luca I. (Sabottka) und Leonie I. (Konrad) sind die Nachwuchskräfte. Wohl nur bei der rot-weißen KG bekommt man jene Fetenchemie hin, die aus Festkommers und getarnter Proklamation ein unterhaltsames Abendgeschehen mit viel Stimmung über fast sechs Stunden zaubert. Dazu trug natürlich auch Sitzungspräsident Bernd Fuchs bei, der solo die unterschiedlichsten Anforderungen bei der Moderation des Abends zu bewältigen hatte. „Wir sind zu Recht stolz, wir sind die älteste Karnevalsgesellschaft in Sinzig“, freute sich Westums Narrenchef Rudi Fuchs. Der fand aber auch nachdenkliche Worte zum immensen Aufwand und die vielen Schwierigkeiten, die die KG in ihrer acht Jahrzehnte dauernde Geschichte zu meistern hatte.

Umjubelte Auftritte

Der Westumer Tanznachwuchs und die Möhnen enterten die Bühne. Marieche und Billche sowie Klaus Nonn und Rolf Hirsch bewiesen, warum ihre Zwiegespräche zum Besten gehörten, was die Bütte im Kreis Ahrweiler hergibt. Und der Saal wurde auch im Wortsinne gerockt: Birgit Odenwald-Hanenberg, Leihgabe aus Bad Bodendorf, bot eine fulminante Show als Tina Turner. Umjubelt auch der Auftritt der heimischen Tanzgruppe Meninas. Und das Wassenacher Fanfaren-Corps, das bei seiner Premiere in voller Mannschaftsstärke aufmarschiert war, erlebte mit, dass es im Saal Herges auch im Wortsinne heiß hergeht. Ein wenig Wehmut gab es nur beim Abschied des amtierenden Prinzenpaares, Jessica I. und Ingo I. Dazu hatten sich fast alle noch lebenden Tollitäten auf der Bühne versammelt. Für die 80-jährige KG Rot-Weiß Westum dürfte wohl eine sehr schwungvolle Session mit vielen Veranstaltungen im Murrepalast und einen furiosen Rosenmontagszug anstehen.

Karnevalistische Urgesteine geehrt

Dem 80-jährigen Jubiläum ist es geschuldet, das die KG nun über einige Ehrenmitglieder mehr verfügt. Denn mit Rudi Schumacher und Klaus Nonn, sowie Peter und Anna Offergeld wurden vier weitere karnevalistische Urgesteine mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet. Die neuen Ehrenmitglieder gehören der KG teilweise schon seit einem halben Jahrhundert an. Ehrungen gab es auch vom Bund Deutscher Karneval. Dessen Vertreter Alfons Busch hatte viermal Gold dabei. Den goldenen Verdienstorden gab es für Simone Gasper, Udo Gemein, Michael Giehl und Bernd Fuchs.

Die Kleinsten zeigten ihr tänzerisches Können.
Mehrere Ehrungen wurden vorgenommen. RÜ

Mehrere Ehrungen wurden vorgenommen. Fotos:

Sketche sorgten für Lachmuskeln.

Sketche sorgten für Lachmuskeln.

Die Kleinsten zeigten ihr tänzerisches Können.

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