Arbeitskreise "Eine Welt" und "Fairtrade-Stadt"
Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung
Vortrag zu nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen am 12. Oktober
Sinzig. Zu einem entwicklungspolitischen Vortrag laden der Arbeitskreis „Eine Welt“ der katholischen Pfarreiengemeinschaft Sinzig und der Arbeitskreis „Fairtrade-Stadt“ des Sinziger Bürgerforums am 12. Oktober, 19.30 Uhr, in das KirchenCafé St. Peter, Zehnthofstraße11, ein. Inhalt sind die neuen nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (UN), die Ende September im Beisein von Papst Franziskus und Bundeskanzlerin Angela Merkel in New York beschlossen wurden. Die Agenda löst die Millenniumsziele ab. Erstmalig werden dabei im Rahmen einer UN-Agenda die Bereiche Entwicklung, Umwelt und Frieden zusammen gedacht. Die nachhaltigen Entwicklungsziele gelten im Gegensatz zu den Millenniumszielen für alle Staaten und kommen zur rechten Zeit: Noch nie seit Ende des Zweiten Weltkriegs waren so viele Menschen weltweit auf der Flucht, die Meerespegel steigen und die Artenvielfalt nimmt rapide ab. Die Idee, Entwicklung, Umwelt und Frieden als Einheit zu sehen, ist nicht neu: Schon der 1983 durch den Weltkirchentag in Vancouver initiierte „konziliare Prozess gegenseitiger Verpflichtung auf Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ dachte alle drei Bereiche zusammen: So hemmt etwa der Klimawandel die Entwicklung vieler Länder und führt zu Konflikten zwischen Bauern und Hirten um das knapper werdende Land. Bürgerkriegen fallen wiederum ganze Ernten zum Opfer. Auch das eigene Verhalten hat konkrete Auswirkungen auf die Menschen in anderen Teilen der Welt: Wer nicht bio-fair einkauft, unterstützt fast automatisch die Abholzung von Regenwäldern und schwere Menschenrechtsverstöße gegen Arbeiterinnen und Arbeiter.
Richard Klasen von der Nichtregierungsorganisation Forum Ziviler Friedensdienst (forumZFD) erläutert am 12. Oktober, warum Konsummuster auch friedenspolitisch bedenklich und nicht selten konfliktschürend sind. Dabei zeigt er Verbindungen zur aktuellen Flüchtlingskatastrophe auf, spannt den Bogen zu den nachhaltigen Entwicklungszielen und fragt, welche Chancen, aber auch welche Risiken mit der neuen Weltagenda verbunden sind. Dabei sollen auch praktische Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie jede und jeder Einzelne selbst für eine gerechtere, nachhaltigere und friedlichere Welt beitragen kann. Der Eintritt ist frei. Pressemitteilung
forum ZFD
