Bundesministerin Ursula von der Leyen besichtigte Radicula
Hoher Besuch bei der Caritas-Werkstatt
Sinzig. Hoher Besuch bei den Caritaswerkstätten in der Kripper Straße. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen besichtigte am vergangenen Dienstag den Gewächshausbetrieb Radicula. CDU-Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil hatte die Ministerin zu diesem Ortstermin in einem besonders innovativen Betrieb eingeladen.
Erwartet wurde die Ministerin aus Berlin von zahlreichen Parteifreunden, den Bürgermeistern Wolfgang Kroeger (Sinzig) und Herbert Georgi (Remagen) sowie den Landtagsabgeordneten Guido Ernst und Horst Gies. Und natürlich vom Geschäftsführer der gesamten Caritaswerkstätten, Jörg Klärner. Der gab den Gesamtüberblick: In den Sinziger Werkstätten arbeiten 240 Menschen mit geistiger Behinderung, 100 mit einer physischen Behinderung und 114 Mitarbeiter. Dabei bemüht man sich hohe Standards zu setzen und offene Bereiche, wie im Gewächshaus Radicula zu schaffen. In den Sinziger Werkstätten arbeitet man auch an vielen Kontakten zum sogenannten 1. Arbeitsmarkt, also zu normalen Betrieben. Genau dieses Fazit zog auch Ursula von der Leyen nach ihrem rund einstündigen Rundgang. „Es ist unheimlich wichtig, Brücken aus den Behindertenwerkstätten in normale Betriebe zu schlagen. Nur so gelingt Inklusion.“
Im Gewächshaus Radicula gab es für die Ministerin dabei im Wortsinne einen heißen Empfang. Denn in den Gewächshäusern mit ihren 700 Quadratmetern Gesamtfläche werden nicht nur 147 verschiedene Kräuter gezogen, sondern herrschten beim Hochsommer draußen auch wahrhaft tropische Temperaturen. Einrichtungsleiter Frank Zenzen erläuterte die Arbeitsweise. „Die Kräuter werden ihr ganzes Leben lang begleitet, von der Aussaat bis zum Verkauf im eigenen Laden und dies auf die klassische Gärtnerart“.
Von der Leyen zeigte sich von der Kräuterzucht fasziniert und plauderte munter mit den Mitarbeitern. „Es geht zu wie in jeder anderen Gärtnerei“, stellte die Arbeitsministerin fest. Und führte weiter aus: „Die Zusammenarbeit von Menschen mit und ohne Handicap ist notwendig. Von diesen Erfahrungen profitieren alle.“
Nach einer kurzen Gesprächsrunde mit der Ministerin und den Verantwortlichen der Caritaswerkstätten trug sich Ursula von der Leyen in das Goldene Buch der Stadt Sinzig ein, das Bürgermeister Wolfgang Kroeger mit in die Kripper Straße gebracht hatte.
Eintrag in Goldene Buch der Stadt Sinzig: (v.l.n.r. am Tisch) Mechthild Heil, Ursula von der Leyen und Wolfgang Kroeger.
Die Aufzucht von 147 Kräutern faszinierte: Ursula von der Leyen im Laden von Radicula.
