Mundart Kreis Sinzig
„Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren“
Eine Kulturreise führte seine Teilnehmer nach Heidelberg
Heidelberg. Heidelberg war Ziel der diesjährigen Kulturreise des Sinziger Mundartkreises. Besonderer Magnet für die Touristen und jetzt auch für die Sinziger ist bei Heidelberg die Schlossruine, die sich 80 Meter über dem Talgrund am Nordhang des Königsstuhls erhebt und die von dort das Bild der Altstadt dominiert. So war es auch selbstverständlich, dass in Heidelberg zunächst eine Besichtigung des Schlosses auf dem Programm stand. Bei einer Führung wurden Geschichte und Baugeschichte der einstigen Residenz der Kurfürsten von der Pfalz erläutert. Der älteste bis heute existierende Teil des Schlosses wurde vom Jahre 1400 an gebaut. Seit dem erfolgte der 400 Jahre andauernde, schrittweise Auf- und Ausbau, bis zu dem heute noch sichtbaren, gewaltigen Schloss.
Einen munteren Gedankenaustausch löste im Schloss der Anblick des berühmten Heidelberger Fasses aus, in dem 220.000 Liter Wein Platz fanden. Während die einen sich vorstellten, wie lange von dieser Menge Wein gezecht werden könnte, hatten die anderen Bedenken hinsichtlich der Qualität einer solchen Weinmenge in dem Fass, das mit Wein aus den verschiedenen Lagen und verschiedenen Sorten gefüllt wurde und dabei allzu leicht anstatt Wein Gesöff entstanden sein könnte. Die Biertrinker unter den Besuchern plagten solche Überlegungen nicht. Sie vertraten den Standpunkt, Bier ist Bier und diese Menge Bier in dem Fass reiche für viele gemütliche Bierabende aus.
Nach der Schlossbesichtigung war Gelegenheit zu einem Bummel durch die Heidelberger Altstadt. Bei der Menschenmasse war aber der Eindruck die Romantik der engen Gassen sehr eingeschränkt. Jedenfalls hatten alle den Eindruck nicht die einzigen Touristen in Heidelberg zu sein.
Fraglich ist, ob gemäß des alten Liedes: „Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren“ einer der Reiseteilnehmer sein Herz in Heidelberg gelassen hat. Jedenfalls waren bei der Abfahrt in Heidelberg zahlenmäßig wieder alle Sinziger an Bord. Von manchen wurde jedoch bedauert, dass die Zeit zu kurz war, um alles Sehenswerte in Heidelberg zu besichtigen.
Letzte Station war ein Brauhaus, in dem bei „Speis und Trank“ der Ausklang der Fahrt erfolgte. Bereits auf der Hinfahrt nach Heidelberg sorgte ein von fleißigen Händen und von Spendern vorbereitetes reichhaltiges Frühstück für gute Stimmung der Reisegesellschaft.
Wenn am Ende der Fahrt Gerd Schultes für die organisatorische Vorbereitung der Fahrt und die Einführung in die Geschichte von Heidelberg und die des Schlosses, während der Fahrt sowie den Spendern und Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen des Frühstücks beigetragen haben, gedankt wurde, so erfolgte dies im uneingeschränkten Sinne aller Fahrtteilnehmer, wie der rege Beifall bewies.
Das Heidelberger Fass.
