LAF Sinzig, Dritte Volleyball-Bundesliga Süd
In Frankfurt war nicht viel zu holen
Dritte Volleyball-Liga Süd: TG Rüsselsheim II - LAF Sinzig 3:0 (25:16, 25:19, 25:17). „Da war nicht viel zu holen“, kommentierte Trainer Gilbert Deurer das Auswärtsspiel bei der Bundesliga-Reserve der TG Rüsselsheim II. Das Spiel fand in der FraPort-Arena in Frankfurt vor dem Heimspiel der ersten Rüsselsheimer Mannschaft statt, die unter United Volleys RheinMain in der Bundesliga derzeit auf dem dritten Platz liegt. Und auch die zweite Mannschaft strebt erkennbar Höherem und als unangefochtener Tabellenführer dem Aufstieg in die Zweite Bundesliga entgegen.
Die Dominanz der Heimmannschaft war besonders im Bereich der präsenten Feldabwehr und der physisch dominanten Angriffe nach hohen Pässen zu spüren. Dabei konnte Sinzig in jedem der drei Sätze bis etwa zur Satzmitte mithalten. „Wenn die Sätze nur bis 15 gehen würden, hätten wir eine Chance“, meinte dementsprechend Außen-Annahmespieler Merlin Hinsche nach dem Spiel. Doch über die komplette Distanz zeigten die Gastgeber einfach eine dominantere und konstantere Leistung und spielten ihren Streifen konzentriert zu Ende.
Hielten die Sinziger im ersten Satz noch bis zum 10:12 und 11:14 (aus Sinziger Sicht) mit, setzten sich die Hessen sodann mit einer Reihe solider Abwehr- und starker Angriffsaktionen zum 21:15 ab und beendeten den Satz mit 25:16 recht deutlich. Gleiches Bild im zweiten Satz: Sinzig hielt bis zum 12:14 mit. Doch dann brachten die Rheinländer ihre Angriffe nicht mehr durch, und Rüsselsheim zog auf 19:13 und 22:16 bis zum 25:19 davon. Auch im dritten Durchgang hielt Sinzig bis zum 9:12 und 10:13 Anschluss - der Rest des Satzes glich bis zum 25:17 den vorherigen.
Neben der Dominanz des Gegners bereiteten auch die ungewohnte Dimension und die Weite der Bundesligahalle im Spielaufbau Probleme. Hinzu kam, dass Sinzig in der Vorwoche aus persönlichen Gründen kaum trainieren konnte. Als erfreulich befand Trainer Deurer schließlich, dass sich die Annahme um Libero Jan-Niklas Comes und Abwehrrecke Konstantin Skok nach dem insoweit problematischen Spiel aus der Vorwoche gegen Konstanz während des ganzen Spiels gegen Rüsselsheim wieder stabilisierte und sehr solide auftrat.
LAF Sinzig: Jan-Niklas Comes, Patrick Hehmann, Merlin Hinsche, Manuel Michno, Matthias Michno, Thomas Schäfer, Artur Wotze, Stephan Durchholz, Serge Moor und Konstantin Skok.
Vorschau
Dritte Liga Süd: TV Waldgirmes - LAF Sinzig (Samstag, 13. Februar, 20 Uhr). „An diesen Gegner haben wir keine gute Erinnerung“, meint Trainer Deurer im Vorfeld des anstehenden Auswärtsspiels beim TV Waldgirmes. „Der TV war die einzige Mannschaft in der Hinrunde, die uns in der eigenen Halle, besonders mit ihren Aufschlägen, zerlegt hat. Selbst gegen Rüsselsheim hatten wir mehr Chancen.“ So scheinen die Vorzeichen auch angesichts der Tabellensituation eindeutig: Sinzig befindet sich mit 16 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz und orientiert sich im Abstiegskampf an der unteren Tabellenhälfte. Waldgirmes steht mit 31 Zählern auf Platz drei und spielt um den Aufstieg mit.
Andererseits haben die hinter Sinzig stehenden Rottenburger noch im Januar in Waldgirmes nur knapp mit 2:3 verloren und so einen Punkt entführt. Insofern wird es entscheidend darauf ankommen, ob die Sinziger Annahme die enorm starken Aufschläge der Gastgeber in den Griff bekommt.
Dann ist hier durchaus ein interessantes Spiel zu erwarten. Das Spiel wird in der Sporthalle Lahntalschule in Atzbach ausgetragen.
Verbandsliga Nord Frauen: LAF Sinzig - TV Ehrang (Sonntag, 14. Februar, 14 Uhr), LAF Sinzig - TV Bad Ems. Die LAF-Damen bestreiten ihr vorletztes Heimspiel der Saison in der Rhein-Ahr-Sporthalle B in Sinzig. Mit dem TV Ehrang und dem TV Bad Ems kommen zwei Tabellennachbarn nach Sinzig. LAF-Trainer Merlin Hinsche: „Wir wollen zwei gute Spiele zeigen und werden dann am Ende des Spieltags sehen, wie weit uns das bringt. Wir konzentrieren uns nur auf uns.“ Gegen den TV Bad Ems gab es in der vergangenen Saison zwei enge Spiele. „Da haben wir uns einen guten Kampf geliefert.“
Zunächst gilt es, den TV Ehrang zu schlagen. In der Hinrunde gelang den Barbarossastädterinnen in Trier der erste Satzgewinn der Saison. Es bleibt abzuwarten, in welcher Besetzung die Auswärtsmannschaften nach Sinzig kommen werden. Die LAF muss sowohl auf Lena Schäfer als auch auf Wioletta Soflinski verzichten. „Das sind wie immer keine optimalen Gegebenheiten, aber das darf keine Ausrede sein. Die sieben Spielerinnen, die dabei sind, müssen einfach 100 Prozent geben“, sieht LAF-Libero Jennifer Fuchs ihre Mannschaft in der Pflicht.
