Allgemeine Berichte | 23.05.2014, 16:59 Uhr

Das Schloss hatte mit Dauer- und Sonderausstellung, Führungen und Terrassencafé viel zu bieten

Internationaler Museumstag im Schloss

Mit besonderer Freundlichkeit begegnete das fröhliche Servier- und Spülteam den Besuchern.  HG
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Sinzig. Im Bilderbuchwetter erstrahlte der Internationale Museumstag, was dem Besuch der vielen bemerkenswerten Einrichtungen in den Städten und Dörfern vielleicht sogar abträglich war, zog es doch die Menschen vor allem nach draußen, wo die Natur die ganze Pracht ihrer Grün-Schattierungen feierte. Das Heimatmuseum im Schloss bot Aus- und Einsichten, öffnete seine Innenräume und die Schlossterrasse.

Museumsleiterin Agnes Menacher führte interessierte Gäste, darunter mit Taschenlampen „bewaffnete“ junge Besucher, sogar bis in den Keller der einstigen repräsentativen Sommervilla des vermögenden Kölner Ehepaars Adele und Gustav Bunge. Karl-Friedrich Amendt, Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums, hatte ebenfalls einen Kreis Interessierter um sich geschart, denen er Spannendes, Bemerkens- und Wissenswertes über die Geschichte des Hauses und der Stadt zu berichten wusste. Desgleichen tat Stadtführer Bernd Linnarz, der sich mit seiner Gruppe ums Stadtmodell versammelte.

Neben der abwechslungsreichen Dauerausstellung mit Gemälden, Möbeln, Keramik, Zeugnissen der Stadt aber auch Römischem und Vorgeschichtlichem gab es für die Besucher Neues anzuschauen. Im obersten Ausstellungsgeschoss zeigt sich innerhalb der römischen Abteilung die jüngst eingetroffene Terra Sigillata, feines rotes Geschirr aus der Sinziger Produktionsstätte des zweiten Jahrhunderts nach Christus, die das Bonner LVR-Landesmuseum dem Sinziger Museum als Dauerleihgabe überlässt. In der Etage darunter konnten die Gäste erstmals die Kopie eines Medizin- und Kräuterbuch des Museums aus dem späten 15. Jahrhundert komplett durchblättern. Im Parterre, Treppenhaus, ersten und zweiten Stock verteilen sich zurzeit zusätzlich die Exponate der frisch eröffneten Sonderausstellung „Rhein! Lyrische Landschaften“ mit Zeichnungen von Dr. Kurt Roessler und Fotos von Rolf Stolz. Roessler bot an dem Tag auch seine Publikationen mit Schwerpunkt Rolandsbogen an. Wie in den beiden Vorjahren lohnte der Besuch des Schlosscafés. Die Mitstreiter des Denkmalvereins und die Freunde des Museums hatten für Kuchen gesorgt und bedienten die Gäste mit besonderer Freundlichkeit. Einzigartig: Der Kaffeegenuss auf der Schlossterrasse inklusive Blick in den Park, wo die alten Bäume in voller Pracht zu bewundern waren.

Spannendes, Bemerkens- und Wissenswertes über die Geschichte des Hauses und der Stadt wusste Karl-Friedrich Amendt zu berichten.

Spannendes, Bemerkens- und Wissenswertes über die Geschichte des Hauses und der Stadt wusste Karl-Friedrich Amendt zu berichten.

Internationaler Museumstag im Schloss

Das gibt es nur einmal im Jahr: Kaffeegenuss inklusive Blick ins idyllische Parkgrün.

Mit besonderer Freundlichkeit begegnete das fröhliche Servier- und Spülteam den Besuchern. Fotos: HG

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