Rhein-Gymnasium Sinzig in der Jugendherberge
Klassengemeinschaft durch Teamtraining gestärkt
Sinzig. Traditionell fahren die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 7 des Rhein-Gymnasiums Sinzig für drei Tage in die Erlebnisjugendherberge Rurberg/Eifel. Ziel der Fahrt ist die Festigung der Klassengemeinschaft. Die Schülerinnen und Schüler der 7 c haben ihre Fahrt im Deutschunterricht zusammen mit ihrer Klassenlehrerin Sarah Henkel nachbereitet. Daraus ist nachstehender Erlebnisbericht entstanden: Wir sahen zum ersten Mal die Jugendherberge, wow! Ein großes Backsteingebäude wartete nur darauf, von uns erkundet zu werden. Rings um die Jugendherberge erstreckte sich eine schöne Waldlandschaft. Auch die Einrichtung gefiel uns gut. Eine tolle Herberge!
Vertrauen gewinnen
Am besten fanden wir den sogenannten „Rurberger Schüttelvirus“. Dabei gibt es zwei bis drei „Viren“, die die anderen fangen müssen. Wenn man gefangen wird, muss man warten, bis zwei nicht infizierte Schüler einen zu den Ecken des Fußballfeldes tragen. Danach sollten wir uns in zwei Kreise stellen, einen inneren und einen äußeren und uns rückwärts mit geschlossenen Augen fallen lassen. Diejenigen, die außen standen, fingen die aus dem Innenkreis auf. Die letzte Aufgabe bestand darin, uns auf eine Tischtennisplatte zu stellen und uns von dort oben auf die Arme der unten stehenden Mitschüler fallen zu lassen. Wir hatten viel Spaß und haben vor allem mehr Vertrauen zu unseren Mitschülern gewonnen.
Herausforderungen meistern
Nach der ersten Nacht und einem leckeren Frühstück im Gemeinschaftsraum trafen wir uns an einer kleinen Lichtung im Wald. Dort standen zwei hohe Pfähle, an denen eine Art „Riesenleiter“ hing. Die Sprossen der Leiter bestanden aus langen, geschliffenen Stämmen, deren Abstände zueinander immer größer wurden. Allein die ersten zwei Sprossen waren beinahe knie- bis hüfthoch voneinander entfernt. Fachleute erklärten uns, wie man die Kletternden sichern sollte. Ein Team bestand aus drei Kletterern und jeder wurde von je drei sichernden Schülern gesichert. Wir zogen unsere Helme an und schon erklomm das erste Team die Leiter. Alle Teams gaben ihr Bestes und halfen sich gegenseitig. Manche kamen sogar bis ganz nach oben. Alles war so wackelig und die meisten hatten auch großen Respekt vor der Höhe. Aber als das letzte Team unten ankam, waren alle sehr stolz, es geschafft zu haben. Das Klettern hatte uns sehr hungrig gemacht, und so gingen wir zurück zur Herberge und ließen uns das Mittagessen schmecken. Danach ging’s zur zweiten Herausforderung. Das war ein hoher Pfahl mit Sprossen, den wir hinaufklettern sollten; das heißt, wir mussten nicht, sollten es aber wenigstens versuchen. Das Hinstellen auf dem Pfahl war eine große Überwindung, denn oben hatte er nur einen Durchmesser von circa 20 Zentimetern und es gab nichts zum Festhalten. Manche trauten sich nicht, auch den zweiten Fuß auf das Plateau zu stellen. Nach vorne fallen konnten wir nicht, weil am Sicherheitsgurt ein Seil war, das uns nach hinten ziehen würde. Wenn man oben stand, musste man sich umdrehen und runterspringen. Dabei konnte man versuchen einen Ball zu treffen, der vor einem an einem Seil in der Luft hing. Wir waren alle gesichert, denn jeweils sechs Leute hielten eines der zwei Seile, welche am Sicherheitsgurt befestigt waren. Fazit: Die Klassenfahrt hat unsere Klassengemeinschaft mächtig gestärkt. Manche Leute haben gelernt, an ihre Grenzen zu gehen. Die Fahrt war insgesamt ein spektakuläres Erlebnis für jeden aus unserer Klasse.
