Allgemeine Berichte | 20.03.2015

Jahresversammlung der Freunde des Thermalbades

Langfristiger Investitionsplan für das Nostalgiebad gefordert

Bestens besucht: Die Jahresversammlung der Freunde des Thermalbades in Bad Bodendorf. BL

Bad Bodendorf. „Es ist wichtig, auch für die Verantwortlichen bei der Stadt und in der Politik, einen langfristigen Investitionsplan für das Thermalbad zu erstellen“, betonte der Vorsitzende der Freunde des Thermalbades bei der jüngsten Jahresversammlung des Vereins in der Bad Bodendorfer Winzergaststätte.

Denn dort wurde über kurzfristige Arbeiten ebenso diskutiert wie über die langfristige Perspektive des Notalgiebades. Für die Mitglieder ist dabei klar, dass die Stadt für den Erhalt des Nostalgiebades auf den Förderverein zählen kann. Durch diverse Aktionen wie Plakatwerbung, Flaschenverkauf und die Präsenz bei vielen Veranstaltungen wie etwa beim Kunst-Weihnachtsmarkt oder dem Dorffest konnte der Verein der Stadt im abgelaufenen Jahr zweckgebundene Spenden in Höhe von 12.700 Euro übergeben.

Und in diesen Tagen und Wochen waren die Mitglieder des Vereins aber schon wieder intensiv mit den Vorbereitungen für die neue Badesaison beschäftigt. Denn am Gründonnerstag, 2. April wird das Bad seine Pforten ja bereits wieder öffnen. Bei einem Ortstermin mit Hans-Joachim Weiss als Geschäftsführer der Kurbad-GmbH Anfang März wurde eine Liste der Instandsetzungsaufgaben erstellt, die in den nächsten Jahren auf die Stadt und den Förderverein zukommen. Als größter Brocken steht die Teilsanierung des Beckens mit zunächst 10 000 Euro an. Nach der diesjährigen Saison steht als dringendste Maßnahme die Sanierung des Kinderbeckens an.

Stand bei den Thermalbadfreunden in den vergangenen Jahren oft das schnelle Handeln für die kommende Saison im Mittelpunkt, so denkt man nun eher an die langfristigen Perspektiven. „Wir hoffen, dass das Becken und die Kabinen, so wie sie jetzt beschaffen sind, noch sechs Jahre genutzt werden können - aber dann werden hohe Investitionen notwendig sein“, sagte Hans Diedenhofen und lieferte erste Kostenschätzungen ab. Den Kosten allein für die Komplettsanierung des Beckens bezifferte Diedenhofen auf 500.000 Euro. Die Erneuerung der Kabinen würden noch einmal 250.000 bis 300.000 Euro in Anspruch nehmen.

Aber auch in naher Zukunft wird viel Geld benötigt. Als größte Maßnahme steht die Teilsanierung des Beckens mit zunächst 10 000 Euro an. Nach der diesjährigen Saison steht als dringendste Maßnahme die Sanierung des Kinderbeckens an. Wie Pächter Frank Riffel ausführte, müssen auch bald die Filter erneuert und die Filteranlage überdacht werden. Die komplette Erneuerung der Duschen steht vor Beginn der Saison 2016 an. Zu dem nun barrierefreien Eingangsbereich soll dann auch eine barrierefreie Dusche mit WC installiert werden. Erste Kostenschätzungen liegen hierfür im Bereich von 100.000 Euro. Um dies alles mit zu schultern, ist der Förderverein gefordert, Sponsoren zu finden und Geldquellen zu erschließen. Wie Hans Diedenhofen in Aussicht stellte, gibt es Überlegungen, 2016 einen Gesundheitsmarkt im ehemaligen Kurpark zu veranstalten. Die Forderung nach einem Investitionsplan der Stadt in Richtung Kommunalpolitik scheint ebenfalls nur logisch und konsequent. Um bei den Finanzen zu bleiben: Besucher des Thermalbades Bad Bodendorf müssen mit Beginn der neuen Saison etwas mehr für ihr Vergnügen bezahlen. Wie das Pächterehepaar Eva und Frank Riffel bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Freunde des Thermalbades Sinzig-Bad Bodendorf in der Winzergaststätte mitteilte, verteuern sich Tages-, Saison- und Zehnerkarten. Änderungen gibt es auch bei den Öffnungszeiten: Künftig wird das Bad an Montagen nicht schon um 7 Uhr öffnen, sondern erst um 9.30 Uhr, um Reinigungsarbeiten durchführen zu können. Dafür wird dann aber an Montag- und Freitagabenden nicht schon um 19 Uhr geschlossen, sondern erst um 20 Uhr. An Feiertags-Montagen wie Ostern und Pfingsten sollen aber die bisherigen Öffnungszeiten gelten.

Bestens besucht: Die Jahresversammlung der Freunde des Thermalbades in Bad Bodendorf. Foto: BL

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