Allgemeine Berichte | 17.06.2013

260-jähriges Bestehen des Junggesellenvereins St. Georg Löhndorf

“Methusalem“ feiert Geburtstag

Der Junggesellenverein im Jahre 1900. privat

Löhndorf. Er ist einer der ältesten Vereine der Region und gilt unter den Junggesellenvereinen des Rheinlands als wahrer „Methusalem“. Die Rede ist vom Junggesellenverein St. Georg Löhndorf, der am Samstag, 22. Juni, sein 260-jähriges Jubiläum feiert. Zu diesem Anlass findet um 16:30 Uhr ein Dankamt in der Löhndorfer Pfarrkirche statt. Im Anschluss daran geht, gemeinsam mit Brudervereinen aus dem Umland, ein Festzug durch den Ort. Dabei wird die Fahne des Junggesellenvereins aus Löhndorf sowie die Fähndel der anderen Vereine auf dem Platz am Gemeindehaus „Alte Schule“ geschwenkt. Um 18:30 Uhr beginnt der Festkommers mit Reden regionaler Politikvertreter und des Präsidenten des Junggesellenvereins.

Nach der Beendigung des offiziellen Teils findet ein Tanzabend mit der Band „Da Vinci“ statt.

Für Besucher, die an der reichen Historie des Vereins interessiert sind, gibt es eine Ausstellung im Gemeindehaus. Es werden viele alte Dokumente und Bilder sowie die originale Gründungsschrift aus dem Jahre 1753 zu sehen sein.

Weiterhin werden die aktuellen sowie einige ehemalige Kirchenfahnen, welche seit 1852 von den Fähnrichen an den Kirmestagen geschwenkt und durch das Dorf getragen werden, ausgestellt.

Der hohe Wert der Fahnen für die Junggesellen wird deutlich in einer Satzung aus dieser Zeit, in der es heißt: „Das wir gesonnen sind, unter uns einen Junggesellen zu wählen, der die Georgius- Fahne übernimmt. Dieser Junggeselle muss sich sittsam und aufbaulich in allen Gesellschaften als ehrlicher Junggesell unbetadelt betragen , darf sich in keinem Schlupfwinkel und in keiner unehrlichen Gesellschaft sehen lassen, sollte er jedoch in einer solchen Gesellschaft gesehen werden, muss er aus dem Verein und ist betadelt sein Leben lang, auch wird ihm die Fahne weggenommen“.

Diese Ansprüche bestehen heutzutage nicht mehr, dennoch nehmen die Fahnen auch im Jahre 2013 einen zentralen Platz in der Tradition des Vereins ein. All diese Informationen über die Vergangenheit und noch vieles weiteres lässt sich unter der Internetadresse www.jgv-loehndorf.de einsehen.

Der Junggesellenverein im Jahre 1900. Fotos: privat

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