Lokalsport | 10.06.2014, 08:46 Uhr

Erfolgreiche Teilnahme für Läufer des SV Franken am Luxemburg Halbmarathon

Mit dabei in der Spitzengruppe

Christian Eble und Dirk Gimnig waren von der bombastischen Stimmung angetan

Christian Eble und Dirk Gimnig beim ING Night Marathon.privat
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Sinzig. In Luxembourg City fand der ING Night Marathon statt. Das Besondere an diesem Lauf, der Startschuss erfolgt am späten Abend, sodass viele Teilnehmer erst im Dunkeln im Ziel einlaufen. Neben der Königsdisziplin über die vollen 42,195 km wurde im Rahmen der Veranstaltung ebenfalls ein Lauf über die halbe Distanz, den Halbmarathon, durchgeführt. An diesem nahmen insgesamt mehr als 6.000 Läuferinnen und Läufer teil. Darunter auch zwei bekannte Gesichter aus dem Stadtgebiet Sinzig, für die es der erste Wettkampf im Ausland war. Christian Eble und Dirk Gimnig vom Frankener SV zeigten ihre läuferischen Ambitionen und erreichten erneut Top-Platzierungen. Christian belegte mit einer Gesamtzeit von 01:25:15 Stunden den 65. Gesamtplatz und wurde 13. in seiner Altersklasse. In der inoffiziellen „deutschen Wertung“ erreichte er den sechsten Platz. Etwas besser machte es Dirk Gimnig. Er wurde mit einer Zeit von 01:20:28 Stunden drittbester Deutscher. In der Gesamtwertung reichte diese Zeit für den 26. Gesamtplatz und den fünften Platz in der gleichen Altersklasse. Die auf den letzten fünf Kilometern leicht ansteigende Strecke und die sommerlichen Temperaturen verhinderten noch bessere Zeiten. Der strahlend blaue Himmel sorgte jedoch für eine einzigartige Stimmung in der Stadt und am Rest der Strecke. Die vom Hauptsponsor und Namensgeber gesponserten Vuvuzelas und Strandhüte verliehen der ganzen Stadt ein orangefarbenes Bild. Bereits als die beiden den frühen Nachmittag nutzten, um in der Stadt noch die Kohlenhydratspeicher zu füllen und ein wenig Sightseeing zu machen, war schon die Vorfreude der Bevölkerung zu spüren. An jeder Ecke und auf den vielen Plätzen der Stadt spielten sich schon die Musikkapellen warm, die auch während des Laufs für großartige Stimmung sorgten. Auf einem Platz waren verschiedene Spiele für Kinder aufgebaut und die Eltern konnten sich an einem der vielen Getränkestände erfrischen. Der Startschuss erfolgte um 19 Uhr. Unter heftigem Konfettiregen und viel Beifall der zahlreichen Zuschauer starteten die Marathon- und Halbmarathonläufer gemeinsam auf dem Messegelände von Luxemburg. Darunter die beiden Sportler aus Franken, die sich vorher noch die Deutschlandflagge auf Waden und Wangen gemalt haben und so ihre Herkunft für die Zuschauer ersichtlich machten. Zuerst ging es etwa acht Kilometer durch den Stadtteil Kirchberg, in dem sich zahlreiche Banken, europäische Institutionen und Behörden niedergelassen haben. Nachdem dieser Stadtteil verlassen wurde, folgte nach Überquerung der Großherzogin-Charlotte-Brücke am Robert-Schuhmann-Platz der erste Höhepunkt. Wie man es sonst nur aus dem Fernsehen bei der Tour de France nach Alpe d’Huez kennt, standen die Zuschauer zum Teil sieben, vielleicht auch mehr, Reihen hintereinander, um die Läufer anzufeuern. Da die Namen der Läufer auf den Startnummern abgedruckt waren, konnten die beiden Frankener Sportler häufig ein „Allez Dirk!“ und ein „Allez Christian“ mit französischem Akzent wahrnehmen. Es herrschte eine wirkliche Gänsehautstimmung. Zum Teil konnte die nächste Kurve nicht eingesehen werden. Die Teilnehmer wurden buchstäblich durch die Menschengasse getrieben. Nach einer kleinen Runde durch den nächsten Stadtteil, in dem es etwas ruhiger war, erreichten die Läufer die City, in der die Stimmung wieder aufkochte. Durch die engen Gassen mussten Absperrgitter die Menschenmenge von den Läufern trennen. Dies tat der Stimmung jedoch absolut keinen Abbruch. Nach ungefähr 14 Kilometern teilten sich schließlich die beiden Strecken. Für die Halbmarathonteilnehmer hieß es zurück zur Messe, die nicht nur Startpunkt, sondern auch Ziel der Veranstaltung war. Nochmals musste die Brücke passiert werden und ab hier ging es dann die restlichen Kilometer leicht bergauf. Der Zieleinlauf war das letzte der vielen Highlights. Ähnlich wie in Frankfurt, befand sich der Zielbogen innerhalb des Messegebäudes. Über einen langen roten Teppich, unter lauter Musik, einer fantastischen Lasershow und begleitet durch die Anfeuerung vieler Zuschauer erreichten die Läufer letztendlich das Ziel. Hier angekommen wurde jeder Teilnehmer mit einer Medaille, diversen Getränken und vielen süßen Leckereien für die Anstrengungen auf der Strecke belohnt. Dirk und Christian waren sich sofort einig. Stimmungsmäßig war dies, neben dem Marathon in Berlin, eine der besten Veranstaltungen. Die Strecke lässt zwar aufgrund des Profils keine Top-Zeiten zu, dies aber hindert die beiden nicht, nächstes Jahr wieder an den Start zu gehen. Beide waren mit den erzielten Ergebnissen vollkommen zufrieden und freuen sich auf das nächste Jahr.

Christian Eble und Dirk Gimnig beim ING Night Marathon.Foto: privat

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