Allgemeine Berichte | 05.01.2015

"Kölsche Weihnacht" im Sinziger Schloss

Mit viel Gefühl: Manni Brandt und Günter Leitner

Günter Leitner und Manni Brandt mit ihren Text- und Musikbeiträgen brachten die „Kölsche Weihnacht“ ins Sinziger Schloss. RÜ

Sinzig. Kölsche Weihnacht im Sinziger Schloss: Manni Brandt und Günter Leitner spielten im Doppelpack mit viel Gefühl und dies vor vollem Haus. Ihr Auftritt war bereits im Vorfeld ausverkauft und auch die Karten fürs zweite fanden reißenden Absatz. „Die Beiden sind halt ein Dream-Team“, freute sich Julia Arzdorf, Chefin der veranstalten VHS. Und tatsächlich genießen Manni Brandt und Günter Leitner in Sinzig so etwas wie Kultstatus und haben ob ihrer zahlreichen Auftritte viele Fans. Bei der Mischung aus Kölschen Weihnachtsliedern und Verzällcher gab es viel zu lachen, aber es gab auch besinnliches, vorweihnachtliches Gänsehautgefühl. Der waschechte Kölner Günter Leitner, der in der Domstadt vielfältige Stadtführungen anbietet, beschrieb das Grunddilemma der Kölner: „Eigentlich feiern wir in der Adventszeit Weihnachten und in der Weihnachtszeit dann schon Karneval“. Und Leitner brachte ein Zitat an, das aus einem Gedicht mit Tipps für Weihnachten stammt: „Butz die Wohnung, äwer butz och et Gewisse“.

Eskalierendes Fiasko

In die Abteilung heftige Lacher gehörte „Dat Nossled“, das Manni Brandt mit seiner Quetsch darbot. Ein typisches Kölsches Krätzje, das vom eskalierenden Fiasko beim Knacken einer Weihnachtsnuss erzählt. Der Einsatz von Vorschlaghammer, Hilti und Presslufthammer mündet immer im Refrain: „Der Noss is nix passiert“.

„Dat Jesuskind is fott“

In die Richtung großes Weihnachtsgefühl ging ein kleines Gedicht mit dem schönen Titel: „Dat Jesuskind is fott“. Die Geschichte geht wie folgt: In einer Kölner Kirche ist das Christkind aus der Wiege in der Krippe verschwunden. Allgemeines großes Rätselraten. Die Lösung ist einfach rührend. Einem kleinen Panz wurde zu Weihnachten der Traum von einem Tretroller verwirklicht. Aus lauter Dankbarkeit spendiert er dem Christkind eine Rollertour durchs Veedel und meint: „Dat hät dat verdent“. Günter Leitner präsentierte diese schöne Geschichte ohne großen Pathos aber sehr eindringlich.

Kurzweilige Unterhaltung

Die Mischung aus Historischem, Besinnlichen und vor allen Dingen Humoristischem rund um die Weihnachtszeit stimmte bei den beiden Auftritten in Sinzigs guter Stube. Günter Leitner und Manni Brandt mit ihren Text- und Musikbeiträgen brachten die „Kölsche Weihnacht“ ins Sinziger Schloss. Es war ein kurzweiliges Unterhaltungsprogramm mit vielen besinnlichen Momenten, passend zur Weihnachtszeit. Zurück blieb ein restlos begeistertes Publikum.

Günter Leitner und Manni Brandt mit ihren Text- und Musikbeiträgen brachten die „Kölsche Weihnacht“ ins Sinziger Schloss. Foto:

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