Bauprojekt in der Mühlenbachstraße in der Vorplanung
Neues Innenstadbild für Sinzig?
Erste Planskizzen liegen vor
Sinzig. In Sinzig soll an der Mühlenbachstraße ein neues Wohn- und Geschäftshaus entstehen. Dafür hat die Nova Investment Management GmbH mit Sitz in Köln das ehemalige Grundstück des Krupp-Verlages mit einer Größe von 3.866 Quadratmetern gekauft; bebaut mit insgesamt fünf Häusern, drei zur Mühlenbachstraße hin, zwei zur Barbarossastraße hin und mittig gelegen die alte Sinziger Druckerei. Das Investitionsvolumen soll bei rund 6 Millionen Euro liegen (Blick aktuell berichtete). Hinter der Nova steht die Ärztin Dr. Manijeh Pischnamazzadeh aus Köln, die vor Ort durch Projektentwickler Markus Wahl aus Bad Neuenahr vertreten wird.
Erste Planentwürfe wurden jüngst in Sitzungen des Bauausschusses und des Ortsbeirates vorstellt. Diese Planungen weisen teilweise recht massive Baukörper auf. Zudem haben eine ganze Reihe von Vorgesprächen stattgefunden. Norbert Stockhausen Chef des Sinziger Bauamtes erklärt den Stand der Dinge. „Stadtplaner Frank Böhme, der die gesamte Stadtsanierung in Sinzig begleitet hat, bearbeitet nun die Planungen, soll diese städtebaulich anpassen und in einen neuen Bebauungsplan einfließen lassen“. Dieser Plan soll dann in die Vorberatungen der Ausschüsse, des Ortsbeirates und der Stadtrates gehen. Im Klartext heißt dies: das Verfahren läuft, aber noch gibt es keine wirklich konkreten Planungen.
Der Verein zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums in Sinzig um seinen Vorsitzenden Karl-Friedrich Amendt sorgt sich dagegen um das Stadtbild. Nach Auskunft der Stadt Sinzig, besteht für das Häuserensemble Mühlenbachstraße 36 bis 40 kein Denkmalschutz. Doch für den Verein steht die Denkmalwürdigkeit zumindest des Hauses Mühlenbachstraße 40 fest. "Das Haus Walterscheid ist stadtbildprägend“, hatte Amendt jüngst bei der jüngsten Ortsbeiratssitzung erklärt und um Unterstützung für den Verein geworben.
In einem Schreiben an die Investorin hatte der Verein zudem noch einmal seinen Standpunkt deutlich gemacht. Interpretiert man die ersten Planentwürfe richtig, dann ist ein Komplettabriss der gesamten Bebauung geplant. Entstehen sollen Ladenlokale und barrierefrei Wohnungen.
Einen Sprint in den Planungen erwartet Norbert Stockhausen nicht. Aber, in der ersten Hälfte es Jahres 2016 könnten konkrete Pläne vorliegen und die Nova Invest ihren Bauantrag stellen. Der müsste dann ausführlich in den städtischen Gremien beraten werden.
Der Gebäudekomplex von der Rückfront aus gesehen.
