Politik | 11.03.2013, 13:04 Uhr

Bündnis 90/Die Grünen, Sinzig

Sinzig hat Zukunft

Grünen widmen sich Studie zur Innenstadtentwicklung

Sinzig. Wie kann die Sinziger Innenstadt belebt werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt der letzten Grünen Gespräche. Auf Grundlage der Studie „Aktivieren des Stadtzentrums von Kleinstädten“, die 2011/2012 im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung erstellt wurde, stellten Dr. Nathalie Plum und Dr. Natalie Wendisch vom Grünen Ortsverband Konzepte und Visionen für eine vitale Barbarossastadt vor. Im Fokus stand dabei die Behebung des Leerstands.

Die Autoren der Studie, das Leipziger rb-Architektenbüro, schlagen dafür etwa die Einrichtung sogenannter Co-Working-Plätze oder „Wächterhäuser“ vor. Die Idee des Co-Workings umfasst dabei im Kern das Teilen von Büroräumen. Bei „Wächterhäusern“ gewährleistet der Eigentümer die Haustechnik und vermietet das Haus zu einem geringen Preis an gewerbliche, soziale oder kulturelle Einrichtungen. So können leer stehende Häuser vor dem Verfall geschützt werden, bis sich wieder ein solventer Mieter findet.

Durch ihr gewerbliches oder kulturelles Angebot werten die Häuserwächter zudem die Umgebung auf. Ähnliche Effekte lassen sich mit Häusern und Wohnungen erzielen, die Kreativen zur Zwischennutzung angeboten werden und auch die Einrichtung eines „multiplen Hauses“ für verschiedene Parteien (Vereine, Künstler) zielt in die gleiche Richtung.

Der demografische Wandel wirft auch die Frage nach altersgerechtem Wohnen auf: Hier ist Sinzig mit seinem historisch anmutenden Kopfsteinpflaster zwar schön anzusehen, für die Nutzer von Rollstühlen, Rollatoren, Kinderwagen und selbst für Fahrräder aber eine echte Herausforderung.

Auch die bisher unbefriedigende Verkehrsführung durch die Mühlenbachstraße kam zur Sprache. Die anwesenden Sinziger machten der Einschätzung der Studie, dass es in der Stadt motivierte Bürger gebe, alle Ehre und diskutierten rege über ihre Wünsche für mehr kulturelle Angebote. Chancen für ein vermarktungsfähiges Alleinstellungsmerkmal für die Barbarossastadt sahen sie zwischen Historie, Musik und Familienfreundlichkeit.

„Es wäre schön, wenn sich aus dem heutigen Austausch etwas Konkretes für die Zukunft von Sinzig ergeben würde“, wünschte sich der Grüne Fraktionssprecher im Stadtrat, Ingo Binnewerg, zum Abschluss. Beim nächsten Termin der „Grünen Gespräche“ am 15. März wird Wirtschaftsministerin Eveline Lemke ab 19 Uhr im Sinziger Schloss ebenfalls auf Möglichkeiten für die Innenstadtentwicklung eingehen.

Die Studie im Netz: www.rbarchitekten-le.de/pdf/klst-download-kurzbericht-201208.pdf

Pressemitteilung der

Sinziger Grünen

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Innovatives aus Weißenthurm
Zukunft trifft Tradition KW 42
04-Marktbericht 2026
Angebotsanzeige (Oktober)
Herbstbunt
Tagespflege
Stellenanzeige Zimmermädchen
Empfohlene Artikel
IHK-Regionalgeschäftsführerin Andrea Stenz, SPD-Landtagsabgeordnete Susanne Müller und IHK-Hauptgeschäftsführer Arne Rössel setzten den politischen Dialog fort.
23

Ahrweiler. Nach der gemeinsamen Podiumsdiskussion der regionalen Wirtschaft mit den Landtagskandidatinnen und -kandidaten vor der Landtagswahl setzt die IHK Koblenz den wirtschaftspolitischen Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern der Regierungsfraktionen fort. Im Rahmen eines Austauschs mit der SPD-Landtagsabgeordneten Susanne Müller standen aktuelle Herausforderungen und Zukunftsthemen für den Wirtschaftsstandort Landkreis Ahrweiler im Mittelpunkt.

Weiterlesen

Mechthild Heil MdB (CDU)
180

Kreis Ahrweiler. Mit Kritik reagiert die CDU-Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil auf den erneuten Vorstoß von Landrätin Cornelia Weigand, Bundeskanzler Friedrich Merz mit einem offenen Brief zur alleinigen Finanzierung der geplanten Hochwasserrückhaltebecken im Ahrtal zu bewegen. „Der Hochwasserschutz im Ahrtal ist viel zu wichtig, um ihn für politische Alleingänge und öffentliche Inszenierungen zu missbrauchen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Kolpinger wandern rund um Lahnstein
40

Lahnstein. Bei bestem Herbstwetter machten sich die Wanderer der Kolpingfamilie St. Barbara Lahnstein auf, um erst ein Stück an der Lahn entlang zu wandern, ehe in Hohenrhein die C.S. Schmidt Brücke überquert wurde. Über den Rheinsteig wurde hoch zum Kurzentrum gestiegen, von wo ganz entspannt, vorbei am Tennispark und den Ferienhäusern, durch die Grenbach zurück nach Lahnstein gewandert wurde. Nach 11 km Wanderung ließ man den Tag in der Gaststätte Winzerhaus fröhlich ausklingen.

Von Ferdinand Müller aus Lahnstein

Weiterlesen

An der Swisttalhütte Holzweiler
329

Eifelverein Remagen unterwegs

Grafschafter Wald und Dernauer Weinberge

Remagen/Marienthal. Bei herrlichem Wanderwetter startete die Wandergruppe in der Nähe des Marienthaler Klosters die 13 Kilometer Tour. Relikte des ehemaligen Regierungsbunkers und auch die Gedenkstätte Lager Rebstock informierten nachdenklich über Deutschlands jüngste Vergangenheit. Dem Kratzenbach folgend und dem anschließenden Tal erreichte man das sogenannte Holzweiler Kreuz. Nun von Waldwegen...

Von Eifelverein Remagen aus Grafschaft-Ringen

Weiterlesen