Allgemeine Berichte | 22.06.2015, 14:25 Uhr

Eifelverein Sinzig wanderte von Winningen nach Kobern-Gondorf

Steile Pfade, Sommerblumen und zwei Burgen

Ein Teil der Gruppe genießt die Aussicht von der Niederburg über Kobern. privat
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Sinzig. Wandertouren auf dem Moselsteig erfreuen sich unter den aktiven Wanderinnen und Wanderern des Sinziger Eifelvereins großer Beliebtheit. Aus den 24 Etappen werden die schönsten ausgewählt und von den Eifelfreunden aus Sinzig erkundet. Diesmal hatte Wanderführer Guido Reckhaus die Strecke von Winningen nach Kobern-Gondorf für die 20 Mitwanderer ausgewählt. Darunter befanden sich auch Gäste des Vereins, die herzlich willkommen waren und freundlich aufgenommen wurden. Mit der Bahn reiste die gut gelaunte Schar von Sinzig über Koblenz nach Winningen. Bei dieser Etappe war gleich zu Beginn eine Steigung durch die Weinberge zu bewältigen, die auf die Moselhöhen führte. In der Nähe der Moseltalbrücke der Autobahn A61 genossen die Wandervögel von der Domgartenhütte den fantastischen Ausblick ins Moseltal, bevor sie die Autobahn auf einem Pfad unterquerten. Beeindruckt war die Gruppe, aus dieser Perspektive einen Blick auf die mächtigen Brückenpfeiler werfen zu können. Der Steig führte auch auf der Bergeshöhe am Rande des Maifeldes vorbei. Reifende Kornfelder wurden auf Wiesenwegen durchquert; der Eifelwind bewegte sanft die Halme. Am Wegesrand wuchsen wilde Kamille, Wachtelweizen und blauer Natternkopf. Angenehme Temperaturen erleichterten die steilen Aufstiege und es war überwiegend trocken. Auch ein schattiger Wald wurde durchwandert und ein Sauerbrunnen passiert. Ein Anstieg führte zum Burgberg hoch über Kobern. Hier bot sich ebenfalls ein eindrucksvoller Blick auf die Ortschaften im Tal, die Mosel und die fernen Hunsrückberge. Unweit der Oberburg erhebt sich die sehenswerte Matthiaskapelle, wo gerade eine Trauung vorbereitet wurde. Sie zählt zu den bedeutendsten Sakralbauten an der Untermosel. Im 13. Jahrhundert ließ Heinrich von Isenburg-Kobern nach seiner Rückkehr von einem Kreuzzug die etwas orientalisch anmutende Kapelle erbauen. Über einen Kreuzweg gelangten die Wanderfreunde schließlich zur Ruine der Niederburg, wo sie eine kleine Rast einlegten. Es ging nun stetig bergab bis nach Kobern hinein. Malerische Fachwerkhäuser säumten die Straßen, darunter der Abteihof St. Marien, das älteste Fachwerkhaus Deutschlands. Bei einer geselligen Einkehr erholten sich die Eifelfreunde schnell und ließen im Gespräch noch einmal die abwechslungsreiche Tour Revue passieren. Über den Koberner Burgpfad machten sie sich frisch gestärkt auf zum Bahnhof Kobern. Am frühen Abend traf die Gruppe voller schöner Erinnerungen dann wieder in Sinzig ein.

Ein Teil der Gruppe genießt die Aussicht von der Niederburg über Kobern. Foto: privat

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